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Laserbehandlung schmückt Glasoberflächen

(3.11.2008) Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) nutzt Laserstrahlung, um Oberflächen von Glasscheiben zu strukturieren. Dabei können Teilbereiche mattiert beziehungsweise aufwändige Dekors direkt auf die Scheibe gebracht werden. Die Laserbearbeitung verspricht im Vergleich zu chemischen Ätzverfahren oder Sandstrahlen gleich mehrere Vorteile.


Großflächige Mattierungen auf Flachglas, wie unter anderem in der Architektur verlangt, werden derzeit entweder mit Flusssäure oder durch Bestrahlen mit geeigneten Granulaten hergestellt. Handling, Aufbereitung und Entsorgung der zum Teil umwelt- und gesundheitsschädigenden Stoffe binden erhebliche Ressourcen in der Produktion. Für das Mattieren lokal begrenzter Teilbereiche oder Dekors werden außerdem Einwegabdeckfolien eingesetzt, die für den jeweiligen Anwendungsfall speziell hergestellt werden müssen.

Das LZH setzt stattdessen auf Laserstrahlung. Der Laserstrahl wird über einen Scannerspiegel auf die Glasscheibe umgelenkt, wobei die Glasoberfläche lokal begrenzt verdampft. So entstehen Mikrostrukturen auf dem Glas. Je nach Strukturdichte erscheint die Glasoberfläche für das menschliche Auge von teiltransparent bis vollkommen opak. Mithilfe dieses Systems kann mit sehr hohen Geschwindigkeiten jedes beliebige Muster auf der Bauteiloberfläche abgebildet werden, ohne Chemikalien, ohne Granulate und ohne Abdeckfolien.

Prinzipiell sind alle Glassorten, also auch ESG, für diesen Prozess geeignet. Gewünschte Dekorelemente können in Form von Bildern oder als Konstruktionszeichnungen von der Scannersoftware verarbeitet und ohne aufwändige Folien direkt auf der Glasoberfläche erzeugt werden. Eine weitere Anwendung dieses Verfahrens ist das Umschmelzen bereits strukturierter Flächen. So können unter anderem konventionell mattierte Oberflächen mithilfe des Lasers lokal begrenzt umgeschmolzen werden, so dass die bearbeitete Fläche wieder transparenter erscheint.

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