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Sonnenschutz mit perforiertem Titanzink

(18.10.2011) Titanzink ist ein langlebiger und widerstand­fähiger Werkstoff, der zumeist als Dach- oder Fassadenver­kleidung verwendet wird. Eher ungewöhnlich ist die Verwen­dung im Rahmen von Sonnenschutzmaßnahmen: Aber perfo­rierte Elemente können sehr wohl Gebäude und Nutzer vor Blendeffekten, Reflexionen und Überhitzung durch Sonnen­einstrahlung schützen; zugleich kann ein hoher Grad an Transparenz und Sichtverbindung nach außen erhalten bleiben.

Kolbermoor, Südbayern: Das in einem Wohngebiet gelegene Gelände bot für den Neubau der Pauline-Thoma-Schule so viel Platz, dass das Büro AV1 Architekten aus Kaiserslautern eine ganze Gebäudegruppe für das Schulzentrum umsetzen konnte - siehe Bing-Vogelperspektive und/oder Google-Maps. Eine helle Betonfassade macht den überwiegenden Teil des Erdgeschosses aus. Dunkle Steckfalzpaneele aus vorbewittertem Titanzink in der Oberflächenqualität Anthra-Zinc prägen den ersten Stock. Durchbrochen werden beide Ebenen von großzügigen Fensterfronten. Vor den komplett verglasten Eingangsbereich, zusätzlich aber auch vor einzelnen Fenstern wurden perforierte Paneele eingesetzt. Eine wirtschaftliche und dauerhafte Alternative zu üblichen Markisen oder Sonnenschutzrollos.

Cartagena, Süd-Spanien: Der zur Polytechnischen Universität gehörende Neubau war umstritten. Befürchtet wurde, dass er eines der wichtigsten städtischen Kulturdenkmäler entstellen würde: Das zwischen Hafen und Arsenal liegende, frühere Gefängnis, ein über zwei Jahrhunderte altes, von strengen Steinmauern geprägtes Bauwerk - siehe Bing-Vogelperspektive (möglicherweise sehr verpixelt) und/oder Google-Maps.

Das zoombare Foto hat 3.567 x 1.984 Pixel - sofern Flash installiert ist!
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Der Architekt José Manuel Chacón Bulnes fand eine sinnvolle und zugleich charmante Lösung. Der Anbau wurde an der Schmalseite des historischen Gebäudes errichtet. Darüber hinaus wurde die komplett verglaste Fassade mit einer doppelten, durch viele Falzungen rhythmisierte, perforierte Zinkhaut verkleidet. So bleibt der Blick auf die mächtigen Steinmauern des Nachbarbaus frei, zugleich schützt die perforierte Zinkverkleidung aber auch vor einer zu starken Aufheizung der dahinter liegenden Büroräume.

Sant Cugat del Vallès, Nord-Spanien: Der vom Architekturbüro EMBA entworfene Mischkomplex aus Büros, Wohnungen und Läden ist nicht nur in seiner Nutzung vielseitig. Auch die Gestaltung der Zinkfassade in verschiedenen Verarbeitungstechniken ist abwechslungsreich. Der Architekt kombiniert das anthrazit-farbene VMZ Stehfalzsystem, horizontal und vertikal verlegt, mit VMZ Sinus-Profilen - beide mit und ohne Perforierung - ausgeführt. Aus der Nähe betrachtet versetzen die gewellten Profile die Wände in Schwingungen. Bei zunehmendem Abstand kommt der massive Charakter der Gebäude zur Geltung. Die innen rot gestrichenen Loggien setzten farbliche Akzente und unterstreichen die markante Form des neuen Stadtviertels.

Sonnen- und Sichtschutz zugleich: Ähnlich wie bei einer Jalousie bleibt bei diesen drei Lösungen das Innere von außen unerkannt, erlaubt aber den Blick nach draußen. Ein altes Prinzip, das auch schon in der traditionellen, arabischen und indischen Architektur bekannt war.

Weitere Informationen zu Sonnenschutz mit Titanzink können per E-Mail an VMZINC angefordert werden.

 siehe auch für zusätzliche Informationen:

  • VMZINC (eine Marke der Umicore Bausysteme GmbH)

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