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Sandwich-Klimadecke von Con4 spart Energie und Raum

(17.9.2008) 80 Prozent der gesamten Energie für das fünfstöckige Bürogebäude des Busherstellers Evobus in Neu-Ulm (Bild) sollen zukünftig kostenlos aus der Umwelt bezogen werden. Kräftigen Anteil an dem energieeffizienten Gebäude-Konzept hat laut eigenen Angaben die Con4 AG aus Weiler-Simmerberg mit ihrer patentierten "Klimadecke". Diese besteht aus einem thermoaktiven Beton-Fertigteilsystem, das Strahlungswärme nach unten abgibt und den Energiebedarf in Gebäuden drastisch reduzieren kann.

Das patentierte System von Con4 optimiert die herkömmliche Betonkernaktivierung, bei der eine Regulierung der Raumtemperatur nur mit einer langen Vorlaufzeit von mindestens acht Stunden möglich ist. Im Unterschied zu normalen Betonkernaktivierungssystemen verfügt die Klimadecke von Con4 nicht nur über eine Betonschale, sondern über zwei Schalen, die wie zwei Toastscheiben die Hülle für einen "Energiespar-Sandwich" bilden. Die beiden Schalen sind über Fachwerkträger miteinander verbunden. Der Hohlraum zwischen den beiden Schalen reduziert das Deckengewicht um bis zu 30% und kann als Installationsebene für Heizung, Lüftung, Sanitär etc. dienen, so wird kein aufwändiger Bodenaufbau mehr benötigt.

"Durch die thermische Trennung der oberen und unteren Schale kann die Strahlungswärme besser wirken. Das steigert nicht nur die Behaglichkeit, sondern spart viel Geld, weil die Vorlauftemperatur niedriger gewählt werden kann", erklärt Hans-Jürgen Zech von der Con4 AG. Durch den geringeren Massebedarf verringern sich auch die Reaktionszeiten beim Heizen oder Kühlen der Decken, sie liegen nun zwischen 20 Minuten und zwei Stunden. Auf zusätzliche Aggregate, wie Radiatoren, Klimageräte oder Lüftungssysteme könne in der Regel verzichtet werden. "Wir sind erst am Anfang vom Energiesparen. Durch die aktuellen und alle künftigen Verschärfungen der Energie-Einsparverordnung wird der Druck auf alle Beteiligten immer größer. Es ist gut, dass wir mit unserem patentierten System bereits heute die Energiesparlösungen von morgen anbieten können", so Zech. Die Klimadecke kann dabei offensichtlich nicht nur Energie- sondern auch ein Raumsparer sein: Beim jüngsten Neubauprojekt, dem neuen Bürogebäude der Düsseldorfer Hypothekenbank, brachte Architekt Jürgen Koch nicht wie ursprünglich geplant sieben, sondern acht Geschosse im Gebäudekomplex unter. Durch die komplette Vorinstallation der Haustechnik in die Decken verkürzt sich außerdem die Bauzeit um insgesamt vier Monate.

Auch im 40.000 Quadratmeter großen neuen Wiener Bürogebäudekomplex Marximum kommen die Con4-Klimadecken zum Einsatz. Der Bauherr rechnet mit einer Flächeneffizienz von 86 Prozent und verspricht seinen Mietern bereits jetzt eine Kosteneinsparung von 20 Prozent. In den fünf Gebäuden mit jeweils acht Stockwerken sollen ab dem Sommer 2009 insgesamt 4.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.


Marximum

Insgesamt werden im Wiener Marximum 40.000 m² Geschoßdecken mit Hilfe der Con4-Klimadecke realisiert. Der fünfteilige Gebäudekomplex soll damit zu den modernsten und energiesparendsten Bürogebäuden weltweit zählen. Die Rechnung für den Bauherren Hochtief ist dabei ganz einfach: Moderne Technik hält die Ausgaben niedrig. Mit einer sorgfältiger Planung können die Kosten für das Facility Management deutlich reduziert werden. Darüber hinaus ermöglichen flexible Grundrisse, abgestimmt auf die jeweiligen Bedürfnisse, eine Flächeneinsparung von bis zu 20 Prozent.

Für die Con4 AG und den Hersteller Rudolph Baustoffwerke GmbH mit Sitz in Weiler-Simmerberg (Allgäu) stehen die Zeichen voll auf Wachstum. Das Unternehmen investierte eigens für die Herstellung der Con4-Klimadecken insgesamt acht Millionen Euro in den Bau einer neuen Produktionshalle. Dort entstand eine komplett neue Fertigungslinie für die bis zu 25 Tonnen schweren Deckenelemente.

Die Con4 AG wurde speziell für die Entwicklung und den Vertrieb von thermoaktiven Fertigteilen gegründet. Die Rudolph Baustoffwerk GmbH zählt europaweit zu den bedeutenden Anbietern von Betonfertigteilen. In teilautomatisierten Umlaufanlagen fertigt Rudolph pro Monat etwa 40.000 Quadratmeter Decken und 15.000 Quadratmeter Doppelwandelemente. Insgesamt werden am Firmensitz in Weiler-Simmerberg in einer der europaweit modernsten Produktionsanlagen 250 spezialisierte Mitarbeiter beschäftigt.

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