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Filigranes Stahlfensterprofil für Denkmal- und Wärmeschutz, VSG und schlanke Optik

(29.9.2011) Seit seiner Errichtung 1905 hat sich das Psychiatrische Zentrum Nordbaden (PZN) zu einem hochmodernen Zentrum für Psychiatrie und Psychoanalytik mit einer Vielzahl an Angeboten entwickelt. Dazu gehört auch die Arbeitstherapie, die in einem Holzbau auf dem Gelände untergebracht war. Nach einem vernichtenden Brand begann man mit der Suche nach einem geeignetem Ersatz für das Gebäude. Schnell kam man auf das seit Jahrzehnten ungenutzte historische Kesselhaus.

Seit 2001 sorgt in der bereits sanierten Osthälfte ein modernes Biomasseheizwerk für die Versorgung der psychiatrischen Einrichtung mit Strom und Wärme. Die leer stehende Westhälfte mit zwei an der Stirnseite anschließenden, kleineren Anbauten wurde von Grund auf saniert und bewohnbar gemacht (siehe auch Google-Maps).

Eine neu eingezogene Zwischendecke teilt den Raum in ein Erdgeschoss mit etwa 4 Meter und ein Dachgeschoss mit bis zu 8,60 Meter Höhe. So ist mit insgesamt 1.250 Quadratmeter ausreichend Fläche geschaffen für 60 Arbeitsplätze, die der realen Arbeitswelt standhalten können u.a. in den Bereichen Montage, Schlosserei und Schneiderei. Verschiedene Einzelwerkstätten und Lager befinden sich im Erdgeschoss. Beeindruckend ist der riesige Industriemontageraum im Dachgeschoss, der durch langgestreckte Oberlichter zusätzliches Tageslicht und damit eine besondere Atmosphäre erhält. Diese Wirkung wird unterstützt durch das frei liegende stählerne Dachtragwerk. Angegliedert sind in diesem Geschoss auch verschiedene sanitäre Einrichtungen, Büro- und Aufenthaltsräume.

Denkmal- und Wärmeschutz, VSG, filigrane Optik unter einem Hut

Da das Gebäude unter Denkmalschutz steht, galt bei der Sanierung den Stahlprofilfenstern ein besonderes Augenmerk. Die ursprünglichen Fenster hatten nur eine Einfachverglasung, was mit effektivem Wärmeschutz nicht zu vereinbaren war. Darüber hinaus verlangen die Sicherheitsmaßnahmen aufgrund der besonderen Nutzer Verbundsicherheitsglas (VSG), das nicht splittert und so keine Möglichkeit der Selbstverletzung bietet. Gleichzeitig sollte die ursprüngliche filigrane Optik der historischen Fenster gewahrt bleiben. Die Architekten des PZN fanden laut eigenem Bekunden in der Profilserie Fineline von RP Technik die einzige Stahlprofilserie, die alle konstruktiven Anforderungen - bei gleichzeitig schmaler Ansichtsbreite von nur 36 Millimetern - erfüllt.

Das filigrane Fensterprofilsystem, das speziell für die Instandsetzung historischer Gebäude entwickelt wurde, lässt sich individuell an alle Anforderungen anpassen. In Anlehnung an vorhandene Originalzeichnungen lieferte RP Technik 19 Rundbogenfenster in Abmessungen bis zu 5,34 x 2,21 Meter und 2 Rechteckfenster mit den Abmessungen 1,30 x 3,30 Meter in Fineline.

Die Vorfertigung der Fensterprofile insbesondere der Korbbögen mit 5 Schnittpunkten und jeweils 3 Radien erfolgte im Werk. Abweichend von der historischen Vorgabe wurde die Fensteraufteilung so an die neu eingezogene Zwischendecke angepasst, dass Öffnungsflügel möglich sind. Aufgesetzte und eingelegte Sprossen erzeugen kleinere Aufteilungen mit einem Sprossenabstand von ca. 25 Zentimeter. Dank der filigranen Ansichtsbreiten von Fineline lassen die Fenster des Kesselhauses ein Maximum an Tageslicht ins Innere des Gebäudes. In der hellen, freundlichen Atmosphäre lässt es sich für Betreuer wie Patienten gut arbeiten.

Weitere Informationen zur Profilserie Fineline können per E-Mail an RP Technik angefordert werden.

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