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Dezentrale Zu- und Ablufttechnik von Emco mit Latentwärmespeicher

(30.4.2009; ISH-Bericht) Bereits auf der ISH 2007 hatte Emco ein Pilotprojekt vorgestellt, das Lüftungsgeräte mit Latentwärmespeichern kreuzt. Auf der ISH 2009 wurde der Hersteller aus Lingen an der Ems nun konkreter: Zu den wesentlichen Bestandteilen des neuen Produktes gehören das Schalldämmlüftungsgerät emcovent ECO50 sowie ein PCM-Modul (PCM = Phase Change Materials). Damit werden ...

  • ein kontrollierter, schallgedämmter und gefilterter Luftaustausch sowie
  • eine aktive Raumkühlung direkt über die Außenluft ...

... mit lediglich einem kompakten, dezentralen Brüstungsgerät möglich. Durch den Einsatz natürlicher Nachtkälte für die Gebäudeklimatisierung sowie integrierter Wärmerückgewinnung stellt sich das System als besonders umweltfreundlich und energieeffizient dar - zumal es gänzlich unabhängig von mechanischer Kälteerzeugung und zentralen Abluftsystemen arbeitet. Es empfiehlt sich für den Neubau ebenso wie zur Nachrüstung sowohl im Objekt- als auch Privatbereich.


Das PCM-Modul besteht aus parallel angeordneten, mit Paraffin infiltrierten Graphit-Trägerplatten. Der Schmelzpunkt des als Speichermedium eingesetzten Paraffins liegt zwischen 20 und 22 °C. Das Konzept nutze die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht zur Kühlung der Räume. Die Regeneration des Speichers erfolgt nachts, indem das Paraffin die tagsüber gespeicherte Wärme an die kühle Außenluft abführt und dabei vom flüssigen in festen Zustand wechselt. Ein Zuluftvolumenstrom von bis zu 300 m³/h unterstützt diesen Vorgang und durchströmt mit Hilfe eines EC-Querstromventilators die Graphit-Trägerplatten. Gleichzeitig wird der kühle Außenluftstrom über eine Ausblasvorrichtung in den Raum geleitet und sorgt dort für eine nächtliche Temperaturabsenkung. Die Entstehung eines Überdrucks werde dabei durch eine integrierte Überströmöffnung vermieden.

Tagsüber schaltet das PCM-Modul auf Sekundärluftbetrieb. Sobald die Innentemperatur 26 °C überschreitet, wird die warme Raumluft vom Querstromventilator angesaugt, über die regenerierten Speicherplatten geführt und abgekühlt wieder in den Raum eingebracht. Das Gerät ist auf Kühlleistungen von bis zu 50 W/m² ausgelegt, was einem Bedarf eines Raumrasters von etwa 6 m² Grundfläche entspricht.


Für die Sicherstellung des notwendigen Luftwechsels ist das über dem PCM-Modul angebrachte Schalldämmlüftungsgerät verantwortlich. Ein Luftvolumenstrom von bis zu 120 m³/h wird mit Hilfe von zwei EC-Radialventilatoren zu- bzw. abgeführt. Der integrierte Kreuzstromplattenwärmetauscher kühlt dabei die warme Außenluft bereits vor und erhöht damit die Nutzungsdauer des PCM-Moduls. Die Reinigung der Zuluft erfolgt standardmäßig über eine F7-Filtereinheit. Optional kann das Lüftungsgerät, das mit den Hygiene-Anforderungen der VDI-Richtlinie 6022 konform sei, auch mit Aktiv-Kohle-Filter ausgerüstet werden.

Im Winter bleibt das PCM-Modul in der Regel abgeschaltet. Es erfolgt ein separater Betrieb des Schalldämmlüftungsgerätes. Für die Beheizung der zugeführten Außenluft ist dann ein unterhalb des Speichermoduls angebrachter Wärmetauscher zuständig. Das Kupfer-Aluminium-Heizregister benötigt einen Warmwasseranschluss und kann an das vorhandene Heizsystem angebunden werden. Die Ansteuerung und Abstimmung der einzelnen Funktionen im Gerät übernimmt eine Raumtemperaturregelung mit integrierter Frostschutzsicherung. Das Auswahlspektrum reicht hier ...

  • von einfacher Ein- und Ausschaltfunktion
  • über auf das Nutzerverhalten abgestimmte Zeitprogramme
  • bis hin zur Anbindung in die zentrale Gebäudeleittechnik.

Ein Klappenmodul, das zwischen dem Schalldämmlüftungsgerät und dem PCM-Modul angebracht ist, vereint die jeweiligen Zu- und Abluftführungswege der einzelnen Komponenten an gemeinsamen Anschlussöffnungen in der Fassade. Dies soll die Anzahl der notwendigen Außenanschlüsse minimieren und die Montage des Gerätes wesentlich erleichtern.

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