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Neue Brandklassen für Rohrisolierung

(10.8.2011) Ab August 2012 dürfen EU-weit nur noch Rohrisolierungen in den Handel gelangen, die den neu definierten Produktstandards entsprechen und das entsprechende CE-Zeichen tragen. Die bisherigen nationalen Brandklassifizierungen werden damit durch einheitliche europäische Brandklassen ersetzt. Die auch in anderen Ländern gern verwendeten deutschen Brandklassen B1 und B2, die in der DIN 4102 festgelegt sind, laufen aus. Eine wesentliche Grundlage für die EU-Klassifizierung ist der exakt definierte SBI-Brandtest, der von unabhängigen und speziell akkreditierten Prüflabors durchgeführt wird.


Brand ist nicht gleich Brand: Ob es zu starker Rauch- oder Flammenentwicklung kommt, hängt von den verbrennenden Gegenständen ab. Dieser Unterschied ist auch für Rohrisolierungen elementar, für die ab 2012 EU-weit einheitliche Normen mit neuen Brandklassen gelten. Neuentwicklungen aus Polyolefine-Schaumstoffen erfüllen die strengeren Anforderungen. (Foto: Fotolia/Thermaflex) (Bild vergrößern)

Die neue Klassifizierung für Rohrisolierung verspricht handfeste Vorteile. Denn das europäische System, festgelegt in der Norm DIN EN 13501-1, arbeitet mit einer detaillierteren Gliederung in sieben Brandklassen: A1L, A2L, BL, CL, DL, EL und FL. Ergänzt werden sie um Angaben für Rauchbildung und für brennendes Abtropfen:  Die Wertungen dieses Brandverhaltens werden angegeben mit ...

  • „s“ für „smoke“ und
  • „d“ für „droplets“.

Wenig oder gar kein Rauch wird mit s1 bewertet. Bei der Zusatzangabe d0 findet kein brennendes Abtropfen statt, bei d1 oder d2 können Materialteile brennend abfallen und somit als Brandbeschleuniger wirken. Beispiel: Die Klasse BL s3 d0 steht für ein schwer entflammbares Material mit viel Rauchentwicklung jedoch ohne brennendes Abtropfen.


Brandklassifizierung linearer Rohrdämmstoffe (Auszug) (Bild vergrößern)

Die Mindestanforderung für nicht brennbare Rohrisolierung ist nun die Brandklasse A2L s1 d0. Bei den flexiblen Kunststoff-Rohrisolierungen erreichen aktuelle Produkte aus synthetischem Kautschuk vielfach die neuen Klassen BL und CL. Die von Kautschuk allgemein bekannte Neigung zu Rauchbildung bei Brand verhindert bei den heute erhältlichen Rohrdämmungen aus diesem Material eine optimale Einstufung.

Für die beliebten PE-Rohrisolierungen bringt die neue Klassifizierung nach DIN EN 13501-1 auch Nachteile. Zwar spielt die gefährliche Rauchbildung bei PE keine Rolle, aber die heute angebotenen Rohrisolierungen aus Polyethylen-Schaumstoff neigen zum brennenden Abtropfen und kommen daher ohne technische Weiterentwicklung über die Einstufung „normal entflammbar“ (die neuen Klassen DL und EL) nicht hinaus.

Rohrdämmungen aus neu entwickelten Polyolefine-Schaumkunststoffen, die beim SBI-Test die Brandklassen BL oder CL mit den höchsten Zusatzwertungen s1 und d0 erreichen, bilden künftig eine leistungsoptimierte Alternative zu Kunststoff-Rohrisolierungen aus Polyethylen und Kautschuk. Mit ThermaSmart COOL hat beispielsweise Thermaflex eine Polyolefine-Rohrisolierung im Programm, die mit der Brandklasse BL s1 d0 den neuen Anforderungen an schwer entflammbare Baustoffe bestmöglich erfüllt. Das bestehende ThermaSmart Sortiment soll zudem um weitere Produkte ergänzt werden, die konzipiert wurden, um die neuen Tests für schwer entflammbare Rohrisolierungen ohne Rauch und ohne brennendes Abtropfen zu bestehen. Die wärmedämmenden Eigenschaften entsprechen unverändert den deutschen Standards, die auch in der Energieeinsparverordnung vorgeschrieben sind.

Weitere Informationen zu nicht brennbaren Rohrisolierungen können per E-Mail an Thermaflex angefordert werden.

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