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Celitement erhält Materialeffizienz-Preis des BMWi

(23.11.2010) Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist mit seinem umweltschonenden und energiesparenden Zement Celitement einer der Gewinner des Deutschen Materialeffizienz-Preises des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi). Verglichen mit herkömmlichen Verfahren zur Zementherstellung verspricht diese KIT-Entwicklung enorme Energieeinsparungen sowie eine deutlich günstigere Emissionsbilanz. Mit dem Preis zeichnete Staatssekretär Jochen Homann am 17.11. vier mittelständische Unternehmen und eine Forschungseinrichtung für ihre innovativen Ideen und Prozesse aus. Das KIT erhielt den Preis für seine anwendungsorientierte Forschung zur Verbesserung der Materialeffizienz.

Celtiment, Deutscher Materialeffizienz-Preis des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi)
Bei der Preisverleihung v.l.n.r.: Staatssekretär Jochen Homann, Prof. Helmut Seifert, Dr. Peter Stemmermann und Dr. Peter Fritz, KIT (Bild vergrößern)

Staatssekretär Jochen Homann verlieh die Auszeichnung im Rahmen der Konferenz "Mit Ressourceneffizienz auf der Siegerstraße - Praxis und Forschung zeigen den Weg". Seitens des KIT nahmen der Vizepräsident für Forschung und Innovation, Dr. Peter Fritz sowie Dr. Peter Stemmermann aus dem vierköpfigen Erfinderteam von Celitement die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung entgegen. "Der Materialeffizienz-Preis zeigt uns, dass wir mit der Entwicklung von Celitement auf dem richtigen Weg sind und wie zukunftsweisend diese Innovation im bisher energieintensiven Prozess der Zementherstellung ist", so Dr. Peter Fritz.

Der bisher verwendete Portlandzement ist weltweit das in größter Menge verwendete Industrieerzeugnis und verbraucht bei der Herstellung und Verarbeitung außerdem enorme Ressourcen an Kalkstein und Gips. "Bei der Herstellung von Celitement benötigen wir nur etwa ein Drittel der Kalkmenge und wir können auf den Zumahlstoff Gips vollständig verzichten", beschreibt Wissenschaftler Dr. Peter Stemmermann einen der Vorteile des ressourcensparenden Zements.

Celitement erfordert zudem aus heutiger Sicht nur halb so viel Energie bei der Herstellung und gibt bei der Produktion im Vergleich zu bisherigen Verfahren voraussichtlich nur halb so viel Kohlendioxid an die Umwelt ab. Celitement wird mittlerweile von der Celitement GmbH, einer Ausgründung der vier Erfinder, des KIT und des Industriepartners SCHWENK Zement KG weiterentwickelt.


"Grüner" Zement Celitement will kleinere "ökologische Fußabdrücke" hinterlassen

"Celitement hat das Potenzial langfristig in großen Bereichen den konventionellen Zement zu ersetzen", ist Dr. Hanns-Günther Mayer, einer der Geschäftsführer der Celitement GmbH, überzeugt. Bisher haben die KIT-Wissenschaftler Celitement im Labormaßstab produziert. Nach mehr als einem Jahr mit intensiven und sehr erfolgreichen Tests errichtet die Celitement GmbH derzeit auf dem Campus Nord des KIT eine Pilotanlage mit einem Investitionsvolumen von fünf Millionen Euro. Ab Frühjahr 2011 wird die Pilotanlage täglich 100 Kilogramm "Celitement" liefern. "Dies ist der nächste Schritt auf dem Weg zur Marktreife des umweltschonenden Zements", so Mayer - siehe auch Beitrag "Klimaschonender Zement Celitement bekommt Pilotanlage" vom 24.8.2010.

Mit der jährlichen Vergabe des Deutschen Materialeffizienz-Preises wirbt das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie für die ökonomisch und ökologisch positiven Wirkungen von Materialeffizienz. Fünf fachlich überzeugende Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen werden mit jeweils 10.000 Euro prämiert.

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