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IG BAU fordert 6 Prozent mehr Lohn für Bauarbeiter

(25.1.2009; am 23.5.2009 upgedatet) Wie bereits im Bauletter (Baulinks-Newsletter) vom 23.1. angerissen,  hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) für die rund 700.000 Bauarbeiter, Angestellten und Auszubildenden am Bau 6 Prozent mehr Geld gefordert. Das hat die Bundestarifkommission der IG BAU für die Tarifrunde 2009 im Bauhauptgewerbe beschlossen. "Das Baugewerbe hat sich von den Krisenjahren erholt. Es wird dank des Konjunkturprogramms der Bundesregierung stabil bleiben. 18 von 50 Milliarden Euro sind für die Bauwirtschaft bestimmt", erklärte IG BAU-Vorsitzender Klaus Wiesehügel. Die Gewinne in der Bauwirtschaft seien zudem in den letzten Jahren kräftig gestiegen, die Einkommen der Beschäftigten aber real gesunken. Deshalb seien 6 Prozent mehr als gerechtfertigt.

"Für harte körperliche Arbeit muss entsprechend gezahlt werden, sonst darf sich niemand wundern, wenn zunächst die Auszubildenden und dann die Facharbeiter fehlen", betonte Wiesehügel weiter. In der Rangfolge der Bruttojahresverdienste stehe der Bau nach den harten Krisenjahren nur noch an 21. Stelle. Ein Facharbeiter erhält zurzeit 15,48 Euro im Westen und 13,80 Euro im Osten. Die IG BAU strebt außerdem die Angleichung der Ost- an die Westlöhne an.

Reaktion der Arbeitgeber

Unmittelbar nach Bekanntwerden der Forderungen der IG BAU für die Tarifverhandlungen für das deutsche Baugewerbe hat der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, ZDB-Vizepräsident Frank Dupré, dazu Stellung genommen: "Die Forderung der IG BAU ist in Anbetracht der wirtschaftlichen Unsicherheit und der noch unklaren Auswirkungen des Konjunkturpaketes als völlig überzogen zurück zu weisen. Die von der Gewerkschaft behaupteten Gewinnsteigerungen der letzen Jahre entbehren leider jeglicher Grundlage. Auch kann in Anbetracht der Tariferhöhungen der vergangenen beiden Jahre nicht von einem Reallohnverlust gesprochen werden. Die IG BAU hat mit ihrer höchsten Lohnforderung seit 14 Jahren damit unerfüllbare Erwartungen geweckt."

Für die Arbeitgeber des Baugewerbes soll die Wettbewerbsfähigkeit der tarifgebundenen und tariftreuen Betriebe gegenüber nicht verbandsgebundenen Betrieben sowie gegenüber grauer und schwarzer Konkurrenz im Vordergrund der Tarifrunde stehen. Die Sicherung der Arbeitsplätze und der Wettbewerbsfähigkeit müssten Vorrang vor Einkommensverbesserungen haben.

Darüber hinaus werde in der Tarifrunde 2009 für das Baugewerbe der unterschiedlichen wirtschaftlichen Situation in den einzelnen Gewerken (Hochbau, Ausbau, Tiefbau) und in den einzelnen Regionen der Bundesrepublik Deutschland Rechnung getragen werden müssen. "Wir verhandeln bundesweit mit einer Verhandlungskommission, in der alle Regionen vertreten sind und streben einen Tarifabschluss unter Berücksichtigung der regionalen Erfordernisse an", erklärte dazu Dupré.

Die tarifpolitische Gesamtsituation wollen die Arbeitgeber des Baugewerbes durch die Schaffung bundesweit neuer Tarifstrukturen verbessern. Mögliche Einkommensverbesserungen der Arbeitnehmer sollen sich vorrangig an dem Grundsatz "mehr netto" orientieren.

Update vom 23.5.2009

Verhandlungsauftakt war der 5. März 2009. Aber die Verhandlungen mußten in die Schlichtung gehen: Nach einem Verhandlungsmarathon, der am 22. Mai um 10.00 Uhr begann und weit über Mitternacht hinaus andauerte, sind die Schlichtungsverhandlungen unter Vorsitz des Bundesministers a.D. Wolfgang Clement als unparteiischem Vorsitzenden für die rund 700.000 Beschäftigten im Bauhauptgewerbe mit einem Schlichtungsspruch in der Nacht beendet worden - siehe Beitrag "Tarifverhandlungen am Bau sind nach Schlichtung beendet".

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