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Neuausrichtung des Instituts für wirtschaftliche Oelheizung (IWO)


Stefan Brok  

(22.11.2010) Die zukünftige inhaltliche Ausrichtung des Instituts für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO) war zentrales Thema der IWO-Mitgliederversammlung am 11.11.2010 in Hamburg. "Angesichts der gegenwärtigen Rahmenbedingungen für den Brennstoff Heizöl und der energiepolitischen Vorhaben der Bundesregierung für den Wärmemarkt muss sich das IWO mit seinem Know-how stärker in der politischen Diskussion engagieren", sagte der neue IWO-Vorstandsvorsitzende Stefan Brok (hauptberuflich Vorsitzender der Aral AG). In Abstimmung mit den Verbänden der Mineralölwirtschaft will sich das Institut künftig auch politischen Entscheidern und Meinungsbildnern widmen. "Die Parole 'weg vom Öl' findet zu viele Befürworter. Auch deshalb, weil kein Politiker ernsthaft widerspricht", betonte Brok.

Die Bedeutung von Heizöl und der Ölheizung, ihre hohe Effizienz und damit ihr Potenzial zur Erreichung der energiepolitischen Ziele seien bei vielen Entscheidern in der Politik nicht bekannt. Dieses Informationsdefizit müsse aus Sicht des IWO-Vorstandes abgebaut werden. "Im Dialog mit Politikern und politischen Meinungsbildnern wollen wir unsere Lösungsangebote für eine sichere, Klima schonende und bezahlbare Wärmeversorgung vermitteln", skizzierte Brok das künftige Aktionsfeld.

Energiekonzept als erste Herausforderung

Das Energiekonzept der Bundesregierung belege, wie nötig Aufklärung ist - so Brok. Im Energiekonzept werde zwar die hohe Bedeutung der Effizienzsteigerung im Gebäudebereich anerkannt. Zudem bekenne sich die Bundesregierung grundsätzlich zu einer ideologiefreien, technologieoffenen und marktorientierten Energiepolitik, die auch das Gebot der Wirtschaftlichkeit berücksichtigt. Aber das Energiekonzept enthält aus Sicht der Mineralölwirtschaft auch kritische Punkte: So will die Bundesregierung eine haushaltsunabhängige Förderung durch ein Anreizsystem für erneuerbare Wärme innerhalb des Marktes prüfen. Fossile Brennstoffe wie Heizöl würden dann zusätzlich belastet, um erneuerbare Energien zu subventionieren. Auch ist eine Änderung der Energiebesteuerung vorgesehen, die sich stärker an den CO₂-Emissionen orientiert. Mögliche Folge: Eine Erhöhung der Energiesteuer auf Heizöl.

Primärenergiebedarf als Messgröße und Verzicht auf Wärmegesetze

Für eine erfolgreiche Energie- und Klimapolitik sei im Wärmemarkt ein breitgefächerter Energiemix nötig. Um das sicherzustellen, müssen aus Sicht der Mineralölwirtschaft zwei zentrale Voraussetzungen erfüllt werden.

  1. Der Primärenergiebedarf wird als einheitliche und energetische Messgröße in sämtlichen Verordnungen und Gesetzen für den Wärmemarkt verankert. Diese Größe integriert alle Ziele der energiepolitischen Vorgaben: Reduzierung der CO₂-Emissionen, Verringerung des Energiebedarfs und somit Versorgungssicherheit sowie Ausweitung der erneuerbaren Energien.
  2. Wärmegesetze auf Bundeslandebene müssen verhindert werden. "Denn eine Verpflichtung des Bürgers zur Nutzung bestimmter Technologien ist kontraproduktiv und führt zu einer Modernisierungszurückhaltung", erläuterte Stefan Brok die Position der Mineralölwirtschaft.

Neuer Name und neuer Auftritt für IWO

Sichtbarer Ausdruck der Weiterentwicklung werden die Umbenennung des Instituts sowie ein neuer Auftritt sein. "Im März 2011 wird sich IWO auf der Fachmesse ISH in Frankfurt/Main erstmals mit einem neuen Namen, mit neuem Logo und in neuer, frischerer Optik präsentieren", kündigte Brok an. "Der neue Institutsname soll das breite Aktionsfeld von IWO klarer beschreiben. Er basiert weiterhin auf dem bewährten Kürzel IWO. Ab März steht es für 'Institut für Wärme und Oeltechnik'," so Brok weiter.

Zur Erinnerung: Das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V.

... ist eine Einrichtung der deutschen Mineralölwirtschaft. Durch bundesweite Informations- und Beratungsleistungen will/soll das Institut die Verbreitung verbrauchs- und emissionsarmer Ölheizungstechnik im Gebäudebestand und im Neubau fördern. Die Mitarbeit in Gremien und Normausschüssen sowie eigene Forschungs- und Entwicklungsprojekte in den Bereichen Brennstoff und Ölfeuerungstechnik sind weitere IWO-Aktivitäten.

Dem IWO-Mitgliederkreis gehören 18 Unternehmen aus der Mineralölindustrie, dem Mineralölaußen- und -großhandel sowie Verbände des Brennstoff- und Mineralölhandels an. Sie repräsentieren rund 90 Prozent des Heizölabsatzes in Deutschland. Beim leichten Heizöl wird in diesem Jahr mit einem Absatz von rund 20 Millionen Tonnen gerechnet. Sechs assoziierte Mitglieder aus der Mineralölwirtschaft sowie 47 Fördermitglieder aus der Heizgeräte- und Komponentenindustrie unterstützen die Aktivitäten des Instituts.

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