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DuPont Tyvek im Alterungstest

(24.7.2011) DuPont Building Innovations hat ein umfassendes Alterungstestprogramm in Auftrag gegeben, das beim SP Technical Research Institute in Schweden (Abteilung Chemistry and Materials Technology - Polymer Technology) vom Juli 2009 bis März 2010 durchgeführt wurde. Den Testergebnissen gemäß ist die Haltbarkeit von DuPont Tyvek Bahnen nach UV- und Wärmeeinwirkung gegenüber den anderen getesteten Mehrlagenprodukten überlegen:

Unterspann- bzw. Unterdeckbahnen dienen dem Schutz der Dachkonstruktion vor Gefahren, die durch die Gebäudenutzung, Kondensation und externe Einflüsse (Wind, Regen, Staub, Insekten usw.) entstehen. Sie halten somit die Dämmung bzw. die Gebäudestruktur trocken, fördern ein gesundes Innenraumklima und tragen zur Energieeffizienz von Bauwerken bei.

Die verschiedenen getesteten Unterspann- bzw. Unterdeckbahnen wurden von SP im Baufachhandel eingekauft (1 Rolle je Produkt) und direkt zum SP Technical Research Institute nach Schweden geschickt. Dort wurde eine künstliche Alterung durch UV-Einwirkung herbeigeführt und anschließend die Wasserdichtigkeit, Klasse W1, gemäß EN 13859-1 und -2 getestet.

Widerstandsfähigkeit gegenüber UV-Strahlung

Die in diesen Tests untersuchte Widerstandsfähigkeit von Dachbahnen gegenüber UV-Strahlung ist von großer Bedeutung. Während der Bauphase können Dächer und Wände häufig nicht schnell oder nicht vollständig abgedeckt werden, so dass die Bahnen der schädlichen UV-Strahlung ausgesetzt sind. Dies kann offenbar bei vielen mehrlagigen Produkten zu einer drastischen Beeinträchtigung der Wasserdichtigkeit führen, während Tyvek dank seiner deutlich höheren Widerstandsfähigkeit wohl nur sehr geringen Schaden nimmt.


Mikroskopiebilder von mikroporösen Filmen in mehrlagigen Bahnen: beschädigte Bahnen mit kleinen Rissen in der Funktionsschicht, hervorgerufen durch aggressive UV-Einwirkung, zeigen irreversible Auswirkungen auf die Funktionalität des Produktes (Bild vergrößern)

Einfluss von Hitze

Ein zweiter Alterungstest, der den Einfluss von Hitze untersuchte, wurde ebenfalls beim SP Technical Research Institute in Schweden durchgeführt. Dabei wurden die Unterspann- bzw. Unterdeckbahnen einer Hitzeeinwirkung von 90°C ausgesetzt, höher als die Anforderung bei der CE-Kennzeichnung EN 13859 (70°C), um die Beständigkeit gegen Wärmeeinwirkung in einem Dach unter reellen Bedingungen zu bestimmen. Abhängig von der Farbe der Dachziegel und der Unterspann- bzw. Unterdeckbahn kann die Temperatur unter Dachziegeln schnell 80°C und mehr erreichen - und unter Metalldächern sogar bis zu 90°C.

Die künstliche Alterung durch Hitze-/Wärmeeinwirkung und die anschließende Prüfung der Wasserdichtigkeit, Klasse W1, wurden ebenfalls gemäß EN 13859-1 und -2 durchgeführt.

Die Ergebnisse belegen, dass Wärmeeinwirkung auf die Bahnen weniger aggressiv und unmittelbar ist, als dies bei der UV-Strahlung der Fall ist. Der Verlust an Wasserdichtigkeit ist aber auch hier nachweisbar, progressiv und zerstörerisch.

Bei einer Wärmeeinwirkung von 90°C über mehr als 45 Wochen (dreimal so lange wie manche anderen der getesteten mehrlagigen Produkte) hat DuPont Tyvek seine zuverlässige Funktionalität bzw. Beständigkeit gegen Hitze unter Beweis stellen können. Den vollständigen Bericht stellt Dupont auf Anfrage zur Verfügung.

Die Hauptgründe für das gute Abschneiden

... der Tyvek-Bahnen gegenüber den anderen getesteten Mehrlagenprodukten wird von Dupont auf die besondere Struktur des Materials und die Qualität der Funktionsschicht zurückgeführt. Wichtig sei, dass die Qualität bzw. der Wert einer Bahn nicht allein anhand ihres Flächengewichts oder ihrer Dicke beurteilt werden könne. Solche Vergleiche würden zu Fehlinterpretationen führen, wenn es um Leistung oder Haltbarkeit geht. Nur die Qualität und Dicke der Funktionsschicht einer Bahn sei entscheidend für die Haltbarkeit, für eine langfristige Wasser- und Winddichtigkeit sowie für die Dampfdurchlässigkeit.

Konkret: Ein menschliches Haar ist mit 80-120 µm ca. dreimal dicker als die Funktionsschicht verschiedener handelsüblicher mikroporöser Filme oder mehrlagiger Produkte mit ca. 10-40 µm. Die Funktionsschicht von Tyvek wird dagegen mit 175 - 220 µm angegeben.

Über DuPont Tyvek

Erfunden wurde Tyvek von DuPont Forschung & Entwicklung in den späten 60er Jahren, als ein Premium-Material für Schutzkleidung und Verpackungen. Das „Geheimnis“ hinter Tyvek ist die Flash-Spun-Bond-Technologie zur Herstellung, die die erforderlichen Eigenschaften auch für weitere Anwendungen und Märkte erfüllt. Zwischen 1990 und 1995 wurde Tyvek in den Skandinavischen Ländern, der Schweiz, Deutschland und in Großbritannien eingeführt. Heute wird Tyvek in mehr als 35 Ländern in Europa, im mittleren Osten und Afrika vermarktet - zuzüglich USA, Kanada und einigen anderen Ländern. 2005 erhielt DuPont als einer der ersten Hersteller im Bereich Unterspann- bzw. Unterdeckbahnen für das gesamte Tyvek-Produktangebot die CE-Zertifizierung.

Innerhalb der letzten 17 Jahre soll Tyvek in Europa, im mittleren Osten und Afrika in rund 5,5 Millionen Häusern, in den USA und Kanada in 8 Millionen Häusern sowie in Asien in über 6 Millionen Häusern verbaut worden sein.

Weitere Informationen zu Tyvek können per E-Mail an DuPont angefordert werden.

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