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Erstes Lossnay-Lüftungsgerät mit VDI 6022-Zertifizierung

(25.10.2010; Chillventa-Beitrag) Das erste, am Markt erhältliche Lossnay Lüftungssystem mit Wärme- und Feuchterückgewinnung, das nach der Hygienenorm VDI 6022 zertifiziert ist, hat Mitsubishi Electric anlässlich der Chillventa 2010 in Nürnberg vorgestellt. Das neue Produkt wurde gemeinsam mit dem Hygieneinstitut Gelsenkirchen entwickelt und hier auch gemäß VDI 6022 abgenommen. Es dient in erster Linie zur Abdeckung des erforderlichen Frischluftanteils in klimatisierten Räumen. Durch die besondere Struktur und das Material des Kreuzwärmetauschers kann sowohl der sensible als auch der latente Wärmeanteil¹) in der Luft rückgewonnen werden. Dies soll nicht nur den Wärmekomfort erhöhen, sondern zudem die Energiekosten reduzieren. Durch die Möglichkeit, das Gerät nun auch in Anwendungen einzusetzen, die entsprechende Hygienestandards voraussetzen, sollte sich die Einsatzbandbreite deutlich erweitern.


Beim Lossnay-Prinzip kann durch die besondere Struktur und das Material des Kreuzwärmetauschers sowohl der sensible als auch der latente Wärmeanteil in der Luft rückgewonnen werden. (Bild vergrößern)

Das neue Lossnay-System ist mit komplett glatten Innenflächen aus Metall ausgekleidet. So können sich Schmutzpartikel aus der Luft nicht im Gerät verfangen. Alle Bauelemente sind zudem leicht zugänglich, was der Wartung zugute kommt. "Noch nicht von der VDI 6022 erfasst werden kann der Wärmetauscher aus Zellstoff, da er prinzipiell aus einem verstoffwechselbarem²) Material besteht", so Michael Lechte, Marketing Manager bei Mitsubishi Electric, Living Environment Systems, und er ergänzt: "Deswegen erhalten wir für den Wärmetauscher vom Hygieneinstitut eine hygienische Unbedenklichkeitsbescheinigung, die gleichwertig zur Zertifizierung ist."

Gleichzeitig will das Ratinger Unternehmen ein externes Gutachten beauftragen, das die ersten, im Feld eingesetzten Geräte unter Praxisbedingungen begleitet. Dabei sollen regelmäßige Proben entnommen und untersucht werden. Das Gutachten soll anschließend durch das Hygieneinstitut Gelsenkirchen veröffentlicht und im Anschluss eine Ergänzung der VDI 6022 um diese Technologie angestrebt werden.

Das neue Lüftungsgerät bietet Luftvolumenstromleistungen von 890 bis 1.000 m³/h und lässt sich damit in allen relevanten Anwendungsbereichen wie Ladengeschäften, Kanzleien, Praxen und Büros einsetzen. Durch die recht geringen Maße von 955 x 1760 x 594 (HxBxT) sollte sich das Produkt dazu leicht einbringen lassen.

Neben einem Vorfilter kommt ein Hochleistungsfilter der Klasse F7 zum Einsatz. Der Wärme- und Feuchterückgewinnungsgrad beträgt bis zu 81%. Dadurch sollten sich auch die Investitionskosten für eine Klimaanlage reduzieren lassen, da der Leistungsbedarf der Klimageräte aufgrund der hohen Wärmerückgewinnung minimiert werde. Durch den Anschluss eines optionalen CO₂-Sensors kann die benötigte Luftmenge zudem bedarfsgerecht reguliert werden. Neu integriert wurde eine automatische Nachtlüftungsfunktion durch eine Bypassschaltung. Das Lüftungsgerät lässt sich außerdem in eine vorhandene Gebäudeleittechnik einbinden. Alternativ erfolgt die Steuerung durch ein gemeinsames Regelelement mit der Klimaanlage.

Überarbeitet wurde schließlich die ebenfalls angebotene Variante der LGH Lossnay-Geräteserie. Es enthält die gleiche Funktionalität wie das Hygienegerät, ist aber in einem breiteren Leistungsspektrum von 150 bis 2.000 m³/h erhältlich.

Weitere Informationen zu Lossnay-Lüftungsgeräten können per E-Mail an Mitsubishi Electric angefordert werden.

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¹ In der Raumlufttechnik und Heiztechnik wird unterschieden zwischen sensibler bzw. trockener Wärme und latenter bzw. feuchter Wärme. Das latente Wärmepotential wird z.B. im Rahmen der Brennwerttechnik wirksam, indem die Kondensationswärme des Abgases genutzt wird.
² "Verstoffwechselbar" ist eine höfliche Beschreibung von "es vergammelt". "Verstoffwechseln" heißt so viel wie "im Stoffwechsel umsetzen" oder "abbauen".

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