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Jahresbilanz WDVS 2009: dicker und umfangreicher

(6.4.2010) Der Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme (FV WDVS) hat die Jahresstatistik für 2009 vorgelegt. Die wichtigsten Ergebnisse: zwei Quartale brachten Rekordwerte, der Aufwärtstrend der Branche insgesamt hält an, die durchschnittliche Dämmstoffdicke nimmt weiter zu und bei den Marktanteilen der Materialien gab es nur geringe Verschiebungen.

Das verarbeitete WDVS-Volumen im Gesamtmarkt in Deutschland stieg von 40,1 Mio. m² verlegter Fläche in 2008 auf 40,9 Mio. m² im abgelaufenen Jahr - trotz der Wirtschaftskrise also ein leichtes Plus. Bezogen auf die Mitgliedsunternehmen des FV WDVS gab es eine Steigerung von 34,4 Mio. m² (2008) auf 35,6 Mio. m² in 2009 - siehe Grafik "Marktentwicklung 1981-2009".

Herausragend bei den Zahlen der Mitgliedsunternehmen des FV WDVS waren 2009 vor allem das zweite und dritte Quartal. Mit 10,4 Mio. m² verlegter WDVS-Fläche (Vorjahr: 10,0 Mio. m²) und sogar 12,6 Mio. m² (11,7 Mio. m²) wurden die schon sehr guten Werte aus 2008 nochmals übertroffen. Zwischen April und September eines Jahres wurde seit 2000 nie mehr WDVS verarbeitet als 2009. In den letzten drei Monaten gab es mit 8,5 Mio. m² immerhin noch den zweitbesten Wert für dieses Quartal seit 2006 (10,6 Mio. m²). Die Monate Januar bis März 2009 lagen mit 4,1 Mio. m² etwas über dem Durchschnitt der letzten acht Jahre:

"Die Turbulenzen des vergangenen Jahres haben sich nicht durchschlagend negativ auf unsere Branche ausgewirkt", bilanziert Dr. Wolfgang Setzler, Geschäftsführer des FV WDVS, "vielmehr konnten wir durch hohes Engagement von Verband und Mitgliedsunternehmen, durch viele zielgerichtete Marketingaktivitäten beim Fachhandwerk und durch herausragende Kommunikationsleistungen wie den ‚Energiesparkompass' die Marktentwicklung insgesamt positiv gestalten." Wichtig waren und sind in diesem Zusammenhang natürlich auch die Förderprogramme der öffentlichen Hand, vor allem die Zuschüsse erfreuen sich großer Beliebtheit: "Dadurch nehmen viele Hausbesitzer die energetische Modernisierung überhaupt erst in Angriff", so Dr. Setzler, "und deshalb ist die kürzlich erfolgte Aufstockung des CO₂-Gebäudemodernisierungsprogramms durch die Regierung ein richtiges Signal."

Ein weiteres Ergebnis aus der Jahresstatistik sind die über den gesamten Jahresverlauf 2009 weiter zunehmenden Dämmstoffdicken. Der Durchschnittswert 2009 liegt nun bei knapp 110 mm, ein Zuwachs von 5,5 mm gegenüber 2008. Verglichen mit dem Jahr 2000 liegt die Steigerung sogar bei über 30 mm.

Keine signifikanten Veränderungen gab es bei den Marktanteilen der Dämmstoffe für WDVS (siehe auch Grafik rechts): Blockgeschäumtes Polystyrol und Perimeter erreichten 2009 eine durchschnittliche Verbreitung von 85,4%, Steinwollplatten kamen auf 6,9% Marktanteil, Steinwollelamellen auf 6,3%, andere Stoffe wie Mineralschaum, Polyurethan oder Holzfaser kamen zusammen auf etwa 1,7%.

Kein Grund zum Zurücklehnen

Die positive Marktentwicklung ist nach Einschätzung des FV WDVS kein Ruhekissen für die Branche. Dr. Setzler: "Die Quote der energetischen Modernisierung ist noch immer zu gering. Wir arbeiten daher verbandsseitig in mehrere Richtungen: Beim Endkunden versuchen wir vor allem, das nach wie vor vorhandene Informationsdefizit abzubauen. Das verarbeitende Handwerk unterstützen wir mit Aktionsmaterial und Know-how für die regionale Marktbearbeitung." Zusätzlich wird sich der FV WDVS in diesem Jahr um meinungsbildende Zielgruppen wie Energiefachberater und professionelle Hausverwalter kümmern. Gespräche mit einschlägigen Organisationen und Interessenvertretern laufen bereits.

"Die kalten Winterwochen haben allen Hausbesitzern noch mal gezeigt, wie sinnvoll eine Investition in energetische Sanierung sein kann", so Dr. Setzler, "und wenn demnächst die Heizkostenabrechnungen in den Briefkästen liegen, wird diese Erkenntnis weiter wachsen und hoffentlich entsprechende Investitionen auslösen."

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