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"Effizienzhaus" - Neues Qualitätssiegel für Wohngebäude

(29.3.2009) Energieeffiziente Häuser soll man dank des neuen Siegels "Effizienzhaus" in Zukunft auf einen Blick erkennen können. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat das Label zusammen mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und der KfW entwickelt. dena-Geschäftsführer Stephan Kohler verspricht: "Ein Haus mit 'Effizienzhaus'-Siegel spielt energetisch auf jeden Fall in der ersten Liga - egal ob es ein sanierter Altbau oder ein Neubau ist".

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v.l.n.r. Minister Wolfgang Tiefensee, Thomas Kwapich (dena), Wolfgang Kroh (KfW)

Ein am Gebäude befestigtes Hausschild mit dem „Effizienzhaus“-Logo soll künftig die besondere Qualität eines Gebäude anzeigen, denn: „Bei Miet- und Kaufinteressenten wie auch bei Bauherren steigt die Nachfrage nach hoch energieeffizienten Häusern massiv an. Mit dem neuen ,Effizienzhaus‘-Label wollen wir diese Häuser besser sichtbar machen.“ Der dena-Chef ist überzeugt, dass dieses Angebot sowohl von Verbrauchern als auch von gewerblichen Marktakteuren gut aufgenommen wird. „Verbraucher können an Hand des Labels energieeffiziente Häuser erkennen und sich darauf verlassen, dass der Energiebedarf sehr niedrig ist. Bauträger oder Wohnungsunternehmen wiederum können ihre "Effizienzhäuser" mit dem Label besser vermarkten“, so Kohler weiter.

ab 1.4.2009: KfW-Förderstufen mit „Effizienzhaus“-Bezeichnung

Darüber hinaus soll sich aus der Verzahnung des neuen Labels mit der KfW-Förderung für energieeffizientes Bauen und Sanieren ein wichtiger Schritt für mehr Einheitlichkeit am Markt ergeben. Entsprechend werden die einzelnen Förderstufen, der ab dem 1. April 2009 erneuerten KfW-Förderung, die Bezeichnung „Effizienzhaus“ tragen. Zur Sicherung der energetischen Qualität der Effizienzhäuser geht die dena noch ein Stückchen weiter: „Wer das Effizienzhaus-Siegel für sein Haus haben möchte, muss die energetische Qualität durch einen qualitätsgesicherten Energieausweis in einem von der dena standardisierten Verfahren bestätigen“, betont Kohler. Das bedeutet: Jedes Haus wird nach Sanierung bzw. Fertigstellung durch einen qualifizierten Fachmann vor Ort begutachtet und die Energieeffizienz wird in einem standardisierten Verfahren bewertet. Will beispielsweise ein Bauträger seine Häuser bereits vor dem Bau als „Effizienzhäuser“ bewerben, muss er zusichern, diesen Prüfprozess zu absolvieren.

KfW-Effizienzhäuser dürfen den Jahresprimärenergiebedarf und Wärmeverlust eines entsprechenden Neubaus nach der Energieeinsparverordnung 2007 nicht überschreiten (KfW-Effizienzhaus 100). Beim KfW-Effizienzhaus 70 müssen diese Werte um mindestens 30 Prozent unterschritten werden.

ab 1.10.2009: „Effizienzhaus“ in der Energieeinsparverordnung

Die dena will das „Effizienzhaus“-Label zum Inkrafttreten der neuen Energieeinsparverordnung auf den Markt bringen - voraussichtlich zum 1. Oktober 2009.

Querverweis: Bekannt ist die Marke „Effizienzhaus“ bereits aus dem gleichnamigen Bauherrenwettbewerb, den die dena, das Bundesbauministerium und die KfW zusammen mit dem Bundesverband deutscher Fertigbau und Yello Strom ausgeschrieben haben - siehe Beitrag "Wettbewerb um die besten Energieeffizienzhäuser gestartet" vom 22.12.2008.

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