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Organische Photovoltaik für Bauelemente aus Stahl


  
Konarka Technologies
  

(8.9.2011) Dach- und Fassadenelemente aus Stahl mit integrierter organischer Photovoltaik stehen im Fokus einer Entwicklungskooperation von ThyssenKrupp Steel Europe und Konarka Technologies. Konarka Technologies, ein US-amerikanisches Unternehmen, dessen deutsche Niederlassung in Nürnberg angesiedelt ist, gilt als Technologieführer für organische Photovoltaik.

Anders als herkömmliche, Silizium-basierte Photovoltaik-Systeme wird die in den kommenden Jahren gemeinsam entwickelte Lösung keine Ständerkonstruktionen benötigen, sondern vollständig und bruchlos in die Gebäudehülle integriert sein. Basis der Entwicklung ist das Produkt PowerPlastic von Konarka Technologies, ein Solarmodul mit einem photoreaktiven Polymer, das sich in gelöstem Zustand auf unterschiedliche Trägermaterialien applizieren lässt. Als Träger eignen sich neben Stahl nicht nur Glas und weitere Baumaterialien, sondern auch Folien oder Textilien.

Die ressourcenschonend gefertigte Oberfläche ist dünn, leicht und flexibel und wird ebenso wirtschaftlich wie umweltschonend in einem kontinuierlichen Prozess auf die Trägermaterialien aufgebracht. In verschiedenen Farben, Farbmischungen und Formaten produzierbar sollten auch die Bauelemente mit organischer Photovoltaik Planern und Architekten ein hohes Maß an Gestaltungsfreiheit bieten können. „Unser Produkt ist umweltfreundlich und vollständig recycelbar“, weist Alex Valenzuela, Konarkas Vice President für Business Development in Europa, auf weitere Vorteile der Technologie hin.

Weil organische Solarzellen die Energie der Sonne auch bei ungünstigen Strahlungswinkeln sowie bei schwachem oder diffusem Licht nutzen, bieten sie sich geradezu für Fassaden an. Diese Gebäudeteile werden bislang vergleichsweise selten für Photovoltaik-Anlagen genutzt. ThyssenKrupp Steel Europe möchte dieses Potenzial für stählerne Fassadenelemente mit Photovoltaik-Funktion heben. Bei der Produktion der Bauelemente gibt es eine Coil-Coating genannte Fertigungsstufe, in der flaches Stahlband auf kontinuierlich arbeitenden Anlagen mit Folien, Lack- oder Kunststoffoberflächen beschichtet wird. In diesen Anlagen könnte der Stahl auch die organische Photovoltaik-Oberfläche erhalten. Dr. Lars Pfeiffer, in der Geschäftseinheit Color/Construction für Qualität und Entwicklung verantwortlich: „Die organische Photovoltaik bietet erstklassige Möglichkeiten zur Integration in unseren Fertigungsprozess. Damit wären wir in der Lage, unseren Kunden einen wertvollen Zusatznutzen kostengünstig zur Verfügung zu stellen. Alex Valenzuela ergänzt: „Mit ThyssenKrupp Steel Europe haben wir einen kompetenten Industriepartner gefunden, der wie wir hoch automatisierte Rolle-zu-Rolle-Prozesse einsetzt, um qualitativ hochwertige Stahl-Bauelemente herzustellen. Unsere Kompetenzen passen perfekt zueinander.“

Weitere Informationen zu organischer PV-Technik für Stahlfassaden und -dächer können per E-Mail an ThyssenKrupp Steel angefordert werden.

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