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Qualität und Funktionsfähigkeit von Injektionsmittel-Horizontalabdichtungen

(15.12.2008) Ein neues Prüfverfahren, mit dem der Zustand nachträglich hergestellter Injektionsmittel-Abdichtungen gegen den vertikalen Wasseraufstieg auf der Basis von Materialentnahmen entweder grafisch oder per Nachweisrechnungen überprüft und quantitativ bewertet werden kann, hat Prof. Dr. Dr. Helmuth Venzmer der Fachwelt im Rahmen der 19. Hanseatischen Sanierungstage vorgestellt. Dieses Bewertungsverfahren ist unter Mitarbeit von Partnern der TU Charkiw/Ukraine als Folge eines europäischen und eines im Land Mecklenburg-Vorpommern geförderten Forschungsvorhabens entstanden.

Hintergrund dieses Verfahrens sind Schädigungen aufgehender Mauerwerke durch den Einfluss aufsteigender Feuchtigkeit. Zum nachträglichen Schutz werden vielfach Injektionsmittel eingesetzt, die die Funktion zu erfüllen haben, innerhalb einer sehr begrenzten Abdichtungsebene das Wasseraufnahmevermögen von Mauerwerken (Ziegel und Fugenmörtel) von "stark saugend" auf "wasserabweisend" zu reduzieren. Es soll damit eine undurchlässige Abdichtungsebene geschaffen werden. Dies kann einerseits wegen der baulichen Gegebenheiten und andererseits wegen unzureichender Sanierungsdurchführungen nicht immer vollkommen gelingen und ist daher vielfach Ausgangspunkt für erhebliche Meinungsunterschiede. Diese kommen auch dadurch zustande, dass es bislang keine verbindlichen Regelungen dafür gab, wie eine notwendige Prüfung vorgenommen werden sollte. Die Auffassungen der Beteiligten gingen dabei weit auseinander. Jeder kam bei der Beurteilung zu anderen Ergebnissen und Schlussfolgerungen.

Der neue Lösungsvorschlag ist aus den Forschungsvorhaben gemeinsam mit verschiedenen Herstellern aus der Baustoffindustrie und mehr als zehn Praxispartnern aus dem Bautenschutzgewerbe hervorgegangen. Es wurde erfolgreich an verschiedenen Probeflächen des Thormann-Speichers in der Hansestadt Wismar angewendet und soll nun im Rahmen einer Arbeitsgruppe zum Standard im Rahmen eines ingenieurtechnischen Merkblatts erhoben werden.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an Prof. Dr. Dr. Helmuth Venzmer per E-Mail an helmuth.venzmer@hs-wismar.de.

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