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Wärmepumpen-Installation mit oder ohne Kälteschein

(6.9.2011) Immer mehr Heizungsinstallateure reagieren auf den Markt und bieten ihren Kunden Wärmepumpen an. Hierzu haben sie in der Vergangenheit hauptsächlich Kompaktgeräte verwendet, bei denen ein geschlossener Kältekreislauf eingesetzt wird. Seit 2008/2009 drängen im Bereich der Luft/Wasser-Wärmepumpen aber vermehrt auch gesplittete Systeme auf den Markt, die jedoch eine kältetechnische Qualifikation, die so genannte Sachkunde nach Chemikalien-Klimaschutzverordnung, vom Heizungsbauer erfordern. Mit In-Kraft-Treten dieser Verordnung ist der „kleine Kälteschein“ für den Heizungsbauer weggefallen. Für den Erfolg im Wärmepumpengeschäft stellt sich nun die Frage, lohnt sich die Weiterbildung für den Heizungsbauer oder lassen sich allein mit den Kompaktgeräten die Wünsche der Kunden erfüllen?

Kompaktgeräte ohne Kälteschein

Die Vorteile der Kompaktgeräte oder "dualen" Wärmepumpen liegen für den Heizungsbauer darin, dass nur eine wasserseitige Verbindung zwischen Innen und Außen erfolgen muss. Für die Anbindung an das Heizungssystem ist je nach Technologie noch ein Pufferspeicher notwendig. In diesem Pufferspeicher findet auch der Reserveheizstab seinen Platz. Dieser Vorteil in der Wasserverrohrung ist gleichzeitig aber auch der Nachteil dieser Technologie. Da die Wärmepumpe im Außenbereich aufgestellt ist, müssen die Wasserleitungen im frostfreien Bereich verlegt werden. Der Aufwand in der Verlegung und die Anforderungen an die Isolierung der Wasserleitungen sind nicht zu unterschätzen. Eine elektrische Begleitheizung der Rohrleitungen ist zur Sicherheit ebenfalls zu empfehlen. Jedoch können alle diese Vorsichtsmaßnahmen nicht verhindern, dass bei einem längeren Stromausfall das Wasser in den Leitungen am Anschluss zur Wärmepumpe gefrieren kann.

Das kompakte System ist - wenn die Wärmepumpe auch die Warmwasserbereitung übernimmt - in der Aufstellung zudem recht unflexibler. Dies liegt daran, dass beim Umschalten vom Heizbetrieb mit niedrigen Vorlauftemperaturen auf die Brauchwasserbereitung mit ihren hohen Vorlauftemperaturen zuerst das Volumen in der Anbindeleitung erwärmt werden muss, bevor es zur Brauchwasserladung dem Warmwasserspeicher zur Verfügung steht. Dadurch kann sich die Brauchwasserladezeit verlängern, wodurch es im Gebäude möglicherweise zu Komforteinbußen durch absinkende Raumtemperaturen kommen kann. Die Wärmepumpe sollte daher möglichst nahe zum Warmwasserspeicher aufgestellt werden.

Split-Systeme mit Kälteschein

Split-Systeme hingegen weisen eine hohe Flexibilität in der Aufstellung auf. Innen- und Außenteil sind mit einer Kältemittelrohrleitung verbunden:

Das Kältemittel ist nicht frostgefährdet, so dass entsprechende Erdarbeiten entfallen. Zwischen Innen- und Außengerät lassen sich, je nach Gerätetyp, Distanzen von bis zu 75 m überwinden. Dadurch sollte auf jedem Grundstück ein Aufstellort ausgewählt werden können, bei dem sich weder der Nutzer noch der Nachbar gestört fühlt.

Kompaktwärmepumpen aus dem Kälte-/Klimalager

Lange Zeit hatten Heizungsbauer speziell bei Wärmepumpen, die aus der Kälte-/Klimatechnikecke kamen - wie beispielsweise bei Geräten von Daikin Altherma -, keine andere Wahl, als Split-Systeme zu verwenden. Inzwischen werden ihnen aber auch von dieser Seite Kompaktgeräte angeboten, die ohne Sachkundenachweis nach Chemikalienschutzverordnung installiert werden können - ein Beispiel ist der LuviType Monoblock von Daikin. Solche Geräte sollen dem Heizungsbauer den Einstieg in die Wärmepumpentechnik auch unter dem Dach eines orginären Kälte-/Klimageräte-Herstellers ermöglichen.

Denn auch der LuviType Monoblock vereint das Außengerät und die Hydrobox in einem Gehäuse. Lediglich der Warmwasserspeicher befindet sich im Haus. Der Reserveheizstab ist bereits im Außengerät integriert und im Innern gibt es keinerlei Geräuschquellen.

Der LuviType Monoblock ist optimiert auf eine ganzjährige, Temperierung der Gebäude inklusive der Warmwasserbereitung bei Außentemperaturen von -20°C bis zu +35°C. Zusätzlich bietet das neue Gerät eine bedarfsgerechte Kühlung bei Temperaturen von 10°C bis 46°C. Technisch unterscheidet sich der Monoblock nicht so sehr zur bekannten LuviType. Auch hier kommt der invertergesteuerte Kompressor mit seiner stufenlosen Leistungsanpassung zum Einsatz. Es können alle bekannten Komponenten angeschlossen werden.

Weitere Informationen zu LuviType Monoblock und Split-Wärmepumpen können per E-Mail an Altherma angefordert werden.

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