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Weltweit erste EPD/Ökobilanz für Handbrausen

(16.11.2011) Die Hansgrohe AG hat als weltweit erster Hersteller der Sanitärbranche eine Umwelt-Produktdeklaration (EPD) für ihre Handbrausen erarbeitet. Mit dieser umfassenden Ökobilanz nach internationalem Standard ermittelt das Unternehmen den ökologischen Fußabdruck seiner Produkte entlang der gesamten Wertschöpfungskette und macht deren Umweltwirkungen umfangreich transparent.


Crometta 85 und Croma 100 (Bild vergrößern)

Untersucht wurden die Produktreihen Crometta 85 und Croma 100. Während des gesamten Herstellungsprozesses der Handbrausen von der Rohstoffgewinnung bis zur Auslieferung an die Kunden und bei ihrer Wiederverwertung bzw. Entsorgung am Ende des Lebenszyklus werden rund 2,17 kg CO₂ (Crometta) beziehungsweise 2,8 kg CO₂ (Croma) ausgestoßen (Mittelwerte aus den geprüften Modellen der jeweiligen Produktreihe). Im Vergleich: Beim Verbrennen von nur einem Liter Benzin werden nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Umwelt bereits 2,85 kg CO₂ freigesetzt (Wert inklusive Vorkette).

Darüber hinaus attestiert die Ökobilanz, dass bei Produktion, Recycling und Entsorgung der Brausen rund 8,87 Kilowatt­stunden (Crometta) beziehungsweise 11,83 Kilowattstunden (Croma) Energie verbraucht werden. Der Wasserverbrauch in diesen Phasen des Lebenszyklus summiert sich auf 24,4  Liter Wasser für die Crometta-Brausen, auf 28,6 Liter  für Produkte aus der Reihe Croma 100.

Ökobilanz liefert Basis für weitere CO₂-Reduktion

Dieses neu gewonnene Wissen will die Hansgrohe AG auch einsetzen, um die Umweltwirkungen ihrer Produkte weiter zu verbessern und damit ihre Nachhaltigkeitsziele voranzutreiben. Unter anderem hat sich der Schwarzwälder Armaturen- und Brausenhersteller zum Ziel gesetzt, den Wasserverbrauch von Fertigung und Produkten bis 2014 um 10 Prozent zu senken. Die direkten CO₂-Emissionen des Unternehmens sollen um 20 Prozent reduziert werden.

„Eine klare Nachhaltigkeitsorientierung ist Teil unseres unternehmerischen Selbstver­ständnisses und unserer Geschäftsstrategie. Als erster Hersteller der Sanitärbranche haben wir eine Ökobilanz für unsere Brausen erstellt, um detaillierte Kenntnisse zu den Umweltwirkungen von Materialien und Fertigungsprozessen zu erhalten“, sagt Richard Grohe, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Hansgrohe AG. „Die gewonnenen Erkenntnisse werden wir nutzen, um unsere Produkte und Neuentwicklungen, aber auch unsere Herstellungsverfahren noch nachhaltiger zu gestalten. Weitere Öko­bilanzen sind bereits in Planung.“ Sämtliche Informationen aus der Ökobilanz stehen daher allen Interessierten über die Website hansgrohe.com/oekobilanz zur Verfügung. „Gerade wer sich wie viele Architekten, Immobilienbetreiber und Bauherren einer nachhaltigen Architektur verpflichtet sieht, möchte genau wissen, wie der ökologische Fußabdruck der verbauten Produkte aussieht“, betont Richard Grohe. „Dieses Informationsbedürfnis können wir jetzt befriedigen. Das ist für Handbrausen bisher einzigartig in der Sanitärbranche.“

Systematische Analyse der Produkte

Die Umwelt-Produktdeklaration wurde vom Institut Bauen und Umwelt e.V. (IBU) gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen PE International erarbeitet. IBU ist die zurzeit einzige Orga­nisation in Deutschland, die konsequent nach internationaler Normung (ISO 14025) verfährt. Die Umwelt-Produktdeklaration gibt umfassend Auskunft zu allen Aspekten der Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit - beispielsweise zum Ressourcen­verbrauch oder den Auswirkungen auf den Treibhauseffekt. Jeder Lebensabschnitt der Brausen wurde für die Analyse genau untersucht:

  • Rohstoff- und Energiegewinnung,
  • Herstellung und Entsorgung sowie
  • alle erforderlichen Transporte.

„Ausklammern mussten wir nur die eigentliche Nutzungsphase“, erläutert Richard Grohe, „da sich die Verbrauchsgewohnheiten - wie etwa Duschdauer und Wassertemperatur - von Nutzer zu Nutzer deutlich unterscheiden. Doch auch die Wasser- und Energiesparpotentiale während der Nutzung liegen uns am Herzen. Die EcoSmart Technologie von Hansgrohe hilft Verbrauchern dabei, ihren Warmwasserverbrauch um bis zu 60 Prozent zu senken.“

Seit Jahren setzt sich das Schwarzwälder Unternehmen außer­dem dafür ein, die Öffentlichkeit für den verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser zu sensibilisieren. Das Engagement reicht von Unterrichtsmaterialien für Schulen über das jährliche Wassersymposium, bis hin zum Online-Wasser­sparrechner, mit dem der eigene Wasser-, Energie- und CO₂-Verbrauch überprüft werden kann -  siehe QR-Code rechts für die mobile Nutzung bzw. hansgrohe.de/sparrechner bzw. Beitrag "Sparrechner ermittelt Wasser-, Energie- und CO₂-Einsparungen" vom 29.7.2011.

Nachhaltiges Handeln für kontinuierliches Wachstum

Die Hansgrohe AG versteht sich innerhalb der Sanitärbranche als einer der Vorreiter in Sachen Umweltschutz. Bereits vor rund 30 Jahren begann das Unternehmen mit der Entwicklung wasser- und energiesparender Produkte. Heute sind strate­gische, messbare Nachhaltigkeitsziele Teil des Businessplans und der Strategieentwicklung. Nachhaltigkeitsaspekte wie etwa der Umweltschutz werden so direkt in ökonomische Entscheidungen einbezogen.

Um die Produktentwicklung noch stärker in Richtung Klimaschutz und Energieeffizienz auszurichten, hat das Unternehmen im Frühjahr 2011 den Geschäftsbereich „Smart Water Solutions“ gegründet. Weitere Informationen zur Nachhaltigkeitsstrategie der Hansgrohe AG finden sich in ihrem kürzlich veröffentlichten, dritten Nachhaltigkeitsbericht.

Weitere Informationen zu Handbrausen und ihrer Ökobilanz können per E-Mail an Hansgrohe angefordert werden.

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