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Somfys Konzept der Bioklimatischen Fassade

(14.2.2009, R+T-Bericht) Der neue Somfy-Ansatz einer bioklimatischen Fassade stellt die Bedürfnisse der Gebäudenutzer bei der Gestaltung der Außenhülle in den Vordergrund. Gleichzeitig berücksichtigt er die gesellschaftliche Forderung nach Umweltschutz durch Energieeinsparung. Die Umsetzung erfolgt dabei durch drei wesentliche Bausteine:

  • natürliche Belüftung,
  • dynamische Isolierung und
  • Tageslichtmanagement

... auf Basis einer Steuerung von Fenstern und Sonnenschutz. Eine Broschüre informiert umfassend über das intelligente Fassadenkonzept.

Alle Welt spricht von energiesparender Beleuchtung oder kostensparender und umweltschonender Heiztechnik. Doch warum nicht die Quelle nutzen, die uns kostenfrei und in großen Mengen Licht und Energie liefert? Jeden Tag erhält die Erde von der Sonne das Zehntausendfache an Energie, die der Mensch heute produziert - und das sauber und ohne Belastungen für die Umwelt. Mit dem Konzept der bioklimatischen Fassaden lassen sich solares Licht und solare Wärme für das Leben und Arbeiten in Gebäuden nutzbar machen. Auf diese Weise werden die laufenden Kosten für künstliche Beleuchtung, Heizung und Kühlung reduziert, die Umwelt wird geschont und das Wohlbefinden der Menschen verbessert sich.

Mensch im Mittelpunkt

Ein nutzerorientiertes Fassadenmanagement kann nur funktionieren, wenn viele unterschiedliche Faktoren in Betracht gezogen werden. Allem voran stehen die Erfordernisse der Menschen, die im Gebäude leben und arbeiten. Um für ein optimales Raumklima zu sorgen, ist es entscheidend zu wissen, welchen Beschäftigungen die Nutzer nachgehen und welches typische Verhalten sie an den Tag legen. Denn Menschen in Lateinamerika nutzen aufgrund ihrer Traditionen und kulturellen Regeln ein Gebäude unter Umständen anders als beispielsweise in europäischen oder asiatischen Ländern üblich.

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Mit einer intelligenten Sonnenschutzsteuerung lässt sich der Kühlbedarf eines Gebäudes um bis zu 80 Prozent, der Heizenergiebedarf um bis zu zehn Prozent verringern. (Quelle: ES-SO Studie, Berlin 2005; Motiv: EDF-Gebäude, Mulhouse / Frankreich, Architekten: Jodry Sarl / agence Morin & Ass.)

Weitere Einflussfaktoren auf die klimatischen Verhältnisse im Gebäude sind die Arten Nutzung (zum Beispiel als Büro, Hotel etc.), der Fassadenkonstruktion (Doppelhautfassade, Vorhangfassade etc.) sowie die Verglasung (Beschichtung, Zwischenraumfüllung und -breite). Sie beeinflussen sowohl die Licht-, als auch die Wärme und Luftdurchlässigkeit. Zudem sind Städte aufgrund ihrer Emissionsausstöße und geografischen Lage mikroklimatische Kosmen, die individuelle Charakteristiken in puncto Temperatur und Luftqualität aufweisen. Auch das muss bei der Steuerung von Licht, Lüftung und Temperatur in Gebäuden berücksichtigt werden. Sind all diese Faktoren in ihrem Zusammenspiel in Betracht gezogen worden, lässt sich die Sonnenschutztechnik genau darauf abstimmen und beste raumklimatische Bedingungen sind erreichbar.

Lichtmanagement für gesundes Leben und Arbeiten

Dass natürliches Licht gerade im Vergleich zu künstlicher Beleuchtung einen enorm positiven Einfluss auf Physis und Psyche des Menschen hat, lässt sich nicht bestreiten. Da es aber in der Regel nicht 24 Stunden zur Verfügung steht, muss es durch künstliches Licht ergänzt werden. Auf welche Weise das Innere bei Tageslicht beleuchtet wird, hängt davon ab, in welcher Intensität die Sonnenstrahlen eindringen (Einflussfaktor Verglasung) und wie sie sich im Raum verteilen (Einflussfaktoren sind hier zum Beispiel Oberflächen von Einrichtungsgegenständen, die das Licht reflektieren). Letzteres verändert sich vor allem nach dem ständig variierenden Sonnenstand.


Die Lichtintensität und der Grad des Lichteinfalls wirken sich auf den Sichtkomfort aus und beeinflussen das Wohlbefinden der Menschen in Gebäuden.

Um höchsten Nutzerkomfort zu gewährleisten, ist also sicherzustellen, dass ausreichend Licht vorhanden ist, gleichzeitig aber Blendung verhindert wird. Ein Sonnenschutzsteuerungssystem, das sich automatisch nach dem Sonnenstand richtet, kann hier hohen Sichtkomfort erreichen und zugleich Energiekosten durch Nutzung der vorhandenen Menge natürlichen Lichts sparen.

Gebäudekühlung im Sommer

Sommerlicher Wohn- und Arbeitskomfort ist vor allem eine Frage der Raumkühlung. Einen wichtigen Beitrag dazu leisten externe und in die Fassade integrierte Textilbehänge oder Jalousien als Beschattungselemente, die verhindern, dass sich Räume zu sehr aufheizen. Sie können permanent, saisonal oder variabel eingesetzt werden. Ein Sonnensensor aktiviert die Screens automatisch, wenn der vorher definierte Temperaturgrenzwert überschritten wird. Verbunden mit einem intelligenten Lüftungssystem sowie anderen Komponenten zur Luftkühlung wie Wasserspielen oder Pflanzen lassen sich so die hohen Kosten zum Betrieb von Klimaanlagen stark verringern. In vielen Fällen ersetzt die natürliche Kühlung Klimaanlagen sogar komplett.

Dynamische Isolierung

Die dritte Aufgabe, die bioklimatische Fassaden erfüllen sollen, ist die Wärmespeicherung solarer Energie im Winter und deren gleichmäßige Verteilung im Gebäude. Eine automatische Rollladen- und Sonnenschutzsteuerung trägt dazu bei, dass tagsüber große Mengen an Sonnenwärme in den Innenbereich gelangen und die Energie nachts nicht so schnell wieder nach außen abgegeben wird.

Informationen zum nutzer- und umweltfreundlichen Fassadenkonzept von Somfy bietet die Broschüre "Bioclimatic Façades" auf 68 Doppelseiten. Sie ist in englischer(!) Sprache und kann per E-Mail an Christiane.HODLER@somfy.com kostenlos bezogen werden.

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