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Brandabschottungen mit zertifizierter Sicherheit für Betreiber und Bauherren

(17.8.2011) Im Schadensfall sind Gebäudebetreiber bzw. Bauherrn gegenüber dem Gesetzgeber und vielfach auch den Versicherern verpflichtet, die sachgerechte Ausführung und Instandhaltung sämtlicher Anlagen für den vorbeugenden Brandschutz nachzuweisen. Nicht selten treten dabei grobe Verarbeitungs- und Dokumentationsmängel zutage. Gemeinsam mit dem TÜV Rheinland hat der Kölner Brandschutzspezialist Zapp-Zimmermann ein System zur Zertifizierung von Betrieben entwickelt, das die Prüfung und Überwachung sowohl der Produktqualität als auch der Einbauleistung umfasst und zudem auf einer rechtssicheren, nachhaltigen Dokumentation beruht.

"70 Prozent der Brandabschottungen mangelhaft"

Brandabschottungen wie Kabel-, Rohr- oder Kombiabschottungen sind Teil des vorbeugenden baulichen Brandschutzes und fallen in den Verantwortungsbereich des Gebäudebetreibers bzw. Bauherrn. Im Schadensfall ist er verpflichtet, den Nachweis über die korrekte Ausführung der gesetzlich vorgeschriebenen Brandschutzmaßnahmen zu erbringen. Im Gegensatz zu Sprinkleranlagen, Feuerlöschern oder Brandschutzklappen unterliegen Brandabschottungen keiner Wartungspflicht. Sie sind zwar generell wartungsfrei, durch zum Beispiel unsachgemäßen Einbau oder fehlerhafte Nachinstallationen können früher oder später allerdings gravierende Mängel auftreten.

„Unserer Erfahrung nach sind etwa 70 Prozent der Brandabschottungen in Gebäuden mangelhaft verarbeitet“, sagt Marc Zimmermann, Geschäftsführer von Zapp-Zimmermann. „Eine hohe Zahl, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Verantwortlichen in der Regel keine genaue Kenntnis über Anzahl und Zustand der verbauten Abschottungen haben.“ Ein Grund für die zum Teil schlechte Ausführungsqualität sieht Marc Zimmermann in der Zerteilung des Marktes: „Für den vorbeugenden Brandschutz brauchen wir besonders qualifizierte Fachbetriebe und Spezialisten, die mit hochwertigen Produkten arbeiten und über ein stets aktuelles, hohes Schulungsniveau verfügen. Da Brandschutz aber kein eigenständiges Gewerk ist, übernehmen Elektro- und Datentechniker, Heizungs- und Lüftungstechniker, Trockenbauer und viele andere diese Aufgabe gleich mit ...“ Für Gebäudeverantwortliche sei es nicht leicht, hier „die Spreu vom Weizen zu trennen“.

TÜV- zertifizierter Brandschutzeinbau

Um Betreibern und Bauherren zu mehr Transparenz und Sicherheit in Sachen Brandabschottung zu verhelfen, hat der Kölner Hersteller gemeinsam mit dem TÜV Rheinland ein System entwickelt, nach dem sich Betriebe für den Brandschutzeinbau TÜV-zertifizieren lassen können. Dabei überwacht der TÜV nicht nur die Herstellung und Qualität der verarbeiteten Produkte. „Wir stellen sicher, dass die Betriebe bzw. Monteure nach einem speziellen, mit dem TÜV Rheinland abgestimmten Konzept von Zapp-Zimmermann geschult und zugelassen sind“, erläutert Dr. Hans-Georg Franke vom TÜV Rheinland. Zudem wird die Qualität der Ausführung auf der Baustelle nach strengen Vorgaben stichprobenartig durch einen neutralen Auditor überwacht.

Sorgfältige Dokumentation mit DocuPort

Neben der Verbesserung der Ausführungsqualität zielt das Zertifizierungssystem auch auf die Optimierung der Dokumentation sämtlicher Brandschottmaßnahmen. Das Prüfsiegel erhält deshalb nur, wer mit DocuPort arbeitet, einem ebenfalls TÜV-geprüften, leicht und schnell zu handhabenden Dokumentationssystem, mit dem sich Betreiber oder Bauherren durch den Zugriff auf eine Online-Datenbank jederzeit einen Gesamtüberblick über die verbauten Abschottungen verschaffen können.

Abschottung mit ID-Nummer erfasst

DocuPort basiert auf einer dauerhaften und eindeutigen Kennzeichnung jedes einzelnen Brandschotts. Beim Einbau der Abschottung bringt der Monteur einen Kennzeichnungsstreifen so in die Schottung ein, dass dieser samt aufgedruckter ID-Nummer von beiden Seiten der Öffnung aus erkennbar ist. Nach Fertigstellung wird die Schottung mit einem Kennzeichnungsschild versehen, auf dem vermerkt ist, welches System verwendet wurde, welche Feuerwiderstandsdauer es besitzt und wann es von wem eingebaut wurde. Danach wird die Brandabschottung für die Internetdatenbank fotografiert.

Alle relevanten Daten pflegt der Verarbeiter anschließend über das Internet in die DocuPort-Datenbank ein und lädt die dazugehörigen digitalen Bilder hoch. Der freigegebene Datensatz kann nun auch vom Betreiber bzw. Bauherrn eingesehen werden. Nach abgeschlossener Prüfung kann eine Übereinstimmungserklärung erstellt und ausgedruckt werden, die die fehlerfreie Dokumentation der Daten bestätigt.

Mit DocuPort werden alle Daten dauerhaft gespeichert und sind auch nach Abschluss des Bauauftrags jederzeit abrufbar. Für Nachbelegungen können Datensätze zugefügt werden. So entsteht eine lückenlose, beweiskräftige Dokumentation, die die Qualität der Ausführung jederzeit sichtbar macht. „Natürlich prüfen wir im Rahmen unserer Zertifizierung auch, ob das DocuPort-System richtig anwendet wird“, erklärt Dr. Hans-Georg Franke. Ist auch diese letzte Hürde genommen, wird das geprüfte Unternehmen mit der Zertifizierungsurkunde ausgezeichnet und in eine Datenbank des TÜV Rheinland aufgenommen. Diese ist für Betreiber und Bauherren unter tuv.com in der Rubrik TUVdotCOM Service unter Angabe der ID-Nummer des entsprechenden Prüfsiegels jederzeit einsehbar.

Weitere Informationen zur Zertifizierung von Brandabschottungen können per E-Mail an Zapp-Zimmermann angefordert werden.

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