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Schlanke passivhaustaugliche Fenster fast nur aus Polyurethan

(20.10.2009) Die beiden Polyurethan (PUR)-Systeme Baydur und Baytherm von BaySystems spielten eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Top Therm 90, einem Konzept für schlanke, hoch dämmende Fenster und Fassaden, die die Wärmeverluste gegenüber dem Stand der Technik um etwa die Hälfte reduzieren sollen.

Mit dem Top Therm 90 werden passivhaustaugliche Anforderungen bei gleichzeitiger schmaler Ansichtsbreite erfüllt. Der Uf-Wert als Maß für die Wärmemenge, die innerhalb einer Stunde durch einen Quadratmeter Rahmenfläche tritt, liegt hier bei lediglich 0,8 W/m²K.

Für die herausragenden Wärmedämmeigenschaften der nur 90 Millimeter tiefen Profile sorgt die Kombination aus dem Baytherm Polyurethan-Isolierschaum und der dünnen, wetterfesten und formstabilen Hülle aus dem Baydur Gießsystem. Damit werden steigende Anforderungen an die Wärmedämmung von Gebäuden in verschiedenen Ländern voll erfüllt, zum Beispiel die Auflagen der novellierten Energieeinsparverordnung (EnEV) in Deutschland. Außerdem verweist BaySystems auf Vorteile gegenüber der Verwendung von Aluminium und Polyvinylchlorid (PVC) - nicht zuletzt wegen der wirtschaftlicheren Produktion.

Dem Konzept liegt ein integraler Ansatz zugrunde, der Fenster und Rahmen wärmetechnisch und statisch als eine Einheit betrachtet. Ziel ist es, schlanke Profilkonstruktionen und hoch effiziente Verglasungen zu entwickeln und zu erproben. Bei dem Top Therm 90 Konzept werden die Warm- und Kaltseiten der Rahmenprofile mittels einer durchgängigen Dämmung aus PUR-Isolierschaum weitestgehend voneinander entkoppelt. Das Material passt sich optimal der formstabilen und wetterfesten PUR-Hülle an, von der es umgeben ist. Fertigung und Montage des Rahmensystems seien zudem einfach und damit wirtschaftlich. Darüber hinaus ist denkbar, Kabel, Versteifungen und Röhren, zum Beispiel für Fassadenheizungen, bereits während der Fertigung korrosionsgeschützt einzuschäumen.

Top Therm 90 wurde von einem Konsortium aus sechs Industriepartnern und zwei wissenschaftlichen Instituten im Rahmen des Projekts "hoch wärmedämmende Fenster- und Fassadensysteme" (HWFF) erarbeitet, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert wird. Die Projektkoordination liegt bei der Glaser FMB GmbH & Co. KG. BaySystems hat das Konsortium mit seiner Expertise in der Entwicklung von Polyurethan-Systemen von Anfang an intensiv unterstützt und die nun gefundene Lösung ermöglicht.

Treibende Kraft bei den Entwicklungen waren nicht zuletzt die steigenden Anforderungen an die Wärmedämmung von Gebäuden. In Deutschland soll im Rahmen der novellierten Energieeinsparverordnung seit dem 1. Oktober 2009 der Energiebedarf für Gebäude um 30 Prozent gesenkt werden. Eine weitere Verschärfung im gleichen Umfang ist bis 2012 (noch) geplant. Während die Umsetzung dieser Anforderungen für Außenwände mit Wärmedämmung grundsätzlich kein Problem darstellt, erfordert die Gestaltung von Fenstern neue Konzepte mit wärmebrückenfreien Rahmenkonstruktionen. Das Top Therm 90 Konzept auf Basis von Polyurethan-Systemen erweist sich als ideale Lösung sowohl unter dem Aspekt der Wärmedämmung als auch der mechanischen Festigkeit, z.B. bei mehrfachverglasten Fenstern.

Weitere Informationen zu hoch wärmedämmenden Fenster- und Fassadensystemen können per E-Mail an Glaser FMB angefordert werden.

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