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Anschlussfrage: Feuchtesperre des Bodens trifft auf Sperrschicht des Mauerwerks

(12.5.2011) Anschlüsse von Feuchtesperren an die Sperrschicht des Mauerwerks sollen jetzt einfacher und sicherer lösbar sein. Kingspan Unidek ließ dazu seine Gefitas-Feuchtesperren nach der bauaufsichtlich eingeführten DIN EN 13967 für den Einsatz als Bauwerksabdichtung gegen Bodenfeuchte und Wasser von der MPA Braunschweig prüfen - mit Erfolg. Das Gefitas-System ist damit als funktionstüchtig bestätigt, entspricht den grundsätzlichen Forderungen der DIN 18195, Teil 4 für Feuchtigkeitssperren und wird ab sofort mit einer System-Gewährleistung von 10 Jahren angeboten.

Die Baupraxis zeigt, dass Anschlüsse der Feuchtigkeitssperren an die Mauerwerkssperren (z.B. an besandete Bitumenbahnen) oft nicht planmäßig funktionieren. Die vorgefundenen Mauerwerkssperren ...

  • befinden sich entweder auf falscher Höhe,
  • reichen zu kurz aus dem Mauerwerk heraus,
  • sind total verschmutzt oder
  • nass.

Wie also kann eine Feuchtigkeitssperre des Bodens an die Sperrschicht im Mauerwerk in jedem Fall fachgerecht angeschlossen werden?

Die falsche Annahme

Der Ursprung aller Irritationen um dieses Anschlussdetail ist die DIN 18195. Darin sind die DIN-gerechten Bitumen- und PVC-Bahnen beschrieben, die u.a. auch als Feuchtigkeitssperren geeignet sind. Bei der Verarbeitung von Bitumen- und PVC-Bahnen sind Schweißtechniken üblich. Die Verbindungen der Bahnen untereinander sind durch die Verschweißung zwangsläufig auch wasserdicht. Daraus entwickelte sich die irrige Annahme, die Feuchtigkeitssperre des Bodens müsse an die Mauerwerkssperre wasserdicht angeschlossen sein. Diese Annahme entspricht nicht der Anforderung an dieses Detail. Die Aufgabe einer Feuchtigkeitssperre ist die Unterbrechung kapillarer Strukturen oder die Trennung feuchter Bauteile, beispielsweise einer frisch betonierten Bodenplatte, von trockenen Schichten. Die DIN 18195, Teil 4, fordert lediglich ein Heranführen, schreibt deshalb auch vom "Heranführen oder Verkleben ... dass keine Feuchtigkeitsbrücken ... entstehen können" und nicht von der Herstellung eines Wasserdruck haltenden Anschlusses, wie er im Teil 6 der Norm beschrieben ist.

Lösung mit Gewährleistung


Der Systemanschluss­streifen R 300 klebt auf der Gefitas-Feuchtig­keits­sperre und wird an die Mauerwerks­sperre herangeführt bzw. überlappt sie. Bild vergrößern
 

Eine der praxiserprobten Lösungen, die das Unternehmen jetzt mit einer 10-Jahres-System-Gewährleistung empfiehlt, scheint recht einfach umsetzbar zu sein: Die Gefitas-Bahnen werden auf dem Boden bis an die Mauerwerke ausgerollt und untereinander mit den längsseits integrierten Butylklebestreifen verklebt (Bild). Dann folgt das "Heranführen" der Feuchtigkeitssperre an die Mauerwerkssperre. Dazu dient der spezielle Systemanschlussstreifen R 300 (Bild rechts). Dieser leicht zu konfektionierende Streifen ist 200 mm breit und besitzt ebenfalls zwei längsseits integrierte Butylklebestreifen. Einer dieser Klebestreifen wird auf die am Boden ausgerollte Gefitas aufgeklebt und an der Wand hochgeführt. Ob der zweite Klebestreifen die Mauerwerkssperre trifft - oder auch nicht - ist ohne Belang. Entscheidend ist lediglich, dass dieser Streifen die Mauerwerkssperre überlappt bzw. an diese "herangeführt" ist. Der zweite Butylklebestreifen kann willkürlich irgendwo an der Wand angeklebt werden und hilft lediglich den Anschlussstreifen in der Senkrechten an der Wand zu halten, bis der Estrich in die aus Gefitas errichtete Wanne eingebaut ist. Bei diesem Detail muss die Mauerwerkssperre nicht verklebt bzw. angeschlossen werden. Damit ist auch die Frage, ob die Sperre sauber oder trocken ist, ohne Belang. Entscheidend ist lediglich, dass der kapillare Transport unterbrochen ist. Die dampfsperrende Gefitas PE 3/300 kann übrigens bei allen Bodenbelägen eingesetzt werden.

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