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"Grünes" Bauen bei öffentlichen Gebäuden ... mit Holzwolleplatten

(2.12.2009) Gerade bei öffentlichen Gebäuden wird den Bauherren und Trägern die Verwendung von ökologisch unbedenklichen Baustoffen immer wichtiger. "Nach­hal­tigkeit" wird bei diesen Objekten groß geschrieben, und so erfolgt die Auswahl der Baustoffe nach Kriterien wie Schadstofffreiheit, Nutzung nachwachsender Rohstoffe und Recyclingfähigkeit der Materialien. Im Bereich der akustischen Wand- und Deckensysteme sieht sich Heradesign mit seinen baubiologisch unbedenklichen Dekorplatten, die aus Holzwolle, Wasser und Magnesit bestehen, gut aufgestellt.


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Neben der ökologischen Komponente, die auch vom Institut Bauen und Umwelt (IBU, ehemals Arbeitgemeinschaft Umweltverträgliches Bauprodukt (AUB)) - bestätigt wurde, lassen von den Holzwolleplatten von Heradesign außerdem eine gute Akustik und ein angenehmes Raumklima erwarten. Aus diesem Grund kamen die "grünen" Platten u.a. beim Klimahaus Bremerhaven 8° Ost und beim Bürgerbüro des Neuen Rathauses Gotha zum Einsatz.

Klimahaus Bremerhaven

Das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost ist eine über 18.000 m² große Wissens- und Erlebniswelt, die im Juni 2009 eröffnet wurde (siehe Bild aus dem Beitrag „Türen zwischen Antarktis und Regenwald“, Google-Maps und/oder Bing-Maps). Das außergewöhnliche Museum mit vier Ausstellungsbereichen lädt seine Besucher ein zu einer Reise rund um die Welt, entlang des achten östlichen Längengrades, mit neun Reisestationen und fünf unterschiedlichen Klimazonen. Einzigartig wie das Ausstellungskonzept ist auch die Architektur des Gebäudes, die eine Symbiose aus Inhalt und Verpackung anstrebt.

Bei der Detailplanung zeigten sich die hohen Ansprüche an die Gebäudearchitektur. Das Haus besteht aus zwei voneinander getrennten Körpern: Die Außenhülle aus Glas und das Dach mit seiner Trägerkonstruktion aus Aluminium umgeben eine Innenkonstruktion aus Beton. Passend zum Ausstellungsthema wurde bei der architektonischen Umsetzung des Projektes auf den Aspekt der Nachhaltigkeit besonders großer Wert gelegt. Umweltschonende Energienutzung stand ganz oben auf der Prioritätenliste der Architekten. Der ökologisch orientierte Ansatz schlägt sich auch bei der Materialauswahl im Inneren des Ausstellungsgebäudes nieder. Deshalb setzten die Planer im Eingangsbereich auf Holzwolleplatten. Denn schon seit über 100 Jahren werden die Platten aus den natürlichen Rohstoffen Holzwolle, Wasser und Magnesit hergestellt, die fast ausschließlich aus der Region Kärnten kommen. So bieten sie eine ökologisch einwandfreie Akustiklösung, die gerade für den Eingangsbereich des Klimahauses wichtig ist: Im Foyer, in dem sich viele Menschen aufhalten und in dem sich auch die Kassen befinden, war es eine besondere Herausforderung, eine gute und angenehme Akustik zu schaffen. Durch ihre strukturierte Oberfläche sorgen die Heradesign superfine Platten für eine Absorption des Schalls und ermöglichen so einen angenehmen Geräuschpegel. Insgesamt 200 m² der "grünen" Platten, die passend zur übrigen Farbgestaltung in unterschiedlichen Grüntönen eingefärbt wurden, kamen an den oberen Wandbereichen und teilweise an den Decken des Klimahaus-Foyers zum Einsatz.

Bürgerbüro Gotha

Im Rahmen des Umbaus und der Modernisierung des Neuen Rathauses Gotha war auch die Neukonzeption des Bürgerbüros vorgesehen. Das Neue Rathaus ist in einem umgebauten ehemaligen Hotelgebäude untergebracht. Die Aufgabengebiete der Stadtverwaltung, die mit einem hohen Besucheraufkommen verbunden sind, sind gleich im Eingangsbereich des Gebäudes angesiedelt. Bei einem Umbau sollten vor allem die Arbeitsabläufe, die Verkehrswege und die innere Organisation verbessert werden. Da das Bürgerbüro auch noch um weitere Funktionen der Stadtverwaltung ergänzt wurde, entstand ein echtes Kundenzentrum.

Da der Raum vor dem Umbau eine Bahnhofsatmosphäre ausstrahlte - wegen der großen Raumhöhe, dem hohen Geräuschpegel, langer Nachhallzeit und Luftzug­er­schei­nun­gen -, war dringend Handlungsbedarf geboten. Die neue Gestaltung des Bürgerbüros sollte deutlich am Nutzen orientiert sein und dabei aber auch eine angenehmere Atmosphäre für Bürger und Mitarbeiter schaffen.

Der Architektenentwurf der PGM Planungsgruppe Mitte für die Eingangsanlage mit kubischen Elementen bildete die Grund­lage für die Ausgestaltung des Innenbereiches, die Fard + Hegenbart - Die Innenarchitekten verantworten. Eine grobe Aufteilung in Infothek, Wartezone und Beratungsbereich bildete das Kernstück der Planung. Durch Höhenvorsprünge in der Decke wird eine deutliche Gliederung dieser Funktionseinheiten vorgenommen:

  • Eine niedrige Deckenhöhe ist im diskreten Beratungsbereich vorzufinden,
  • 20:43 16.10.2015
  • eine höhere im Verkehrs- und Wartebereich.

Bei der Ausgestaltung setzte man bewusst auf natürliche Materialien wie Holz, Glasgranulat und Leder. Aus diesem Grund und wegen ihrer feinen Faserstruktur entschied man sich an der Decke für weiße Holzwolleplatten. Ingesamt etwa 200 m² der Platten Heradesign® superfine ermöglichen im Bereich der Infothek, im Warteraum und in den Beratungsräumen dank ihrer Schall absorbierenden Eigenschaften eine verbesserte Akustik und die nötige Diskretion der Angelegenheiten. Die Holzwolleplatten werden von einem umlaufenden, circa 50 cm breiten Gipskartonfries flächenbündig eingefasst. Durch ihre klimaregulierende Eigenschaft tragen sie außerdem zur "Wohlfühlatmosphäre" für die Gothaer Bürger bei.

Weitere Informationen zu Holzwolleplatten können per E-Mail an Heradesign angefordert werden.

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