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Bleifrei: Aus "Ecobrass" und "Diehl 430 PbF" wird "Cuphin"

<!---->(21.12.2009) Der Einsatz bleifreier Materialien gewinnt immer mehr an Bedeutung - insbesondere als Werkstoff-Alternative für den Sanitärbereich mit seinen hohen Gesundheitsstandards. Hier spielt die EU-Trinkwasser-Richtlinie eine große Rolle, deren Novellierung 2013 eine Begrenzung des Bleianteils von derzeit 25 auf 10 Mikrogramm pro Liter Trinkwasser mit sich bringen wird. Als Material-Alternative bieten die Wieland-Werke und Diehl Metall Messing einen bleifreien Messingwerkstoff an, der sich für die Herstellung von Sanitärbauteilen eignet.

Bisher wurde die Messing-Legierung von Wieland unter dem Namen "Ecobrass" angeboten, von Diehl unter dem Namen "Diehl 430 PbF". Seit 2009 vertreibt Wieland den selbst entwickelten und patentierten Werkstoff zusammen mit Diehl unter dem neuen Markennamen "Cuphin". Der Vorteil der Kooperation: Wieland- und Diehl-Kunden können sich nunmehr auf zwei Werkstofflieferanten verlassen und haben dadurch eine höhere Versorgungssicherheit. Die gemeinsame Vermarktung ermöglicht den beiden Herstellern zudem eine breitere und effektivere Kundenansprache. Parallel zur Einführung der Marke Cuphin trafen sich Anfang September 2009 in Düsseldorf Vertreter von Wieland und Diehl mit diversen Herstellern von Sanitärkomponenten. Im Rahmen dieser "Interessengemeinschaft bleifreie Trinkwasserinstallation" fand ein fachlicher Austausch zur Entwicklung und Herstellung von Sanitär-Komponenten aus bleifreien Werkstoffen statt. Das Fachsymposium markierte den Auftakt für regelmäßige Treffen der Werkstoffexperten.

Werkstoffe für Sanitärbauteile müssen immer höheren mechanischen und korrosionschemischen Anforderungen genügen, insbesondere in Hinblick auf ihre hygienische Unbedenklichkeit. Frei von toxischen Zusätzen entspricht der Werkstoff Cuphin dieser in DIN 50930-6 genannten Voraussetzung. Der von Wieland entwickelte bleifreie Messingwerkstoff mit der Legierungszusammensetzung CuZn21Si3P ist seit 2009 genormt und wird der Sanitärbranche von Wieland und Diehl unter der Werkstoff-Nummer CW724R angeboten. Durch die ausgewählte Kombination der Legierungselemente Kupfer, Zink und Silizium kann bei Cuphin auf den Zusatz von Blei verzichtet werden. Daneben verspricht der Werkstoff eine hohe Festigkeit bei zugleich hoher Dehnung und erlaubt somit eine Kalt- sowie Warmumformung, beispielsweise für die Verarbeitung durch Warmschmieden. Dadurch soll sich Cuphin im Vergleich zu herkömmlichen, bleihaltigen Messingwerkstoffen auch besser verarbeiten lassen. Die hohe Festigkeit und die sehr gute Korrosionsbeständigkeit des Werkstoffes bieten zudem ideale Voraussetzungen für dichte, verschleißbeständige Verbindungen in der Sanitärinstallation, die auch starken mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt sind. Die aus Cuphin gefertigten Komponenten sind wenig anfällig gegen Spannungsrisskorrosion und entzinkungsbeständig, wodurch eine zusätzliche Oberflächenbehandlung nicht erforderlich ist.

Präsentation der "Initiative bleifreie Installationskette" auf der ISH

(Bereits auf der ISH-Messe 2007 hatte die Wieland-Werke AG einzelne bleifreie Bauteile für die Trinkwasserversorgung präsentiert - im Rahmen der Initiative "bleifreie Installation für die Sanitärindustrie" (siehe u.a. Beitrag "Wielands Initiative 'bleifreie Installation für die Sanitärindustrie'" vom 23.3.2009). Auf Basis des bleifreien Messingwerkstoffes Ecobrass/Cuphin stellte das Unternehmen unter anderem den weltweit ersten Wasserhahn vor, der vom portugiesischen Partner BRUMA ohne Zusatz von Blei hergestellt wird. Auf der diesjährigen ISH zeigten die beiden Firmen Wieland und Diehl eine komplette Installationskette auf Basis bleifreier Bauteile, die unter anderem von den Hamburger Wasserwerken und den Kommunalen Wasserwerken Leipzig im eigenen Trinkwassernetz eingesetzt werden.

Folgende Unternehmen haben am ersten Treffen der "Interessengemeinschaft bleifreie Trinkwasserinstallation" in Düsseldorf teilgenommen:

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