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Forschungsprojekt untersucht Zukunftsanwendungen mit Pilkington-Profilbaugläsern

(2.2.2011) Ein aktuelles Forschungsprojekt der TU Darmstadt und der Bauglasindustrie GmbH zum Thema "Energetische Fassadensysteme" liefert erste Ergebnisse über die Zukunftsfähigkeit von Fassadenanwendungen mit Pilkington Profilit-Profilbaugläsern bei Neubauten und Sanierungen. Große Potenziale bestehen der Studie zur Folge vor allem bei der Integration von Profilit in komplexe energetische Fassadensysteme.

Neben dem Neubau stellen die thermische Sanierung von Gebäudehüllen und das Bauen im Bestand generell die größten Segmente in der aktuellen und künftigen Bautätigkeit in Deutschland und Mitteleuropa dar. Thermisch und konstruktiv mangelhafte Fassadenkonzepte haben im Rahmen dieser Bautätigkeiten bereits heute keine Chance mehr, die Anforderungen des energetisch nachhaltigen Bauens zu erfüllen. Vor diesem Hintergrund nahmen die Bauglasindustrie GmbH und der Lehrstuhl Entwerfen und Hochbaukonstruktion der TU Darmstadt im Rahmen eines Forschungsprojektes die Potenziale von Pilkington Profilit unter allen für die Nachhaltigkeit relevanten planerischen und konstruktiven Aspekten unter die Lupe.

Wirtschaftlich zur energetisch effizienten Fassade

Profilbaugläser in das baustoffliche Portfolio energetisch effizienter Fassadenplanung aufzunehmen, macht unter mehreren Aspekten Sinn. Zwar erreicht der Baustoff für sich alleine genommen nicht die U-Werte von Wärmedämmverbundsystemen oder Dreifach-Isoliergläsern, eine solche isolierte Betrachtung - so ein Ergebnis der Studie - mache allerdings im Falle von Pilkington Profilit auch keinen Sinn. Vielmehr habe man den von der Bauglasindustrie GmbH angebotenen Systembaukasten als wirtschaftliches, kreatives und flexibles Element bei der Erstellung intelligenter Fassadenaufbauten zu betrachten. Als konstruktives Element einer energetischen Fassade beispielsweise ließen sich mit konstruktiv einfach und wirtschaftlich zu lösenden Aufbauten komplexe Gesamtsysteme erstellen, die alle Anforderungen an ein wirtschaftliches und ressourcenschonendes Bauen erfüllen, bisweilen im Falle von dynamischen Fassaden sogar Energieüberschüsse produzieren könnten - so ein Fazit des Forschungsprojektes.

Nachweise über Simulationen, Berechnungen und reale Projekte

Energieeffizientes Bauen mit Pilkington Profilit ist dabei alles andere als graue Theorie - Warmfassaden in weltweit erstellten Objekten aus den letzten Jahren haben die wirtschaftliche Realisierbarkeit ebenso unter Beweis gestellt wie erste energetische Fassaden unter Einsatz des Profilbauglassystems von Pilkington. Bei der Bewertung einzelner Systemlösungen setzten die TU Darmstadt und der Bauglasindustrie GmbH moderne Berechnungsmethoden zur Ermittlung des Gesamtenergiehaushaltes eines Gebäudes ebenso ein wie kybernetische Simulationsverfahren und Messungen an Modellaufbauten und realisierten Objekten.

Beim Einsatz von Pilkington Profilit als Bestandteil energetischer Fassaden wurden dabei aufgrund der Berücksichtigung dynamischer U-Werte, die sich aus der ganzjährigen Betrachtung solarer Energieeinträge ergeben, sogar Wege aufgezeigt, durch die Kombination von Einzelbauteilen Energieüberschüsse zu produzieren. So wurden durch Auswertung dynamischer U-Wert-Profile eine Reihe energetischer Potenziale beim Einsatz transparenter/transluzenter Fassadenbekleidungen ermittelt:

  • Aktivierung passiver solarer Gewinne durch opake Speicherelemente, die hinter einer Luftschicht liegen
  • Steigerung des effektiven U-Wertes bei einer opaken Außenwandkonstruktion im Vergleich zu einem konventionellen Außenwandaufbau
  • Reduzierung der Wärmeabstrahlung nach außen aufgrund der weitgehenden Undurchlässigkeit von Glas für langwellige Wärmestrahlung
  • Wegfall der konvektiven Auskühlung der Bauteiloberfläche durch Wärmepuffer zwischen Außenwandoberfläche und Glasfassade
  • Dynamisches thermisches Verhalten des Außenwandelements; solare Gewinne werden an den Raum abgegeben
  • Sommerlicher Wärmeschutz bei steileren Sonnenständen durch hohen Reflexionsanteil der Glasoberflächen sowie durch Nutzung der Nachtauskühlung

Weitere Informationen zu Profilbaugläsern und dem Forschungsprojekt der TU Darmstadt können per E-Mail an Bauglasindustrie GmbH angefordert werden.

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