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Forschungsverbund Forglas gestartet: Glas für energieeffiziente Gebäudetechnologien

(16.12.2009) Anfang Dezember hat der Forschungsverbund Forglas, für den die Uni­versität Bayreuth die Sprecherfunktion übernimmt, seine Arbeit aufgenommen. Der Verbund aus fünf wissenschaftlichen Instituten und 16 Unternehmen der gesamten Wertschöpfungskette Glas will in den nächsten drei Jahren multifunktionale Werkstoffe aus Glas für energieeffiziente Gebäudetechnologien voranbringen.


Im Floatbad treibt das heiße Glas auf flüssigem Zinn. So genannte "Toproller" greifen in den Glasrand und schieben das unendliche Glasband voran. Bild aus dem Beitrag "Vom Blitzeinschlag zum Hightech-Fenster" vom 31.3.2008

Beim Verbauen von Glas in Dächern, Fenstern und Fotovoltaikanlagendas gibt es immer noch Verbesserungspotenzial. Der neue Forschungsverbund will und soll mit seinen Projekten aber auch neue Wege gehen, die über die Flächenanwendung von Glas hinausgehen: Glas kann als Werkstoff neue Funktionen übernehmen. Zum Beispiel kann es in disperser Form in Wandanstrichen und Putz den Energiehaushalt von Ge­bäuden deutlich und nachhaltig verbessern - ein wichtiger Aspekt gerade bei der Sanierung von Altbauten.

"Weil man für solch innovative Anwendungen neue Gläser braucht, haben wir einen Verbund geschaffen, der die gesamte Wertschöpfungskette abbildet", sagt Professorin Dr. Monika Willert-Porada, Inhaberin des Lehrstuhls für Werkstoffverarbeitung an der Universität Bayreuth und Sprecherin des Verbundes. Von der Glasschmelze, über die Glasentwicklung und Glasverarbeitung bis hin zur Verbesserung der Langzeitbeständig­keit reicht das Spektrum: Die Partner aus der Wirtschaft, haben gemeinsam den größeren Teil des Projektvolumens von 5,4 Millionen Euro aufgebracht. 2,2 Millionen steuert die Bayerische Forschungsstiftung bei.

Bei Forglas weiß man, dass viele Forscher an effizienter Energienutzung und Energie­einsparung arbeiten. "Das Besondere an unserem neuen Forschungsverbund ist, dass wir uns gezielt auf den Werkstoff Glas konzentrieren", so Professorin Dr. Monika Willert-Porada. Neben ihrem Lehrstuhl sind von der Universität Bayreuth die Lehrstühle Metallische Werkstoffe von Professor Dr.-Ing. Uwe Glatzel und Technische Thermo­dynamik und Transportprozesse von Professor Dr.-Ing. Dieter Brüggemann beteiligt. Dazu kommt die wissenschaftliche und technische Kompetenz des Fraunhofer Instituts in Würzburg und des Lehrstuhls für Glas und Keramik der Universität Erlangen.

Die Partner wollern in den drei Arbeitsgruppen Glaskorrosion, Anwendungstechnik und Energieeffizienz sowie Glasentwicklung und Kontaktmaterialien insgesamt zehn Teil­projekte realisieren. Angesichts dessen, dass bis 2020 Null-Energiehäuser verpflich­tend sind, wird sich die Arbeit in jedem Fall lohnen. "Immer nur besser zu isolieren, wird nicht funktionieren", sagt Forglas-Geschäftsführer Dr. Thorsten Gerdes. Denn darunter leidet am Ende das Raumklima. "Ein großer Teil dieser Vorgabe wird sich über die Fassaden und Innenräume realisieren lassen." Dazu braucht es neues Glas.

Der Forschungsverbund wird seitens der Industrie durch den Industrie-Sprecher, Herrn Dipl.-Ing. Stefan Trassl, Geschäftsführer der Firma SiLi, Sigmund Lindner GmbH aus Warmensteinach vertreten.

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