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Erzbistum Bamberg vertraut auf Flüssigabdichtung beim Solardach

(21.12.2011) In Deutschland hält der Solarboom ungebrochen an. Auf zunehmend mehr Dächern werden die bläulich schimmernden Module sichtbar. Damit sich die Besitzer ungetrübt an ihrer Sonnenernte erfreuen können, sollte nicht nur die Kalkulation der Photovoltaikanlage stimmen. Kommt es hier bei der Berechnung der Rendite entscheidend auf den Standort an, spielen im Umfeld auch andere Faktoren eine wichtige Rolle. Das Sonnenkraftwerk auf dem Dach wird mit einer Mindestlaufzeit von 20 Jahren kalkuliert. So sollte vor allem bei Flachdächern sichergestellt sein, dass in dieser Zeit auf die Funktionsfähigkeit der Abdichtung Verlass ist. Schäden an der Dachhaut schmälern die Rendite erheblich. Wer seine Solaranlage (teilweise) abräumen muss, um ein undichtes Dach instand zu setzen, verliert viel Geld.

Solaranlage ohne Dachdurchdringung

Die Liegenschaftsabteilung des Erzbistums Bamberg war sich dieser Problematik bewusst und ließ eine 10.000 m² große Flachdachfläche im Industriegebiet Laubanger durch die BBS+Dach GmbH zunächst mit der Flüssigabdichtung Kemperol neu abdich­ten, bevor die 1,3 Mio. Euro teure Photovoltaikanlage mit 406 kWp installiert wurde.

Ein Vorteil von Solaranlagen auf flachen Dächern ist neben dem leichten Zugang die freie Ausrichtung der Module. Zudem entschied sich der Auftraggeber in Bamberg für eine Anlage ohne Dachdurchdringung. Die Elemente sind deshalb unterein­ander verbunden und an zentralen Punkten mit Steinquadern als Auflast beschwert. Ergänzend sind die Rückseiten der Montagesysteme aus aerodynamischen Gründen mit Blechen verkleidet. Die Solarmodule wurden parallel zu den fertig ge­stellten Dachabschnitten installiert und gleichmäßig über die Hochsicken der gesamten Stahltrapezdächer verteilt.

„Unser Kunde hat die Solaranlage als langfristige Investition geplant“, erläutert BBS Geschäftsführer Dieter Hahn, „Deshalb sollte durch eine dauerhaft sichere Abdichtung der gesamten Nutzfläche möglichen Dachschäden vorgebeugt werden.“ Eine Teilinstandsetzung des überwiegend 1984 erstellten Gebäudekomplexes, in dem sich Büro- und Lagerräume sowie eine Schreinerei befinden, stand sowieso auf der Agenda. Die restlichen Flächen wurden vorbeugend ohne Abriss des alten Untergrundes neu abgedichtet.

Undicht, abgesackt, versprödet

Etwa ein Viertel der alten Bitumenbahnen, die überwiegend auf Stahltrapezprofilen mit Mineralfaserdämmung, teilweise auf Betondecke plus Dämmung liegen, war undicht. Die Abdichtung war im Laufe der Zeit leicht abgesackt, deshalb befanden sich die Abläufe teilweise an den Hochpunkten und auf dem mit minimalem Gefälle gebauten Dach stand das Wasser. Mit der Zeit versprödeten die Bitumenbahnen und lösten sich im Nahtbereich. In den Segmenten mit Durchfeuchtungsschäden wurde die Dämmung erneuert.

Das Anforderungsprofil verlangte eine Abdichtung ...

  • mit einer nachgewiesenen dauerhaften UV-Beständigkeit, um Versprödung vorzubeugen. Kemperol ist dauerhaft elastisch und flexibel von -30°C bis +90°C und enthält keine Weichmacher.
  • mit vollflächiger Haftung auf dem Untergrund, um bei einer mechanischen Beschädigung Unterläufigkeit auszuschließen. Durch die Verarbeitung in flüssiger Form passt sich Kemperol jedem Detail und jeder Fläche wie maßgeschneidert an. Während der Aushärtungsphase bildet das Material einen vollflächigen Haftverbund zum Untergrund.
  • mit einem hellen Farbton, um eine sehr hohe Reflektion des Sonnenlichts zu gewährleisten.

Die Arbeiten wurden in zwei Bauabschnitten ausgeführt: 4.000 m² im Sommer 2010, 6.000 m² im Sommer 2011. Die Kemperol-Abdichtung, die nur eine geringe Flächenlast besitzt, wurde ohne Abriss der alten Dachhaut auf dem Bitumenunter­grund verlegt. Dieser wurde zuvor gesäubert, von losen Teilen befreit und mit einer Kempertec Grundierung vorbehandelt. Die Abdichtung erfolgte mit dem Klassiker Kemperol V 210 im Farbton Grau. Das Material war die erste funktionsfähige Flüssigabdichtung überhaupt. Seit fast 50 Jahren wird das Produkt weltweit verwendet.

Vor der Abdichtung der Flächen wurden sämtliche Details wie Anschlüsse an die Attika, Abflüsse und Durchdringungen abge­dichtet. Die Verarbeitung erfolgte nach einem standardisierten Verfahren:

  • Die erste Lage des flüssigen Harzes wird aufgetragen,
  • das Armierungsvlies blasenfrei eingebettet und
  • mit einer zweiten Lage nass-in-nass direkt überarbeitet.
  • Um eine Restklebrigkeit auf der Fläche zu entfernen, wurde die ausreagierte Oberfläche mit Talkum abgestreut.

Weitere Informationen zur Flüssigabdichtung von Solardächern können per E-Mail an Kemper System angefordert werden.

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