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TECElogo: Stecken anstatt Löten oder Pressen ... mit 4 PS getestet

(21.11.2008) Bei TECE ist man sich sicher: Die Zukunft der Haustechnik liegt in schnellen, werkzeuglosen Systemen. Noch vor wenigen Jahren wäre ein Steckverbinder-System kein Thema gewesen - die Praktiker vertrauten nur ihren klassischen Verarbeitungsmethoden. Kostendruck sowie neue Werkstoffe und Technologien führten jetzt aber in der Sanitär- und Heizungsinstallation zu einem Umdenken: Das Stecken - im Elektrohandwerk schon lange Standard - werde den SHK-Markt revolutionieren. Dazu beitragen soll das werkzeuglose Steckverbinder-System TECElogo, das am 13.11. im Rahmen eines Pressegespräches demonstrativ mit vier Pferdestärken getestet wurde.

Mit TECElogo bietet der Haustechnik-Spezialist TECE ein Stecksystem, für dessen Verarbeitung nur eine Rohrschere und ein Kalibrierdorn nötig sind. Die eigens dafür entwickelten Verbundrohre können von Hand gebogen werden und bleiben biegestabil. Die weiß ummantelten Rohre sind unauffällig und deshalb für die Vor-der-Wand-Verwendung geeignet.

Dreh- und Angelpunkt des Systems ist ein neu entwickelter, kompakter Fitting, der aus nur drei Bauteilen besteht. Herzstück ist eine Kunststoff-Kralle, die sich beim Stecken mit dem Rohr verkrallt, ohne es zu beschädigen. Das ist wichtig für ein besonderes Alleinstellungsmerkmal des TECE-Systems: Die sichere Verbindung zwischen Rohr und Fitting lässt sich bei Bedarf mit einem Demontageschlüssel auch wieder lösen (Bild rechts). Sowohl Rohr als auch Fitting sollen dabei wiederverwendbar bleiben.

Die Fittings bestehen aus dem Hochleistungskunststoff Polyphenylsulfon (PPSU) oder entzinkungsarmem DR-Messing - für den Trinkwassereinsatz bestens geeignete Werkstoffe. Die verwendeten Kunststoffe seien temperaturbeständig und schlagfest. TECElogo gibt es in den Dimensionen 16, 20 und 25 mm. Also in den Standarddimensionen für die Heizungs- und Sanitärinstallation in Ein- und Zweifamilienhäusern sowie für die Etagen-Verteilung.

Die Verarbeitung selber ist leicht:

  • Das Rohr wird mit der Rohrschere abgelängt und in den Fitting eingesteckt.
  • Durch ein Sichtfenster kontrolliert der Verarbeiter die Einstecktiefe.
  • Ist das Rohr bis zum Anschlag gesteckt, greift die Kralle: Jetzt ist die Verbindung Rohr/Fitting dauerhaft stabil. Ein zusätzliches Verpressen ist nicht nötig.

TECE testet TECElogo-Steckverbinder mit vier Pferdestärken

Bei einem Pressegespräch am 13. November im münsterländischen Emsdetten wagte Haustechnikspezialist TECE einen Blick in die Zukunft der Rohrverbinder-Technik. Anhand des eigenen Steckverbinder-Systems für die Sanitär- und Heizungsinstallation präsentierte TECE erste Erfahrungen von Anwendern in der Praxis und demonstrierte in einem besonderen Belastungstest die Stabilität einer einmal gesteckten TECElogo-Verbindung:

Nach dem Löten metallischer Rohrsysteme kam das Pressen axialer und radialer Verbindungen von Kunststoffrohren. "Diese Techniken wird es künftig auch weiterhin geben", meint Olaf Altpost, Produktmanager Rohr bei TECE, "daneben entwickelt sich jedoch mit den Steckverbindersystemen eine Technologie, die großes Potenzial für die Zukunft hat." Der Vorteil dieser Systeme: "TECE-Geschäftsführer Thomas FehlingsSie brauchen keine Pressewerkzeuge und sind besonders einfach zu handhaben. Montagefehler sind dabei nahezu ausgeschlossen." TECE-Geschäftsführer Thomas Fehlings (Bild rechts) ergänzt: "Seine Lösbarkeit bei gleichzeitiger Stabilität der einmal gesteckten Verbindung macht TECElogo zu einem sicheren und flexiblen System."

Der geringe Aufwand bei der Montage bringe außerdem eine Zeitersparnis gegenüber herkömmlichen Verbindungen mit sich, die für den Handwerker vor allem im Objektbau einen enormen Wettbewerbsvorteil bedeute. Trotz der unkomplizierten Technik werden, so Altepost, die TECE Steckverbindersysteme nicht im Baumarktregal landen, sondern exklusive Profi-Systeme des SHK-Handwerks bleiben.

Einer der ersten Anwender des Steckverbindersystems TECElogo war Ludger Sieve, Handwerksmeister aus Lohne. Bei dem Pressegespräch in Emsdetten berichtete er über die Sanitär- und Heizungsinstallation mit TECElogo in einer Seniorenresidenz. Die Montage verlief demnach reibungslos. Sieve und seine Mitarbeiter zeigten sich von dem TECE-System restlos überzeugt: "Die werkzeuglose, schnelle Montage und die daraus resultierende Zeitersparnis von 30 bis 40 Prozent sind für mich ein eindeutiger Wettbewerbsvorteil", so der Handwerksunternehmer.

Auch in puncto Sicherheit und Stabilität sieht TECE die Steckverbinder den Press-Systemen ebenbürtig. Mit einem spektakulären Experiment versuchten die Emsdettener auf der Presseveranstaltung diesen Aspekt in einem Experiment bildlich darzustellen. Der Versuchsaufbau hatte ein berühmtes Vorbild: 1657 saugte der Magdeburger Otto von Guericke die Luft aus zwei zusammengefügten Halbkugeln, spannte je acht Pferde in entgegengesetzter Richtung an und ließ sie mit voller Kraft an den Kugeln ziehen. Wie von Guericke erwartet, konnten die Halbkugeln trotz des Einsatzes mehrfacher Pferdestärken nicht auseinandergerissen werden, denn der Luftdruck, der auf die Kugel mit dem Vakuum wirkte, war stärker.


Nahsicht auf das Ergebnis des zweiten Versuches mit Norwegischen Fjord-Pferden: Der Fitting ist heil, nur das Rohr ist gerissen. (Bild vergrößern)

Diese Möglichkeit, eine feste Verbindung nachzuweisen, nahm sich TECE zum Vorbild und verpflichtete mit Tobias Bücker einen Spezialisten der deutschen Pferdesportszene als Versuchsleiter. Bücker ist mehrfacher Weltmeister, Europameister und Deutscher Meister im Gespannfahren. Mit einer speziellen Deichsel, welche die Zugkräfte, die auf das Rohr einwirken, gleichmäßig verteilen sollte, spannte Bücker an den Rohr-Enden zunächst je zwei Ponys an und ließ sie mit voller Kraft ziehen. Die Steckverbindung blieb stabil. Beim zweiten Versuch mit vier Norwegischen Fjord-Pferden, die jeweils etwa 600 Kilogramm auf die Waage bringen, hielt die gesteckte Verbindung des TECElogo-Systems ... aber das Kunststoffrohr riss letztendlich.

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