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Lehde: Industriehallen energiesparend bauen

  • Zuschüsse von der Kfw sind möglich
  • Ältere Produktionshallen sind oft nicht gedämmt

Johannes Lehde, Juniorchef des Generalunternehmers und der Betonfertigteilspezialilsten J. Lehde GmbH(15.12.2008) Mit der richtigen Hallendämmung könnten Unternehmen viel Heizenergie und damit Kosten einsparen. Produktionsunternehmen verbrauchen in der Regel mehr Heizgas als Produktionsgas. Den Grund kennt Johannes Lehde, Juniorchef des Generalunternehmers und der Betonfertigteilspezialilsten J. Lehde GmbH aus Soest (Westfalen): "Vor allem alte Firmenhallen, die für reine Produktionsarbeiten angelegt wurden, sind nicht richtig isoliert. Sie bestehen meist nur aus dünnen, gedämmten Wänden. Da geht natürlich wahnsinnig viel Wärme und Energie verloren. Eine riesige Kostenfalle also." Betroffen seien bereits Gebäude, die wenig älter als zehn Jahre sind. Johannes Lehde: "Damals waren Energieeinspargesetz und die Energieeinsparverordnung noch nicht so ausgereift wie heute. Die Gesetze sind in den letzten Jahren immer wieder novelliert worden und um technische Regeln und Normen ergänzt worden."

Heute stehe das Thema Energiesparen bei Neubauten oder Gebäudesanierungen immer an erster Stelle, so Johannes Lehde. "Architekten oder speziell ausgebildete Wärmeschutzbeauftragte machen Vorgaben, wie Wärme isolierend das jeweilige Gebäude gebaut werden muss." Zumal Mittelständler dafür entsprechende Finanzierungshilfen erhalten können. Die KfW Mittelstandsbank mit Sitz in Frankfurt am Main zum Beispiel bietet so genannte gewerbliche Umweltschutzfinanzierungen an. Beantragt werden können diese über die jeweilige Hausbank der Unternehmen.

Beim Bau neuer Hallen kommen bei der Firma Lehde stets Sandwich-Module zum Einsatz. Dabei handelt es sich um Wärme dämmende und damit energiesparende Betonfassaden. Diese mehrschichtigen, großformatigen Platten haben einen großen Wärmedurchlasswiderstand und werden von der J. Lehde GmbH schon seit längerer Zeit produziert.


Ältere Industriehallen haben Bestandsschutz und müssen trotz Energieeinspargesetz nicht einfach abgerissen werden. Dennoch könnten die Außenwände der Firmengebäude nachträglich saniert werden. Zum Beispiel mit Wärme dämmenden Verbundsystemen. Dazu Christian Trost, Architekt und Projektleiter bei der J. Lehde GmbH: "Ob und wann sich Investitionen lohnen, kommt auf die jeweilige Halle an. Individuell müssen natürlich Bestandsaufnahmen vorgenommen und Kosten-Nutzen-Rechnungen erhoben werden." Im Allgemeinen würden sich Sanierungsmaßnahmen aber immer lohnen.

Durch ungedämmte Arbeitsplätze wird übrigens nicht nur unnötig viel Energie verbraucht. Die Folgen reichen viel weiter. Allein die gestiegenen Rohstoffpreise können Existenz gefährdend sein. Davon sind in erster Linie mittelständische Unternehmen betroffen. Sie stehen aufgrund der Mehrkostenbelastung schnell vor dem finanziellen Ruin. Laut einer Befragung durch das Wirtschaftsunternehmen Creditreform, bedrohe die Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen die Existenz von rund 51.000 deutschen Unternehmen. Ende des ersten Halbjahres hätten 1,5% von 4000 mittelständischen Unternehmen angegeben, wegen der hohen Kostenbelastung bereits vor der Geschäftsschließung zu stehen. Hochgerechnet auf den gesamten Mittelstand in Deutschland entspreche das einer Zahl von 51.000 Unternehmen, so Creditreform.

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