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Wie funktioniert eine kapillaraktive Innendämmung?

(4.2.2010) Kapillaraktive Innendämmungen haben einen seit Jahren stetig zunehmenden Anteil am Dämmstoffmarkt. Besonderes Merkmal: Kapillaraktive Innendämmungen arbeiten ohne innenliegende Dampfbremse bzw. Dampfsperre. In der kalten Jahreshälfte diffundiert daher Wasserdampf in die Konstruktion. An der Stelle, an der der Taupunkt erreicht wird (in der Regel auf der "Außenseite" der Innendämmung) kondensiert der Wasserdampf - es bildet sich Tauwasser. Bei vielen Fassaden gelangt auch über Schlagregen Feuchtigkeit in die Konstruktion. Sie wird zu einem erheblichen Teil in Richtung Innenwandoberfläche transportiert, da eine Austrocknung nach außen, nur untergeordnet stattfindet.

Die kapillaraktive Innendämmung vereint unterschiedliche hygrothermische Materialeigenschaften in sich. Sie löst beide beschriebenen Feuchtigkeitsprobleme - Kondensatbildung und externen Feuchteeintrag - durch ...

  • verstärkten Transport der Feuchte in Raumrichtung und
  • eine beschleunigte Verdunstung.

Dies trägt zur Vermeidung von hohen, lokalen Feuchtegehalten bei und limitiert den Gesamtfeuchtegehalt der Konstruktion, der schließlich schnell zur Schimmelbildung beitragen kann.

Bereits seit einigen Jahren existieren auf dem Markt kapillaraktive Innendämmsysteme, die für den Einsatz ohne innenliegende Dampfbremsen empfohlen werden. Die beiden wesentlichen (nicht einzigen, siehe unten unter "weitere Meldungen") Werkstoffe sind aktuell ...

  • Calciumsilikat und
  • so genannte Mineralschäume.

Während Calciumsilikatplatten mit einer enormen kapillaren Saugfähigkeit aufwarten können, ist ihr Wärmedämmvermögen (λ = 0,065 bis 0,1 W/mK) vergleichsweise schlecht. Für Innendämmungen empfohlene Mineralschäume haben ein etwas besseres Wärmedämmvermögen (λ = 0,04 bis 0,045 W/mK), sind jedoch gar nicht oder nur eingeschränkt kapillar saugfähig.

Mit diesen Eigenschaften wird es nach Einschätzung der Remmers Baustofftechnik GmbH schwer, die künftigen Anforderungen von EnEV und der DIN 4108 einzuhalten. Darum wurden in den vergangenen Jahren große Anstrengungen unternommen, Wärmedämmstoffe mit hohem Wärmedämmvermögen und gleichzeitiger kapillarer Leitfähigkeit herzustellen. Dazu werden inzwischen unterschiedliche, hochspezialisierte Materialen kombiniert.

So wird z.B. bei solcherart Innendämmungen ein hoch dämmender, plattenförmiger Polyurethanschaum in regelmäßigen Abständen perforiert. Durchgehende Löcher werden mit einem extrem saugfähigen mineralischen Mörtel verfüllt. So entsteht in diesem Beispiel ein Verbundwerkstoff, dessen Wärmeleitfähigkeit mit λ = 0,031 W/mK sehr niedrig ist und der eine kapillare Feuchtetransportfähigkeit aufweist, die alle zu erwartende Feuchtegehalte der Konstruktion abtransportieren kann.

Weitere Informationen zu kapillaraktiver Innendämmung können per E-Mail an Remmers angefordert werden.

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