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SPD-Vorstoß zur „Abwrackprämie“ für alte Heizungen. Ist das sinnvoll?

Abwrackprämie für Heizkessel, Heizung

(22.9.2011) Die SPD im Landtag NRW sowie die Grünen streben eine „Abwrackprämie“ für alte Heizkessel an, berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ). Es verwundert nicht, dass dieser Vorschlag unverzüglich Unterstützung erfährt aus der Wärmetechnik-Wirtschaft und -Fachwelt. Die Initiative Erdgas pro Umwelt (IEU) beispielsweise, in der sich Verbände, Heizgerätehersteller, Handwerk und Energieversorger für effizientes Heizen engagieren, begrüßt den Vorstoß wenig überraschend als „wichtiges Signal“.

„Der Austausch veralteter Heizkessel ist eine entscheidende Voraussetzung, um die ehrgeizigen Ziele beim Klimaschutz erreichen zu können“, betont Bernhard Funk, Sprecher der Initiative Erdgas pro Umwelt. Er unterlegt diese Aussage mit Zahlen: „40 Prozent aller CO₂-Emissionen werden vom Gebäudebestand verursacht, drei Viertel aller Heizungen in Deutschland sind technisch veraltet. Die Potenziale für den Klimaschutz sind also riesig.“ Es sollte dabei jedoch nicht ausgeblendet werden, dass es außerhalb der Wärmetechnik-Branche auf diese Anforderungen durchaus alternative Antworten gibt - siehe Barbeitrag „Energiesparnetzwerk feilt am Profil“ vom 22.9.2011.

Neben Maßnahmen für den Klimaschutz geht es sehr oft auch um die Entlastung der Haushaltskasse. Nach Berechnungen des Bochumer Instituts für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung (InWIS) für die Studie „IEU-Modernisierungskompass“ könnten umfangreiche Dämmmaßnahmen die Haushalte überfordern. Der Austausch des Heizkessels hingegen sei deutlich preiswerter.

Ein ausgetauschter Heizkessel macht noch keine Heizungssanierung!

Gleichwohl steht bei Entscheidungen zur Gebäudesanierung auch immer die Frage im Raum, ob es sinnvoll ist, mit einer modernen Brennwertheizung überdimensioniert(!) gegen eine unzureichend gedämmte Gebäudehülle anzuheizen - zumal eine Brennwertheizung nur solange effizient und einigermaßen klimaschonend arbeitet, wie sie im Brennwertbereich bleibt. Auch in Frage gestellt werden, dass die moderne Niedrigtemperaturtechnik über das alte Wärmeverteilnetz die für hohe Temperaturen ausgelegten Heizkörper überhaupt ausreichend erwärmen kann. Möglicherweise könnte sie es, wenn die Gebäudehülle gedämmt wäre ...

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