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Kirchen-Ausmalung nach zeitgemäßem Liturgieverständnis

(21.10.2010) Die Filialkirche St. Peter und Paul im fränkischen Effelter (siehe Google-Maps) wurde komplett saniert und mit einer neuen Ausmalung dem zeitgemäßen Liturgieverständnis angepasst.

Ursprung des Gotteshauses war vermutlich eine kleine Kapelle, die um 1400 durch eine Kirche ersetzt wurde. Sie war dem Hl. Jakobus geweiht, weil sie an einem der Pilgerwege nach Santiago de Compostela lag. Im Jahr 1807 zerstörte ein Feuer die Kirche fast völlig. Nach dem Wiederaufbau wurde sie 1809 unter das Patronat der Apostel Petrus und Paulus gestellt.

Eine dringend anstehende Generalsanierung bot 2009 die Möglichkeit zur zeitgemäßen Neugestaltung des Kirchenraums. Für diese anspruchsvolle Aufgabe suchte und fand man den Rottweiler Künstler Tobias Kammerer, dessen Arbeitsschwerpunkt auf Architekturmalerei liegt und der sich mit der Gestaltung zahlreicher öffentlicher Gebäude und Kirchen im In- und Ausland einen Namen gemacht hat.

Tobias Kammerer lehnt sich mit seinem Konzept für St. Peter und Paul thematisch an die Ursprünge der Kirche und damit an die Figur des Heiligen Jakobus an. Er folgt den historischen Auffassungen von Decken- und Wandmalereien des Barock und öffnet den Himmel malerisch. Die Glasfenster lässt er ungestaltet, nur dem Lichteinfall dienend.

"Die Farbzuordnungen folgen meiner Auffassung von christlicher Symbolik," erklärt der Künstler. "Ich definiere sie letztlich selbst." Blau ist die Hauptfarbe an den Decken und soll mit ihrer Tiefe und Transparenz an das Meer und damit an die Legenden um den Heiligen Jacobus erinnern. In der christlichen Farbsymbolik gilt Blau wiederum als Farbe des Himmels und steht für Gottesfrieden und himmlische Weisheit. Zudem gilt das transzendente Blau als Ausdruck von Geistigkeit und Wissen. Tobias Kammerer hat es in bewegten amorphen Flächen aufgetragen, die in ihrer Struktur aquarellartig und leicht erscheinen.

Der erdige Rotton im Chorraum ist aus den Farben des Hochaltars entnommen. Die wellenartige Struktur, die sich über die Farbflächen zieht, assoziiert Wasser und nimmt optisch wie thematisch Bezug zur Deckengestaltung.

Auf dem Chorbogen und im Kirchenschiff bilden silberne Streifen einen Hintergrund für die Figuren und markieren so ihren Platz im Kirchenraum. Silber steht hier als Symbol für Läuterung und Erneuerung und deutet auf die Ankunft des Messias hin.

Farbräume

Ein wichtiges Anliegen des Künstlers war es, die Kirche in einen Raum der Jetztzeit zu verwandeln: "Es ist mir wichtig, dass zeitgenössische Auffassung und Raumbezogenheit überzeugend zum Ausdruck kommen." Die neue malerische Fassung verbindet Raum, Skulptur und Mobiliar und schafft so eine Klammer, die alte und neue Gestaltung harmonisch verbindet.

Silikatfarben der Firma Keimfarben boten Tobias Kammerer das ideale Malmittel für seinen Malstil, der die Architektur aufgreift, spielerisch umfließt und neu interpretiert. "Für meine Arbeit ist die Wirkung der Farben entscheidend, deshalb arbeite ich gerne mit Farben und Lasuren von Keim," erläutert der Künstler. "Ich liebe die Brillanz der Farbtöne und die seidenmatte Oberfläche mit ihrem edlen Charakter. Darüber hinaus gewährleisten Mineralfarben aus Keimscher Produktion eine hohe Haltbarkeit und Lichtechtheit für meine Arbeit."

Tobias Kammerer gestaltete die Wandflächen mit Keim Athenit, einer titanoxidfreien Kalkfarbe mit brillantem Kalklüster und leuchtender Farbwirkung; bei den durchscheinenden Malereien an den Decken entschied er sich für Keim Design-Lasur.

Obwohl St. Peter und Paul in ländlicher Umgebung steht, erfuhr die Neugestaltung eine große Akzeptanz in der Gemeinde. Mit Respekt vor dem historischen Erbe verleiht Tobias Kammerers Malerei dem sakralen Raum einen zeitgenössischen Ausdruck und initiiert zugleich einen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Weitere Informationen zu Silikatfarben, Kalkfarben und Lasuren können per E-Mail an Keimfarben angefordert werden.

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