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Industriebau: High-Tech für den Genuss

  • Gebaute Firmenphilosophie der Kematec Kellereitechnik

(13.10.2008) 1990 gegründet, beschäftigt die Kematec Kellereitechnik GmbH im badischen Teningen (siehe Google-Maps) heute 30 Mitarbeiter. Den Zahlen nach also ein kleines, mittelständisches Unternehmen - aber mit einer atemberaubenden Referenzliste: Auf allen fünf Kontinenten arbeiten führende Wein- und Sektkellereien, Bierbrauereien und Spirituosenhersteller mit Kematec-Maschinen zum Verschließen, Verdrahten, Korken, Verkapseln, Waschen, Aufsetzen, Anfalten und Etikettieren ihrer Glas- und Kunststoffflaschen. Zu den Kunden gehören Hersteller weltbekannter Marken, wie die Compagnie Francaise de Grands Vins, Veuve Cliquot, Mumm, Moet & Chandon, Henkell & Söhnlein, Rothaus und viele andere. Und etliche der Maschinen könnten als Weltneuheiten allein für ihre Produktivität einen Platz im Guiness Buch der Rekorde beanspruchen.


Erwin Dages, geschäftsführender Gesellschafter der Kematec, begründet diesen Erfolg mit ...

  • seinen guten Mitarbeitern,
  • mit leidenschaftlichem Engagement für seine Produkte,
  • mit großer Nähe zu den Kunden und ihren Wünschen sowie
  • mit der steten Lust am Neuen.

"... respektieren ein klares Budget"

Sein Unternehmen führt er gemeinsam mit seiner Ehefrau Marita nach klassischen Grundsätzen: werteorientiert und mit einer konservativen Ausgabenpolitik. Genau nach diesen Grundsätzen suchte er auch "seinen" Baupartner, als es darum ging, den eng gewordenen Standort in Emmendingen aufzugeben und einen neuen Firmensitz in Teningen zu bauen.

Er fand seinen Wunschpartner ganz in der Nähe in der Freyler Industriebau GmbH, Kenzingen. "Die Freyler-Führung und ihre Mitarbeiter" sagt Dages, sind ebenso bodenständig wie wir, sie setzen auf Qualität und respektieren ein klares Budget. Dabei inszenieren sie keine Freyler-Architektur, sondern visualisieren die Unternehmens-Philosophie jedes einzelnen Bauherren."


Funktionalität mit mediterraner Anmutung

Nach den Vorstellungen von Erwin und Marita Dages sollte der Neubau ein repräsentatives Zeichen setzen in der Region, er sollte mehr Platz bieten und Arbeitsplätze, die die Mitarbeiter zufrieden stellen. Darüber hinaus sollten das Bürogebäude und die Produktionshalle zeigen, um was es bei der Kematec geht: um Funktionalität, Qualität und technisches Können, aber auch um die genussvollen Endprodukte.

"Mit vielen außergewöhnlichen Ideen hat der Freyler-Architekt uns bei der Planung geführt. Dabei hat er immer auch unsere Wünsche aufgenommen. So wollte ich zum Beispiel die besondere Raumhöhe von 3 m, während meine Frau die Idee mit den raumhohen Fenstern hatte", berichtet Erwin Dages. Die von innen individuell bedienbaren Schiebeläden erlauben den Mitarbeitern, das Tageslicht selbst zu bestimmen. Gleichzeitig geben sie der Fassade den südländischen Charakter und ein ständig wechselndes Gesicht. Als das Gebäude immer schöner wurde, fiel - auch angesichts einer positiven Umsatzentwicklung - schließlich die Entscheidung, jetzt alles gleich perfekt zu machen und die Büroräume komplett neu zu möblieren.

Ein Juwel in der Region

Zum Imageträger wurde das Gebäude schließlich durch einen Effektputz in der Hausfarbe Rot auf den beiden Fassadenseiten, die von der vielbefahrenen B 3 aus zu sehen sind. Der "StoMiral Terrazzo Effect", ein mineralischer Modellierputz der Firma Sto, der in dieser Farbe hier weltweit erstmals aufgebracht wurde, funkelt tagsüber in der Sonne und bei Nacht im Scheinwerferlicht der vorbeifahrenden Autos. Für den Glimmer-Effekt sorgt dabei Siliciumcarbid (siehe auch Beitrag "Mineralischer Putz und aufgeblasene Edelsande für mediterrane Fassaden" vom 13.12.2006). Jetzt kennt man den Namen Kematec in der Region und das macht sich bei der Personalsuche bereits erfreulich bemerkbar. Für Erwin Dages natürlich ein ganz wichtiger Baustein für die Zukunft der Firma.

Zukunftsorientiert sind der Platzbedarf und das Energiekonzept:

  • Im Bürobereich, der am schnellsten wachsen wird, gibt es jetzt schon eine Reserve für weitere Arbeitsplätze (Bild).
  • Die Produktionshalle (Bild) wurde so gebaut und auf das Baufenster gestellt, dass sie bei Bedarf ohne großen Aufwand um etwa ein Drittel verlängert werden kann.
  • Beheizt wird das ganze Gebäude durch eine moderne Gastherme mit energiesparender Fußbodenheizung in den Büros und Deckenstrahlplattenheizungen in der Halle.
  • Die hohen Fenster in den Büros und die Fensterbänder im Hallendach sparen durch viel Tageslicht Beleuchtungskosten.
  • Die für die Präzisionsarbeit in der Halle vorgesehene Kühlung wurde bislang auch an den heißesten Tagen nicht benötigt: Querlüften genügt auch hier und sorgt, wie in den Büros, für ein angenehmes Klima.

Ganz im Gegensatz zu viel zu vielen traurigen Baugeschichten ist zwischen dem Ehepaar Dages und dem Freyler-Team beim Bauen offensichtlich eine Freundschaft entstanden. Würden Erwin und Marita Dages etwas ändern wollen? "Ändern nicht, aber vielleicht ergänzen", sagt der Bauherr. "Wir überlegen gerade, ob wir die Fassade bei Nacht mit einer Außenbeleuchtung zum dauernden, funkelnden Signal machen."

Bautafel:

  • Bauherr: Kematec Kellereitechnik GmbH,
    geschäftsführender Gesellschafter Erwin Dages
  • Standort: Teningen, Brühlstraße 11
  • Bürogebäude: zweigeschossig, 650 m² Nutzfläche
  • Produktionshalle: 800 m² Nutzfläche
  • Bauweise Bürogebäude: Stahlbetonkonstruktion
  • Bauweise Halle: Horizontal verlegte Sandwich-Elemente mit mikroprofilierter Alu-Schicht
  • Glasfassade Eingang: Freyler Metallbau
  • Vordach: Freyler Stahlbau
  • Planung, Konstruktion, Erstellung und Bauleitung: FREYLER Industriebau GmbH

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