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Kunst am alltäglichen Bau mit einer Gewebefassadenkonstruktion

(18.10.2011) Im Rahmen der Neugestaltung des Einkaufszentrums „Heuwegcenter“ in Weißenfels hat das Klever Stahlbauunternehmen HVS GmbH eine Gewebefassadenkonstruktion gefertigt und montiert, die historische Ansichten des Ortes gewissermaßen an die Fassade des Einkaufscenters projiziert. Das Projekt wurde Anfang September fertiggestellt: Drei übergroße Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Weißenfelser Motiven - das größte 8 Meter hoch und 27,50 Meter lang - durchbrechen die grüne Textilfassade und geben dem alltäglichen Einkaufszentrum ein bemerkenswertes Äußeres, das mit Leichtigkeit die Block-Struktur des Betonbaus durchbricht.

1.000 m² Gewebefassade, 30 Tonnen Stahl und 7 Millionen Euro Bauvolumen – die Eckdaten lassen zunächst nicht daran denken, dass hier Leichtigkeit entsteht. Doch der Auftraggeber der Neugestaltung des Einkaufszentrums „Heuwegcenter“ im beschaulichen Weißenfels bei Leipzig, Clemens Tönnies, beweist mit seinem Konzept Fingerspitzengefühl. Der Schalker Vorstandsvorsitzende und Unternehmer hatte das Klever Stahlbauunternehmen HVS GmbH beauftragt, eine Gewebefassade zu konstruieren und zu montieren, die dem Gebäude einerseits optisch seine Schwere nimmt und es andererseits stärker in die Umgebung einbindet. Wer sich dem Heuwegcenter heute nähert, dessen Blick fällt als erstes entweder auf Schloss Neu-Augustusburg, Weißenfels‘ historischen Stadtbrunnen oder den geschichtsträchtigen Marktplatz der Stadt.

Eingebettet in eine 1.000 m² große Gewebefassade, die die West- und Südseite des neuen Heuwegcenters umspannt, stechen die 8 Meter hohen und bis zu 27,50 Meter langen Fotomotive sofort hervor. Je nach Blickwinkel erscheinen die 63 miteinander verbundenen Gewebebahnen mal flächig, mal transparent und hier und da schimmert die Unterkonstruktion aus Stahl oder der Schatten eines dahinterliegenden Fensters hervor. Erst auf den zweiten Blick nimmt der Besucher einen modernisierten Einkaufskomplex mit Parkplätzen und typischen Supermarkt-Werbetafeln wahr.

Himmelfahrtskommando für den „Hingucker“

Den Zuschlag für das Projekt „Heuwegcenter“ erhielt das mittelständische Stahlbauunternehmen HVS GmbH aus Kleve erst Mitte April. Die Zeit war knapp - Anfang September mussten die Arbeiten vor Ort in Weißenfels abgeschlossen sein. „Ein Himmelfahrtskommando, was die Planung anging“, erklärt Montageleiter Herbert Sewald. „Wir mussten lange Fahrtzeiten und die komplette Montage vor Ort ja mit einkalkulieren.“ Also begannen die Planer der HVS GmbH direkt mit der Vorarbeit. Zudem musste eine Druckerei gefunden werden, die das großflächige Polyester-Carbon-Gewebe mit UV-beständigen Farben bedrucken konnte.

Im Rahmen der Montagephase waren 6 Mitarbeiter im Einsatz. Inmitten des wuseligen  Baustellen-Betriebs, bei dem das komplette Gebäude saniert und vergrößert wurde, montierten die Klever Monteure die einzelnen Elemente der riesigen Stahlkonstruktion. „550 Verbindungsschrauben und 440 Edelstahl-Dübel verankern den gewaltigen Rahmen im Gemäuer,“ erklärt Sewald. Die einzelnen Gewebebahnen - insgesamt eine Fläche von 1.000 m² - wurden mit einer speziellen Profiltechnik auf den Stahlrahmen befestigt. Allein die Montage kostet 650 Arbeitsstunden.

Anfang September wurde das „Heuwegcenter“ von Clemens Tönnies eröffnet. Für die Konstrukteure der HVS GmbH war es eine Premiere, in diesem Umfang textile Gewebefassaden zu entwerfen und umzusetzen. „Es ist schön, das Ergebnis eines so umfangreichen Projektes zu sehen – da sind wir uns alle einig,“ so Sewald.

Weitere Informationen zu bedruckten Textilfassaden können per E-Mail an HVS angefordert werden.

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