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Erster Kunstrasenplatz mit Neopolen P in Deutschland

(8.8.2009) Das städtische Hans-Walter-Wild-Stadion, Spielstätte des Bayernligisten Spielvereinigung Bayreuth, hat den ersten Fußballplatz in Deutschland, der mit Kunstrasen der Schweizer Firma XL Turf ausgestattet ist. Unter den grünen Rasenfasern sind mehrere hundert Platten aus Neopolen P, dem expandierten Polypropylen (EPP) der BASF, als energieabsorbierendes Schaumstoffpolster verlegt. Die leichte, zwanzig Millimeter dicke Neopolen P-Dämpfungsschicht verspricht ein sehr gutes Rückstellvermögen, was den Spielkomfort erhöht und sportbedingten Verletzungen vorbeugt. Aufgrund seines Faseraufbaus und der elastischen EPP-Trägerschicht soll der Kunstrasen langlebig, pflegeleicht und witterungsbeständig sein. Er erfülle die Anforderungen gängiger Normen und verschiedener europäischer Landesverbände.

Stabile und gelenkschonende Trägerschicht

Der Kunstrasen enthält bis zu siebenmal mehr Fasern als herkömmliche Produkte und hat eine viermal höhere Dichte. Spiralförmige Zusatzfasern, die wie Federn wirken, ermöglichen ein natürliches Rückstellen der Fasern. Bei jeder Stoßeinwirkung absorbieren zudem die etwa einen Quadratmeter großen Neopolen P-Platten unter dem Rasen die Energie und geben sie zeitlich verzögert wieder ab, wobei der Schaumstoff in seine ursprüngliche Form zurückkehrt. Es soll keine bleibenden Materialverformungen oder Brüche und somit keinen Verlust der Absorptionseigenschaften geben - verspricht die BASF. Die überwiegend geschlossenzelligen, luftgefüllten Partikel haben einen Polsterfaktor von 2,6 bis 2,8 nach der Prüfvorschrift ISO 4651 - für das menschliche Skelett gilt das als gelenkschonend.

Der XL Turf-Kunstrasen besteht ausschließlich aus Kunststoff und verzichtet auf Sand- oder Gummigranulat, das auf herkömmlichen Kunstrasenplätzen als Dämpfungsmaterial aufgebracht wird. Wie die Asche auf einem Tennisplatz verspringen die Granulate mit der Zeit, wodurch die Ebenheit des Platzes und damit seine Bespielbarkeit leiden - dann muss das Granulat gereinigt, aufgefüllt oder erneuert werden. Bei XL Turf ist das nicht nötig: bei Bedarf können einzelne Plattenteile herausgeschnitten und ersetzt werden. Im Gegensatz zum Gummigranulat und der elastischen Trägerschicht in herkömmlichen Kunstrasen lasse sich XL Turf außerdem zu 100 Prozent recyclen.

Einfache Verlegung durch Platten- und Bahnensystem

Pflege und Wartung des Rasens seien unkompliziert. XL Turf wird abgesaugt und ausgebürstet. Der Unterbau aus Neopolen P kann gereinigt oder desinfiziert werden, nehme kaum Wasser auf und sei beständig gegenüber Ölen und Chemikalien. "Gerade für Vereine im Amateurbereich bietet sich ein solcher unverfüllter Kunstrasen an", sagt Pascal Beerli, Geschäftsführer von XL Turf und Mitentwickler des Rasens. "Die deutlich geringeren Pflege-, Wartungs- und Entsorgungskosten verglichen mit verfülltem Kunstrasen entlasten Vereine und Kommunen. Aber auch für moderne Großstadien ist dieser Kunstrasen ideal. Hohe Zuschauerränge bedeuten geringen Lichteinfall und schlechte Belüftung. Der Erhalt und die Pflege von Naturrasen ist hier sehr teuer."


Der Kunstrasen von XL Turf besteht aus vorgefertigten Neopolen P-Platten und Kunstrasenbahnen. Die leichten, wie Puzzleteile geformten Platten lassen sich innerhalb von wenigen Tagen verlegen. Über diese Dämpfungsschicht werden Kunstrasenbahnen von vier Metern Breite und maximal 50 Metern Länge gerollt und je nach Kundenwunsch miteinander verklebt oder vernäht.

Bei der Entwicklung des Kunststoffrasens setzte XL Turf die von der FIFA geforderten Bespielungseigenschaften für ein optimales Naturrasenspielfeld ohne Verwerfungen, Löcher und Grasschollen um. Inzwischen sind weltweit aktuell rund 35 Plätze mit XL Turf-Kunstrasen ausgestattet. Er eigne sich auch für Hockey-, Tennis- und Spielplätze. Dicke und Dichte der Dämpfungsschicht aus Neopolen P werden der jeweiligen Anwendung angepasst.

Weitere Informationen zum Kunstrasen können per E-Mail an XL TURF angefordert werden; Infos zu Neopolen lassen sich per E-Mail an BASF SE anfragen.

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