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Fraunhofer-Institut für Bauphysik stellt u.a. Online-Plattform für die Gebäudeökobilanzierung vor

(30.6.2011, Consense-Bericht) Als ein wichtiger Mitverursacher muss auch die Bau­branche dazu beitragen, Klimawandel und Ressourcenverknappung einzudämmen und durch neue Lösungen und Bewertungssysteme einen positiven Wandel herbeizuführen. Dazu passend präsentierte das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP auf der Con­sense seine aktuellen Nachhaltigkeitsstrategien, Bewertungs- und Zertifizierungsmög­lichkeiten sowie eine Softwarelösung zur Ökobilanzierung.

Mehr als die Hälfte des Ressourcenverbrauchs und des Abfallaufkommens in Deutsch­land entsteht durch die gebaute Umwelt. Und nicht nur hier gewinnt eine gesunde, be­hagliche und ökologisch verträgliche Gebäudenutzung immer mehr an Bedeutung. So will auch die aktuellen EU-Verordnung Nr. 305/2011 - beispielsweise durch Anga­ben über den Gehalt an gefährlichen Stoffen in Bauprodukten - die Möglichkeiten für nachhaltiges Bauen verbessern und die Entwicklung umweltfreundlicher Produkte fördern.

Ziel ist, Umweltwirkungen und Lebenszykluskosten zu reduzieren, bei gleichzeitiger Steigerung der Gesundheit und Behaglichkeit der Gebäudenutzer. Die Nachhaltigkeits­bewertung von Gebäuden und Bauwerken ist eines der zentralen Arbeitsfelder am Fraunhofer IBP. Die wissenschaftliche Begleitung von Nachhaltigkeitszertifizierungen und die Entwicklung von Bewertungsverfahren und -regeln sowie von Methoden und Instrumenten zur praxisnahen Umsetzung sind Schwerpunkte der Fraunhofer-Forscher. An der Weiterentwicklung des Gütesiegels "Nachhaltiges Bauen" der Deutsche Gesell­schaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) sind sie ebenfalls beteiligt. Künftig sollen auch Verfahren gefunden werden, mit denen nicht nur einzelne Gebäude ökologisch, öko­nomisch und sozial optimiert, sondern ganze Stadtquartiere und Siedlungen nachhaltig gestaltet werden können.

Nicht nur die Nachhaltigkeit von Gebäuden, sondern auch die von Bausystemen ist Gegenstand der Forschung. Dabei werden die ökologischen Eigenschaften der Bau­produkte, aus denen beide bestehen, mit dem Instrument der Umweltproduktdeklara­tion (Environmental Product Declaration, EPD) nach ISO 14025 detailliert dargestellt. Damit wird sowohl Planern und Architekten, als auch Nutzern eine transparente Grundlage für die Auswahl einzelner Produkte zur Verfügung gestellt. Gleichzeitig beeinflussen Bauprodukte selbst in erheblichem Maße die Nachhaltigkeitsleistung von Systemen und Gebäuden. Das Fraunhofer IBP erforscht diese Zusammenhänge in Zusammenarbeit mit Praxispartnern, um zukünftig noch detailliertere Aussagen über die Bedeutung von Bauprodukten betreffend ihrer Nachhaltigkeit treffen zu können.

Um sämtliche Umweltwirkungen, die von Bauprodukten, Bausystemen und Bauwerken verursacht werden, erfassen und analysieren zu können, setzen die Wissenschaftler am Fraunhofer IBP auf das Instrument der Ökobilanzierung. Damit lassen sich Umwelt­wirkungen wie Treibhausgasemissionen, die Versauerung von Böden und Gewässern oder die Ozonbildung sowie der Ressourcenverbrauch systematisch für den gesamten Lebenszyklus erfassen und bewerten. Ebenfalls können dadurch ökologische Schwach­stellen am Gebäude aufgezeigt werden, um gezielte Optimierungsmaßnahmen bereits in frühen Planungsphasen einleiten zu können.

Online-Plattform für die Gebäudeökobilanzierung

Mit dem „Sustainable Buildings Specifier (SBS)“ stellte das Fraunhofer IBP auf der Consense erstmalig eine Online-Plattform für die Gebäudeökobilanzierung vor, welche gemeinsam mit PE International entwickelt wurde. Mit diesem Tool will man eine pro­zessbegleitende Lebenszyklusplanung der ökologischen Performance eines Gebäudes bereits in einem frühen Planungsstadium ermöglichen.

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