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Stadthaus im Schüco 2° Concept am Ostseefjord Schlei

(22.9.2010) Mit dem architektonisch anspruchsvollen Stadthaus "An der Schlei" in Schleswig setzt Schüco zusammen mit Partnern erstmals das 2° Concept baulich um: Die multifunktionale, adaptive Gebäudehülle sorgt im Zusammenspiel mit einer durchdachten Grundrissplanung und einem ausgeklügelten Energiekonzept nicht nur dafür, dass Energie eingespart, sondern auch aktiv gewonnen wird.

Der Klimawandel und die Verknappung der Ressourcen stellen heute hohe Anforderungen an die Gebäudehülle. Das Schüco 2° Concept ist eine adaptive Gebäudehülle, die sich den natürlichen Gegebenheiten anpasst und unterschiedliche Funktionen, die zur Verbesserung der Energiebilanz von Gebäuden dienen, verbindet. Das innovative Konzept basiert auf dem einem Layer/Ebene-Prinzip und umfasst opake sowie transparente Elemente. Je nach Tages- oder Nachtzeit sowie Witterungsbedingungen können Funktionslayer aus dem opaken Bereich vor die transparenten Elemente geschoben werden - ein Zusammenspiel von verschiedenen, energieaktiven Modulen, mit denen sich die Energiebilanz des Gebäudes und der Wohnkomfort verbessern lassen. Im architektonischen Ausdruck ergeben sich bei diesem Konzept neue Gestaltungsmöglichkeiten für eine anspruchsvolle Baukunst: Die Fassade ist nicht mehr statisch, sondern wird durch ihre mobilen Elemente dynamisch.

Eine Stadtvilla mit durchdachter Gebäudetechnik für hohen Komfort

Das zukunftsweisende Mehrfamilienhaus entsteht in Schleswig, einer kleinen Stadt mit knapp 25.000 Einwohnern im äußersten Norden Deutschlands. Ästhetische Gestaltung, hochwertige Grundrisse und Ressourcen schonende Gebäudetechnik stehen bei den Planungen des Gebäudes im Mittelpunkt. Am landschaftlich reizvollen Ostseefjord Schlei und dennoch im Innenstadtbereich Schleswigs gelegen setzt das Haus mit seinen sechs Wohnparteien auf einen hohen Standard an Wohnkomfort und eine luxuriöse Ausstattung. Wichtiger Aspekt für die Bauherrin Sybille Schmid-Sindram: der Einklang von moderner Architektur, zukunftsweisender Technik und der umgebenden Natur. Trotz des Wunsches nach Licht und offener Architektur war die Bauherrin nicht bereit, bei der energetischen Effizienz Kompromisse einzugehen. Für die Wohnungen selbst bedeutet das: viel Licht, offene Flächen und eine maximale Energiebilanz.

Eine architektonische Herausforderung - konzipiert und umgesetzt vom ortsansässigen Architektenbüro Paul Sindram, architekturbüro p.sindram. Von außen betrachtet unterstreichen die gestalterisch klare Linien der Fassadenprofile den zeitlos klassischen Entwurf des Mehrfamilienhauses. Die sechs Wohneinheiten, zwischen 80 - 170 m² groß, zeichnen sich durch eine offene, großzügige Grundrissgestaltung aus und sind als Splittlevel- bzw. Maisonettewohnungen angelegt, der Innenausbau ist hochwertig. Auch beim Erschließungskonzept wurde auf Exklusivität geachtet: Jede Wohnung erhält, ermöglicht durch die Deckenversprünge der Splittlevelbauweise, einen eigenen Treppenabsatz mit individueller Eingangssituation. Dies trägt dem Wunsch der Bauherrin Rechnung, den baulichen Standard des Gebäudes der exklusiven Lage anzupassen. Raumhohe Öffnungselemente lassen zudem spektakuläre Blicke in die maritime Landschaft erwarten und sollen fließende Übergänge vom Innen- zum Außenraum schaffen.

Durch das Zusammenspiel der festen und der beweglichen Layer des Schüco 2° Concepts entsteht in der Fassade eine Dynamik, die ebenfalls Bezug auf die maritime Umgebung nimmt. Die feststehenden Photovoltaikelemente wiederum geben der Fassade Halt und Struktur und spiegeln den ökologischen Anspruch der Bauherrin für jedermann sichtbar wider. "Ich bin fasziniert von den Fassadenelementen, die so viele Funktionen in sich vereinen. Bereits bei anderen Bauvorhaben waren mir Ganzglasfassaden wichtig. Hier gehen wir einen Schritt weiter. Die Multifunktionalität der Elemente entspricht genau meiner Vorstellung von der konzeptionellen Weiterführung einer zeitgemäßen Bauweise. Ein unglaublicher Fortschritt", äußert sich die Bauherrin begeistert im Rahmen einer Presseveranstaltung.

Energieaktive Fassade mit hohem gestalterischen Anspruch

Neben der hochwertigen Gestaltung des Wohngebäudes lag der Schwerpunkt der Planungen auf dem Gesamtenergiekonzept. Der Jahreswärmebedarf soll mit 15 kWh/m²a nahezu das Niveau von Passivhäusern erreichen, unterschreitet aber deutlich deren Primärenergiebedarf. Während Passivhäuser meist nur an Südfassaden große Fensteröffnungen aufweisen, werden beim Stadthaus durch den Einsatz des 2° Concepts auch die Nord-, West- und Ostseite großflächig mit Öffnungen gestaltet und der Wohnkomfort dadurch erheblich gesteigert. Fakten, die auch den Architekten Paul Sindram überzeugten: "Das 2° Concept fasziniert mich aufgrund der Variabilität und Flexibilität des Systems. Die Fassade verändert sich durch die verschiedenen Layer kontinuierlich und ist in Bewegung: genau wie der Mensch, der sich dahinter aufhält. Durch die hohe Transparenz der Module des 2°Concepts besteht eine wechselseitige Beziehung zwischen Nutzer und Umwelt - ein Meilenstein im Passivhausstandard. Auf Knopfdruck kann sich aufgrund der großzügigen, verschiebbaren Öffnungselemente der Innenraum zum Freisitz 'entmaterialisieren' lassen."

Die Gestaltung der Fassade als Spiegel der Funktionen

Jede Gebäudeansicht definiert sich über eine eigenständige Gestaltung, die durch die Ausrichtung in die entsprechende Himmelsrichtung und dem daraus resultierenden Lichteinfall geprägt ist:

  • Die östliche Fassade öffnet sich mit großflächigen Fensterelementen von bis zu 2,5 x 2,9 m.
  • Die Westseite spielt mit dem Wechsel von schmalen und breiten Öffnungselementen.
  • Auf der Nordseite befindet sich unter anderem das Treppenhaus, das durch die Verwendung der Passivhaus-zertifzierten Schüco FW 60+.SI Aluminium-Fassadenelemente einen selbstständigen architektonischen Ausdruck erhält.
  • Bei der Gestaltung der Südfassade spielen energetische Aspekte die entscheidende Rolle: 9 großflächige fassadenintegrierte Photovoltaik-Dünnschicht-Elemente, die vor den feststehenden opaken Fassadenelementen platziert werden, generieren über die Südausrichtung elektrische Energie. Die nach Osten und Westen zugewandten Fassadenflächen unterstützen die Energiegewinnung über jeweils 7 kleinere Module.

Die fassadenintegrierten Photovoltaik-Elemente sollten in Kombination mit einer Dünnschicht-Photovoltaik-Anlage auf dem Dach - bestehend aus 36 Modulen - insgesamt mehr Primärenergie generieren können, als das Stadthaus an der Schlei selbst benötigt und erreicht somit Energie-Plus-Standard. Die überschüssige Energie wird in das öffentliche Stromnetz der Schleswiger Stadtwerke eingespeist. Das Stadthaus ist zudem an das Fernwärmenetz der Stadt angeschlossen: Da sich Fernwärme durch einen sehr guten Primärenergiefaktor auszeichnet, entschied man sich aus ökologischen und ökonomischen Gründen dazu, diese für das Heizsystem des Stadthauses zu nutzen.

Bautafel

Weitere Informationen zur 2° Concept-Fassade können per E-Mail an Schüco angefordert werden.

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