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Große Lichtdächer sorgen für ein „Jedem das Seine“ und „Wir alle zusammen“

(4.8.2010) Im Alter möchte man ungern alleine leben. Gleichzeitig legt die Generation "60 plus" sehr viel Wert auf ihre eigenen vier Wände. Wie man Gemeinschaft und Individualität ideal miteinander verbinden kann, zeigt der Neubau eines barrierefreien Mehrfamilienkomplexes im niederrheinischen Wesel (siehe: Google-Maps).

Insgesamt vier Baukörper mit jeweils drei Vollgeschossen umfasst der erste Bauabschnitt dieser Neubaumaßnahme des Allgemeinen Spar- und Bauvereins Wesel eG. Dipl.-Ing. Fred-Jürgen Störmer aus Wesel zeichnet sich für den Entwurf, die Planung und in Arbeitsgemeinschaft mit dem Ingenieurbüro Rudolph, Wesel, auch für die Bauleitung dieses Objektes verantwortlich. Die vier längsseitig parallel angeordneten Quader bieten Raum für insgesamt 45 Wohneinheiten.

Klare Formensprache

Betonfertigelemente ermöglichten eine zügige Rohbauerstellung. An drei Seiten der Gebäude bildet eine regionaltypische Klinkerfassade den äußeren gestalterischen Abschluss. Flachdächer als Warmdachkonstruktion unterstützen den kubischen Charakter der einzelnen Bauwerke. Jeweils zwei Baukörper sind mit ihrer längseitigen Erschließung einander zugewandt. Als Erschließungssystem wählte der Architekt den bewährten Laubengang. "Viele der Bewohner haben vorher in einem eigenen Haus gelebt", erläutert Dipl.-Ing. Störmer sein Konzept. "Mit den Laubengängen und den Haustüren bleibt ihnen das Erlebnis, durch ihre eigene Haustür in ihre Wohnung zu gehen auch weiterhin erhalten." Auch sollte eine klassische Erschließung über ein traditionelles Treppenhaus den sehr geometrischen Entwurf nicht durchbrechen.

Kombinierte Erschließung

Durch die besondere Anordnung der vier Gebäude entstanden so je zwei Einheiten mit zentraler Treppe und Aufzug. Optisch wird diese Einheit zusätzlich durch die Holzfassaden der Laubenganglängsseiten unterstrichen. Mit diesen neu entstandenen Erschließungs-Außenräumen zwischen den Baukörpern konnte zugleich ein Begegnungs- und Kommunikationsraum geschaffen werden. Dennoch zählt er zum Außengelände des Ensembles, was auch aus brandschutztechnischen Gründen von Bedeutung ist.

Transparenter Regenschirm

Filigranes Highlight sind ohne Zweifel die beide Erschließungs-Außenräume überspannenden "Lichtdächer". Sie ermöglichen eine Begegnung unter freiem Himmel und an der frischen Luft ohne der Witterung ausgesetzt zu sein. Dank einer leichten Tragkonstruktion mit aufgelegten Lichtplatten können die Bewohner witterungsgeschützt und dennoch tageslichthell ihre Wohnungen erreichen.

Möglich wurde dieser "geschützte" Freiraum durch die Tonnengewölbe-Konstruktion aus Metall, die dank Unterzügen und Aussteifungen die lichtdurchlässigen Lichtplatten trägt. Die 10,33 Meter langen Lichtplatten Rhenoplast der Mannheimer FDT Flachdachtechnologie überspannen den Erschließungs-Außenbereich komplett. Sie beginnen und münden auf den jeweiligen Flachdächern der beiden Baukörper, über die sie auch das anfallende Regenwasser abführen.

FDT bringt als Deutschlands erster Hersteller von Lichtplatten aus PVC-hart ein hohes Maß an Erfahrung bei der Fertigung solcher Lichtplatten mit. So versprechen die Rhenoplast Lichtplatten über eine Lichtdurchlässigkeit von circa 85% bei dauerhaft hoher Transparenz. Zugleich sind sie - wie FDT betont - besonders schlagzäh und hagelschlaggetestet. Auch hinsichtlich der chemischen Beanspruchung und Verwitterung sollen sie ausgesprochen widerstandsfähig sein. Dies drückt sich in der dauerhaften Korrosionssicherheit und Verwitterungsfestigkeit aus. Nach DIN 4102 gehören die Lichtplatten zur Baustoffklasse B1 schwer entflammbar. Außerdem besitzen sie das so genannte positive Brandverhalten: d.h. die Lichtplatten brennen nicht in eigener Flamme und tragen somit den Brandherd nicht weiter. Weiterhin findet kein brennendes Abtropfen statt.

Vielfalt an gängigen Profilen

Passgenaue Standardprofile ermöglichen eine Verlegung in Kombination mit herkömmlichen Bedachungsmaterialien wie z.B. Faserzementwellplatten oder anderen großformatigen Wellbedachungsstoffen. Ein umfangreiches Sortiment an Trapezprofilen in den gängigen Industriemaßen ermöglicht die Kombination mit Stahl- oder Aluminiumtrapezprofilen. Darüber hinaus können Rhenoplast-Lichtplatten auch ganz individuell gefertigt werden. Ergänzt wird das Programm durch die lichtstreuende Ausführung Rhenoplast LS und eine besondere Oberflächenvergütung bei kritischen Beanspruchungen und Anforderungen: Rhenoplast OV.

Lichthelles Dach

In Wesel wurden Rhenoplast-Lichtplatten im Profil 177/51 P 6 mit sechs Wellen in 1,2 mm Dicke verwendet. Sowohl die Erstellung als auch die Montage der Tragkonstruktion sowie der Lichtplatten wurde durch die Firma Stahlcom, Wesel, ausgeführt. Bei der Fixierung der Lichtplatten berücksichtigten die Fachhandwerker zudem die zu erwartende Windsogwirkung

Weitere Informationen zu Lichtdächern können per E-Mail an FDT angefordert werden.

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