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Estrichdämmung für hoch belastete Flächen

(8.9.2008) An die Trittschalldämmung unter Estrich in gewerblich genutzten Gebäuden werden besonders hohe Ansprüche gestellt. Zahlreiche konventionelle Dämmmaterialien, welche standardmäßig in Wohn- und Bürogebäuden eingesetzt werden, gelangen bei hoch belasteten Flächen über 10 KN/m² an ihre Grenzen. Neben den hohen Flächenlasten, die hier dauerhaft auf den Estrich einwirken, werden hohe Ansprüche an die zusätzliche Aufnahme von dynamischen Kräften sowie rollenden Lasten gestellt.


Wichtig für die Dämmmaterialien dieser Estrichsysteme ist das Zusammenspiel zwischen hoher Druckbelastbarkeit, welche die dauerhafte Stabilität gewährleistet, und einer geringen dynamischen Steifigkeit, um ein hohes Trittschallverbesserungsmaß bei möglichst geringer Bauhöhe zu realisieren. Denn diese ist nicht selten durch die Rahmenbedingungen, insbesondere bei Renovierungsmaßnahmen, von großer Bedeutung.

Nur wenige Materialien können diesen Anforderungen gerecht werden. Oftmals liegen Grenzen in der Belastbarkeit, in jedem Falle aber bei der Aufnahme kurzfristiger Lastspitzen. Aus diesen Gründen entwickelte BSW die hochelastischen Estrichdämmbahnen Regupol E48 und Regupol BA (Bild oben) auf Gummifaserbasis.

  • Regupol E48 ist die 8 mm dicke Variante mit einer Belastbarkeit bis zu 30 KN/m² und einem rechnerischen Trittschallverbesserungsmaß von ΔLwR 18 dB.
  • Regupol BA hingegen ist eine 17 mm dicke Dämmbahn mit einer Belastbarkeit von bis zu 50 KN/m² und einem rechnerischen Trittschallverbesserungsmaß von ΔLwR 24 dB.

Diese Werte sind in praxiskonformen Großflächenprüfungen gemäß Kategorie II ermittelt worden. Als praxiskonform gilt die Prüfkategorie II für Großflächen, auf denen eine Fläche von mind. 16 Quadratmeter geprüft wird.

Jeder, der Estrichdämmbahnen für hohe Lasten einbauen will, sollte sich ein Prüfzeugnis vorlegen lassen, das einen entsprechend großflächigen Prüfaufbau ausweist. Prüfungen auf kleinen Flächen können höhere Trittschallverbesserungsmaße erzielen. Diese sind jedoch nicht mit einer ausgeführten Großfläche zu vergleichen, da sie in der Praxis häufig nicht eingehalten werden. Böse Überraschungen und hohe Regressforderungen können die Folge sein. Leider gibt es Anbieter in Deutschland, die die Werte orientierender Prüfungen veröffentlichen.

Beispielsweise erzielt man in einem kleinflächigen Aufbau gemäß Prüfkategorie I (Kleinfundament: 1,0 x 0,4 m) mit Regupol E48 einen Prüfwert von ΔLw = 33 dB. Bei der Großfläche, Kategorie II, liegt dieser Prüfwert bei ΔLw = 20 dB, der Rechenwert gem. DIN somit bei ΔLwR = 18 dB. Kleinfundamentprüfungen können daher nur zur Orientierung dienen.

Trotz hoher Belastungen federt Regupol Estrichdämmung nur sehr wenig ein. Bei einer Belastung von 30 kN/m² liegt die Einfederung bei lediglich 1,6 mm. Bei Entlastung federt das Material bis auf die Ausgangsdicke zurück, die Stabilität des Estrichs ist gewährleistet. Insbesondere Flächen mit rollenden Lasten können damit gedämmt werden, ohne dass Estrichflächen oder Randanschlüsse beschädigt werden. Einsatzbereiche sind z.B. Krankenhäuser, Lager- und Produktionshallen, Großküchen, Bibliotheken, Supermärkte, Universitäten, Schulen und Kongresszentren.

Das Material muss so installiert werden, dass keinerlei Schallbrücken entstehen, die die Wirkung der Dämmmaßnahme zunichte machen können. Als Randdämmung können konventionelle Estrichranddämmstreifen aus PE oder Mineralfaser für die Entkopplung von Wänden und Pfeilern verwendet werden. Die Stoß an Stoß verlegten Regupol-Bahnen werden mit handelsüblichen PE-Folien abgedeckt. Die PE-Folien werden überlappend gelegt und mit einem geeigneten Klebeband verklebt.


Estrichdämmbahn Regupol BA in lieferfertiger Rolle.

Im März 2008 wurde der Estrichdämmbahn Regupol E48 übrigens die bauaufsichtliche Zulassung durch das Deutsche Institut für Bautechnik in Berlin erteilt. Die bauaufsichtliche Zulassung bescheinigt neben einer Eigen- und Fremdüberwachung auch die Unbedenklichkeit hinsichtlich Gesundheitsgefahren. Die Emissionswerte liegen weit unterhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Höchstgrenzen.

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