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Ansehnliche Resonanz auf Saint-Gobain Webers Architektur-Webkongress

(20.11.2011) Über 450 registrierte Teilnehmer, bis zu 750 Zuschauer am Tag und dazu: interessante Referate und kontroverser Meinungsaustausch - das ist die Bilanz des ersten reinen Webkongresses für Architekten, der Anfang November von Saint-Gobain Weber und der db deutsche bauzeitung veranstaltet wurde. Eine Woche lang sprachen jeden Tag namhafte Referenten zum Thema „Architekten und Wärmedämm-Verbundsysteme – eine Hassliebe?“.

Saint-Gobain Weber zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis: „Für uns war diese Form der Online-Veranstaltung eine Premiere, die wir nach dem erfreulichen Start gern wiederholen werden“, so Christian Poprawa, Direktor Marketing. „Wir hatten zahlreiche Fachbesucher, die sich nicht nur die Referate angehört haben, sondern auch online mit Fragen und Anregungen beteiligt haben.“ Auch das Thema des Kongresses ist auf großes Interesse gestoßen. Christian Poprawa: „Alle Kongressbeiträge gingen weit über das bloße Für und Wider von WDVS hinaus und haben vielfältige Aspekte des energieeffizienten Bauens aufgezeigt.“

Referenten nehmen Architekten in die Pflicht

Den Auftakt der Veranstaltungsreihe machte am Montag, den 7. November, eine Podiumsdiskussion, in der Befürworter und Kritiker ihre Standpunkte verdeutlichten. Im ersten Einzelvortrag am Dienstag beleuchtete Prof. Dr. Susanne Rexroth von der HTW Berlin das klimagerechte Bauen im Bestand. Sie zeigte auf, dass eine Fassadendämmung nicht isoliert betrachtet werden sollte und veranschaulichte Beispiele mit Innendämmungen und dezentraler Gebäudetechnik. Noch einen Schritt weiter ging Prof. Viktor Grinewitschus (siehe bei Xing), der in nachträglich angebrachten Dämmschichten eine zusätzliche Installationsebene für intelligente Gebäudesysteme sieht und die Architekten als Berater des Bauherrn in die Pflicht nahm.

Jan Musikowski von AFF architekten näherte sich dem Thema aus baukünstlerischer Sicht. Er bemängelte vor allem die haptischen Eigenschaften von Wärmedämm-Verbundsystemen, die eine massive Konstruktion nur vorzugeben scheinen. Dennoch baut sein Büro handwerklich und künstlerisch anspruchsvolle Objekte mit WDVS-Fassade. Auf industriell vorgefertigte und multifunktionale Fassadenlösungen setzte dagegen Alfred Schelenz vom Kölner Büro Gatermann + Schossig. Seine Argumentation bezog sich vor allem auf Lebenszyklusbetrachtungen, bei denen WDV-Systeme tendenziell schlechter abschneiden. In einem waren sich alle Referenten jedoch einig: Man kann an Wärmedämm-Verbundsystemen einiges kritisieren, aber es steckt auch eine Menge Potenzial in den Materialien. Im Dialog zwischen Architekten und der Industrie können die nötigen Innovationen gemeinsam entwickelt werden.

Wer die Live-Übertragung des Kongresses verpasst hat, kann sich die Aufzeichnungen der Vorträge unter sg-weber.de/webkongress auch jetzt noch anschauen.

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