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Holz-Kunststoff-Verbundmaterial für Terrassendielen aus Etikettenreststoffen(26.11.2009)
UPM, einer der weltweit größten Papierhersteller und Weltmarktführer für Selbstklebeetiketten, hat aus Etikettenreststoffen (Bild) ein Holz-Kunststoff-Verbundmaterial entwickelt: UPM ProFi Deck - ein schadstofffreies Verbundmaterial. Nach Expertenberechnungen verhindert jedes Kilogramm Etikettenabfall, das in UPM ProFi Deck recycelt und damit nicht verbrannt wird, die Freisetzung von 1,84 kg CO2 in die Atmosphäre; die für die Produktion recycleten Reststoffe müssten sonst als Abfall entsorgt werden. Der Hersteller UPM hat sich bei den Inhaltsstoffen, der Beschaffung und der Produktion konsequent der Nachhaltigkeit verpflichtet. Nach diesen hohen Standards werden an den Standorten Bruchsal und Lahti die Terrassendielen UPM ProFi Deck hergestellt. Der Verbundstoff bietet einige Vorteile, die vor allem beim Einsatz im öffentlichen Raum relevant sind:
UPM ProFi Deck ist laut eigenen Angaben das einzige WPC-Produkt das fast kein Lignin enhält. Dieser im Holz enthaltene Stoff führt bei Sonneneinstrahlung dazu, dass herkömmliche Terrassendielen vergrauen. Zudem soll UPM ProFi Deck durch die patentierte Oberflächenprofilierung auch bei Nässe rutschfest sein. Die Oberfläche muss deshalb nicht mehr aufgeraut werden, womit auch kaum Feuchtigkeit in die Terrassendielen eindringen kann. Dadurch ist UPM ProFi Deck besonders für den öffentlichen Raum und für Einfassungen von Schwimmbädern sowie Bootsstege geeignet. Die Terrassendielen können einfach mit einem Hochdruckreiniger oder mit einer Bürste gereinigt werden. Das Verbundmaterial ist in sieben verschiedenen Farben erhältlich. Damit können die Terrassenflächen harmonisch in jede Farbumgebung integriert werden oder einen bewussten farblichen Kontrast bilden. Zudem lassen sich aus den verschiedenen Farben attraktive Muster und Ornamente bilden (siehe Eingangsbild oben sowie weiteres Bild) . Die 150 mm breiten Terrassendielen sind 3, 4, 5 und 6 m lang. Die Dielen werden auf den 60 mm breiten Bodenelementen aus Hohlkammerprofilen mit den UPM ProFi T-Clips befestigt. In den Hohlkammerprofilen lassen sich Kabel unsichtbar und vor Nässe geschützt verlegen. Die offenen Seiten können durch Abdeckleisten geschützt werden. International bekannte Architekten und Designer schätzen die Vielseitigkeit von UPM ProFi. Bei der Biennale 2009 in Venedig gestaltete beispielsweise der deutsche Künstler Tobias Rehberger (siehe Wikipedia-Eintrag) das Biennale-Café mit UPM ProFi Deck (Bild rechts). Er wurde dafür mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Der japanische Architekt Shigeru Ban hat aus dem Verbundmaterial nicht nur einen Ausstellungspavillon, sondern auch ein modular aufgebautes Möbelsystem entworfen. Der finnische Architekt Teemu Kurkela war von UPM ProFi so überzeugt, dass die Fassade des finnischen Pavillons bei der Weltausstellung 2010 in Shanghai daraus gestaltet wird.
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