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InvenSor verspricht: Zeolith-Kältemaschine spart bis zu 80% Strom

(30.6.2010) Raumklimatisierung ist auch hierzulande auf dem Vormarsch. Problematisch an dieser Entwicklung ist vor allem der hohe Stromverbrauch traditioneller Klimatechnologie. Energieversorger stoßen jetzt schon teilweise an ihre Kapazitätsgrenzen, wenn an heißen Tagen ein ganzes Heer "stromfressender" Klimageräte anspringt. Ein Grund, warum der heutige Technikstandard bei Klimageräten nicht nachhaltig ist, sind die eingesetzten Kältemittel, von denen manche extrem klimaschädlich sind und aus diesem Grund schrittweise aus dem Verkehr gezogen werden.

Eine bemerkenswerte Lösung für diese Probleme kommt nun aus Berlin. "Als weltweit erstes Unternehmen haben wir eine Zeolith-Adsorptions-Kältemaschinen mit einem Leistungsbereich von 5 bis 100 KW entwickelt", erklärt Sören Paulußen, einer der Geschäftsführer der InvenSor GmbH. Die hochinnovative Technologie soll im Vergleich zu herkömmlichen Klimageräten bis zu 80 Prozent Strom sparen und eine Baureihe bereits bei einer Antriebstemperatur von 65°C fast 100 Prozent ihrer Leistung erreichen. Eine zweite Baureihe ist für den Einsatz in warmen Regionen optimiert und erlaubt den Betrieb mit hygienischen geschlossenen Rückkühlern. Als umweltfreundliches Kältemittel dient in beiden Typen reines Wasser - und die Technik ist offensichtlich akzeptiert. So wurde das Unternehmen 2009 für seine innovative Kältetechnik mit dem Kältepreis des Bundesumweltministeriums und im Juni mit dem Intersolar Award 2010 ausgezeichnet

Das Geheimnis des Effizienzvorteils

Zeolith-Adsorptionstechnologie basiert auf lange bekannten und gut erprobten physikalischen Prinzipien (und kommt beispielsweise auch in der Zeolith-Gas-Wärmepumpe "Vaillant zeoTHERM" zum Einsatz). Die zugrunde liegende Sorptionstechnologie ist bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts bekannt. 1878 gelang es auf der Weltausstellung in Paris erstmals, mit einer durch Sonnenwärme angetriebenen Absorptionsanlage einen Eisblock zu erzeugen. Ähnlich funktionieren auch heutige Klimageräte: Durch die Verdampfung eines Kältemittels entsteht Klima-Kälte. Absorptionskältemaschinen arbeiten mit flüssigen Stoffen wie zum Beispiel Ammoniak-Wasser-Gemisch. Bei modernen Adsorptionsanlagen kommen statt dessen hochporöse Feststoffe zum Einsatz. InvenSor ist es dabei gelungen, anstatt üblichen Silicagels so genannte Zeolithe einzusetzen und damit ausgezeichnete Leistungsdaten zu erreichen. "Mit der auf niedrige Antriebstemperaturen von etwa 65°C optimierten Maschine", so Paulußen, "gelingt es, sowohl Solarwärme, als auch Abwärme von industriellen Prozessen, Fernwärme und Blockheizkraftwerken (BHKWs) zum Erzeugen von Klimakälte einzusetzen."

Solarthermie aus heizungsunterstützenden Solaranlagen im Sommer zur Raumklimatisierung zu verwenden, ist eine besonders energieeffiziente Methode. Denn gerade im Sommer, wenn der Bedarf an Kühlung am höchsten ist, erreichen auch solarthermische Kollektoren ihre maximale Leistung und können diese häufig nicht nutzbar machen. Auch Fernwärme steht während der heißen Jahreszeit häufig im Überfluss zur Verfügung. Maschinen von InvenSor können hier sogar im Rücklauf der Netze betrieben werden.

Die InvenSor GmbH bietet aktuell zwei Arten von Adsorptions-Kältemaschinen für die Kühlung von Wohn- und Bürogebäuden, Rechenzentren, Verkaufsräumen, Hotels, Pflegeeinrichtungen, Lebensmittelhandel oder Sportstätten an. Sie sind etwa so groß wie ein Kühlschrank.

  • Die InvenSor LTC (low temperature cooling) ist auf hohe Leistung bei niedrigen Antriebstemperaturen ab ca. 50°C ausgerichtet. Bereits ab 65°C erreicht sie nahezu 100 Prozent ihrer Leistung. Sie eignet sich daher z.B. für den Betrieb mit Mini-BHKWs und Fernwärmenetzen in gemäßigten Klimazonen.
  • Speziell für hohe Außentemperaturen ist die InvenSor HTC (high temperature cooling) konstruiert. Ihre Leistungsfähigkeit bei Rückkühltemperaturen bis über 40°C ist einzigartig. So kann auch bei Außentemperaturen von über 35°C auf wartungsintensive Nasskühltürme verzichtet werden. Die HTC-Anlage erreicht Ihre Nennleistung bei Antriebstemperaturen oberhalb von ca. 80°C. Sie kann Kältetemperaturen von ca. 4°C erreichen und ist so auch für den Betrieb in Kühlräumen geeignet.

Lösungen für Spezialanwendungen

InvenSor bietet in Zusammenarbeit mit seinen Vertriebspartnern speziell für die Bereiche Raum- und Serverkühlung maßgeschneiderte Lösungen an. Zur Raumkühlung können Adsorptions-Kältemaschinen, je nach Wunsch des Kunden, mit einem Blockheizkraftwerk (Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung), Solarthermie-Anlagen (Solare Kühlung) oder mit einer Fernwärmeleitung gekoppelt werden. Im Bereich der Serverkühlung stehen zwei Aspekte im Vordergrund: Ausfallsicherheit der Kühlung und Energieeffizienz. Mit ihrem "Cooling-Power-Pack" (CPP) kann die Invensor GmbH in beiden Kategorien punkten. Das Paket besteht aus der Kombination einer InvenSor-Kältemaschine mit einem Blockheizkraftwerk. Die Verbindung der wartungsarmen Kältemaschine mit einem BHKW kann eine zweite Energieversorgung für Serverräume zur Verfügung stellen und so doppelte Ausfallsicherheit und hohe Energieeffizienz miteinander kombinieren.

Weitere Informationen zu Zeolith-Kältemaschinen können per E-Mail an InvenSor angefordert werden.

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