BAFA-Förderprogramm, speziell für gewerbliche Klima-/Kälteanlagen
(30.6.2010) Das bestehende BAFA-Förderprogramm "Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen an gewerblichen Kälteanlagen" beinhaltet derzeit ein Haushaltsvolumen von rund 10 Millionen Euro pro Jahr. Die Förderung beträgt bis zu 200.000 Euro im Einzelfall. Gefördert werden in Betrieb befindliche Klima-/Kälteanlagen, die einen Jahres-Elektroenergieverbrauch von mindestens 150.000 kWh aufweisen können, mit 15% oder 25% der Nettoinvestitionskosten, wenn durch den Einsatz energieeffizienter Komponenten und Systeme ein Energieeinsparpotenzial von mindestens 35% erzielt werden kann. Hierbei kann es sich auch um eine Kälteanlage handeln, die sowohl für die Kühlung als auch die Beheizung eingesetzt wird. Das trifft z.B. bei einem Hotel oder einem Verwaltungsgebäude zu, bei dem eine Kälteanlage mit Wärmepumpenfunktion zusammen mit Deckenkassetten und Kanalgeräten ganz oder teilweise für die Beheizung sorgt. Ebenso kann auch die Klimatisierung von Serverräumen unter dieses Fördermodell fallen.
In den genannten Anwendungsfällen kann beispielsweise die Replace-Technology von Mitsubishi Electric beim Austausch von R22-basierten Anlagen (Bild rechts oben) eingesetzt werden, ohne dass ein Rohrleitungstausch stattfinden muss. "Aufgrund des Verbotes von Kälte- und Klimaanlagen mit dem Kältemittel R22 muss früher oder später eine Umrüstung bestehender Altanlagen durchgeführt werden", erklärt Holger Thiesen, Division Manager für den Bereich Living Environment Systems bei Mitsubishi Electric, und weist darauf hin, dass zusammen mit der Replace-Technology und den möglichen umfangreichen Förderaktivitäten des BAFA der Zeitpunkt für einen Austausch der Klima- und Kälteanlagen so günstig wie nie sei. Für die Messung des bestehenden Energieverbrauchs werde auch kein separater Elektrozähler vorausgesetzt. Es müsse lediglich ein umfangreicher und nachvollziehbarer rechnerischer Nachweis des Energieverbrauchs der bestehenden Klima-/Kälteanlage auf der Basis der Anlagengröße, der Betriebsstundenzahl und der eingesetzten technischen Komponenten und Systeme in der Klima-/Kälteanlage wie z.B. Kenngrößen der Verdichter, Verflüssiger, usw. im Rahmen einer Bestandsaufnahme und Berechnung vorgelegt werden.
Unter die Förderungsmöglichkeiten des BAFA fallen darüber hinaus z.B. auch Anlagen für die Nutzung von Abwärme aus Serverräumen, die beispielsweise unter Einsatz des Mitsubishi Electric R2-Systems zur Klimatisierung und Beheizung von Büros im Gebäude verwendet werden (Bild oben). Mit dem weltweit patentierten Zwei-Leiter-System des Ratinger Unternehmens wird überschüssige Wärmeenergie, beispielsweise aus Serverräumen in Räume transportiert, die beheizt werden sollen. Diese sinnvolle Energieverschiebung ist ideal für Gebäude mit großflächigen Glasfronten und südwestlich gelagerten Gebäudeseiten. Die R2-Serie ist laut Thiesen weltweit das einzige Wärmerückgewinnungssystem, das Kühlen und Heizen im Simultanbetrieb mit nur zwei Rohrleitungen ermöglicht. Speziell bei den wassergekühlten R2-Systemen wird die rückgewonnene Wärme an ein Wassernetz abgegeben und gespeichert bzw. an anderer Stelle im Verbund mit weiteren R2-Systemen genutzt.
Weitere
Informationen zur Replace-Technology und zum R2-System können per
E-Mail an Mitsubishi
angefordert werden.
siehe auch für zusätzliche Informationen:
- Mitsubishi Electric Europe B.V.
- BAFA: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
- Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen an gewerblichen Kälteanlagen
- Förderratgeber von co2online
- Fördermitteldatenbank von fe.bis
- EnergieSparRatgeber für Heizkosten sparen, Heizungssysteme vergleichen, Heizkostenvergleich, ThermostatCheck
- Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.6.2010 wiedergibt.
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