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Brandschutz-Prüfungen sind die beste Vorbeugung

<!---->(24.7.2009) Jahr für Jahr wird in Deutschland ein volkswirtschaftliches Vermögen von mehreren Milliarden Euro durch Feuer vernichtet. Ein größerer Teil der baurechtlichen Bestimmungen bezieht sich deshalb auf Brandschutz. Denn im Schadensfall entstehen nicht nur ein großer wirtschaftlicher Schaden, sondern auch eine unmittelbare große Gefahr für Mensch und Umwelt und die Frage nach der Haftung. Es lohnt sich daher, Baustoffe und Bauteile systematischen Brandschutzprüfungen zu unterziehen.

"Wir sind verantwortlich für das was wir tun, aber auch für das, was wir nicht tun", schrieb Voltaire. Dies gilt in besonderem Maße für den baulichen Brandschutz. Im bauordnungsrechtlichen Sinne dient der vorbeugende Brandschutz vorrangig dem Schutz von Leib und Leben, der Umwelt und der öffentlichen Sicherheit sowie als Voraussetzung für eine wirksame Brandbekämpfung. Im privatrechtlichen Sachschutz sind häufig die Anforderungen maßgeblich, die der Sachversicherer an die Ausführung des Gebäudes bzw. seiner technischen Anlagen stellt. Die Kosten für die Sachversicherung verhalten sich dann häufig umgekehrt proportional zu den Aufwendungen für den baulichen und gebäudetechnischen Brandschutz. "Die baulichen Brandschutz-Maßnahmen in Gebäuden sind sehr vielfältig und reichen von den verwendeten Baustoffen und Bauteilen über den bautechnischen Brandschutz in Industriebauten, die Fluchtwegplanung bis hin zu Löschanlagen in Gebäuden", erläutert Dipl.-Ing. Thomas Hübler von der Materialprüfanstalt Dresden, einem einzigartigen Kompetenzzentrum für Brandschutz.

Bauliche Maßnahmen müssen vor allem folgende Aspekte berücksichtigen:

  • Brandverhalten von Baustoffen,
  • Feuerwiderstand der Bauteile,
  • Aufteilung der Gebäude in Brandabschnitte durch Brandwände und -schutztüren,
  • Fluchtwegplanung und
  • aktive Brandbekämpfung durch Sprinkler.

Im Zuge der immer stärkeren Globalisierung und fortführenden Harmonisierung der europäischen Normensetzung auch für Bauprodukte ist derzeit ein Wandel deutlich spürbar. Der bisherige Zwang, Hersteller zur Prüfung ihrer Produkte bei unabhängigen Prüfinstituten zur verpflichten, wird durch die eigenverantwortliche Haftung der Hersteller im Rahmen von Konformitätsbestimmungen ersetzt.


Fußbodenprüfstand

Es hat sich aber herausgestellt, dass kleine und mittlere Hersteller kaum noch in der Lage sind, sowohl den Überblick über die zutreffenden europäischen Regelungen zu behalten als auch die entsprechenden technischen Ausrüstungen vorzuhalten und immer auf dem aktuellen technischen Stand zu halten. Das trifft besonders auf den baulichen Brandschutz als sicherheitsrelevante Eigenschaft von Baustoffen und Bauteilen zu. Materialprüfanstalten sind als Dienstleister wichtige Ansprechpartner für alle Unternehmen, die Beratungs-, Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsleistungen im Bereich des Brandschutzes im Bauwesen benötigen. Um das zu untermauern, wurde bei der MPA Dresden ein - laut eigener Einschätzung - in seiner Art in Europa einzigartiger Multifunktionsprüfstand zum Nachweis des Brandverhaltens entwickelt und realisiert. Damit sollen besonders zuverlässige Brandschutztests möglich sein.

Weitere Informationen zum baulichen Brandschutz können per E-Mail an MPA Dresden angefordert werden.

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