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Neue Pelletkessel-Generation verspricht dramatisch weniger Emissionen

(2.12.2010; korrigiert am 3.12.2010) Durch Optimierung der Verbrennung und des Verbrennungsraumes die Emissionen einer Pelletfeuerung zu reduzieren - dieser Ansatz galt bislang als weitgehend ausgereizt. Wie die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. nun aber berichtet, konnte Viessmann offensichtlich bei den Emissionen weitere, deutliche Erfolge erzielen. Das zwischen 2008 und 2010 entwickelte "Low-Dust"-Feuerungskonzept kombiniert verschiedene optimierte und aufeinander abgestimmte Maßnahmen im Bereich der Verbrennung. Es ist für Pelletkessel mit einer Leistung zwischen 10 und 25 kW konzipiert.

Die in einem Entwicklungsprojekt getestete Versuchsanlage erreichte bei Volllast ...

  • eine bis zu 72-prozentige Reduktion von Kohlenmonoxid sowie
  • bis zu 66 Prozent geringere Gesamtstaub- und
  • bis zu 74 Prozent geringere Feinstaub-Emissionen als der aktuelle Stand der Technik.

In Teillast fielen die Einsparungen sogar noch höher aus, bei CO lagen sie bei über 90 Prozent. Gleichzeitig lässt das Konzept durch den Verzicht auf teure Filtertechnik eine hohe Wirtschaftlichkeit erwarten.

Ab 2015 gelten bei Biomasse-Heizanlagen aufgrund der im März 2010 novellierten 1. Bundes-Immissions-Schutzverordnung deutlich verschärfte Grenzwerte für Staub-Emissionen. Wenn die geforderten 20 mg Staub pro Kubikmeter Abgas nicht sicher eingehalten werden, muss dann ein Filter nachgerüstet werden. Filtertechnik ist jedoch teuer, so dass die Wirtschaftlichkeit vieler Anlagen hierdurch in Frage gestellt wird.

Bei Viessmann setzten die Entwickler hingegen auf einen optimal konstruierten Brennraum, um eine möglichst vollständige Verbrennung mit geringen Emissionen zu erreichen. Dazu wurden zunächst verschiedene am Rechner entworfene Modelle mit Hilfe von Strömungs-Simulationsprogrammen erprobt. Auf Basis dieser Ergebnisse entstand schließlich eine 20-kW-Versuchs-Anlage. Diese erzielte nach diversen Testläufen und weiteren Anpassungen Ergebnisse bei der Emissionsreduzierung, die sich allemal sehen lassen können.

Viessmann plant, diese Technik mit der nächsten Gerätegeneration in den Markt einzuführen. Der Abschlussbericht zum Projekt, das vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe gefördert wurde, steht auf fnr.de im Menü Projekte & Förderung unter dem Förderkennzeichen 22020507 zum Download bereit.

Korrektur:

Die erste Version dieses Beitrages, die auf einer Pressemitteilung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) vom 25.10.2010 beruhte, enthielt folgenden Satz: "Die geforderten 20 mg Staub pro Kubikmeter Abgas kann ein Großteil der heute am Markt angebotenen Anlagen entweder gar nicht oder nur mit Hilfe eingebauter Filter einhalten." Diese Aussage trifft offenbar für viele Anlagen doch nicht zu und musste korrigiert werden - darauf weisen sowohl Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe als auch der Deutsche Energie-Pellet-Verband (DEPV).

Die Mehrzahl der aktuell angebotenen, modernen, mit zertifizierten Biobrennstoffen betriebenen Holzpelletskessel können demnach heutige und zukünftige Staubgrenzgrenzwerte auch ohne zusätzliche Maßnahmen einhalten. So wurden im Rahmen der aktuellen Marktübersicht für Pelletheizungen der FNR 297 Holzpelletkessel verglichen. Die von den Herstellern durchgeführten Typenprüfungen zeigen, dass viele Anlagen den strengen Grenzwert ab dem 1.1.2015 von 20 mg/nm³ für Gesamtstaub (2. Stufe der 1. BImSchV ) am Prüfstand einhalten können. Bei dieser Bewertung ist allerdings zu beachten, dass die bei den meisten Anlagen gemessene Gesamtstaubemission bei Nennlast nur knapp unterhalb des Grenzwertes von 20 mg/nm³ lag. Da Unterschiede zwischen den Staubemissionswerten von Holzfeuerungen am Prüfstand und in der Praxis aus unterschiedlichen Quellen bekannt sind und von den Schornsteinfegern in der Praxis in der Regel höhere Staubemissionsmesswerte gemessen werden als am Prüfstand, ist es somit nicht auszuschließen, dass bei den vorgeschriebenen wiederkehrenden Prüfungen im praktischen Betrieb höhere Gesamtstaubmesswerte als in der 2. Stufe der 1. BImSchV vorgegeben auftreten könnten.

Weitere Informationen zu Pelletkesseln mit Low-Dust-Feuerungskonzept können per E-Mail an Viessmann angefordert werden.

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