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Europäisches Architektenbarometer: Bausektor bei Nachbarn auf Tiefstand

(13.2.2012) Der Bausektor steckt in Italien und Spanien noch tiefer in der Misere als 2009. Die deutsche Baubranche hat sich als einzige von der Krise erholt - dies sind Kernergebnisse der Q4 2011-Ausgabe des europäischen Architektenbarometers, einer vierteljährlichen Studie unter 1.200 Architekten in Europa.

"dramatisch" in Spanien und Italien

Die bauwirtschaftlichen Entwicklungen der sechs Länder, die im europäischen Architektenbarometer nachgezeichnet werden, laufen weit auseinander. Im vierten Quartal 2011 berichten Architekten aus Spanien und Italien nach wie vor von sinkenden Umsatz- und Auftragszahlen und die Gesamtsituation in diesen Ländern kann man nur dramatisch nennen. Es sind immer noch keinerlei Anzeichen für eine nennenswerte Verbesserung in Sicht.

Das “Laufende Barometer” (ein Indikator, der die jetzige Situation mit 2009 vergleicht) zeigt, dass die Baubranche in Spanien und Italien schlimmer dran ist als in den übrigen Ländern (wobei Italien mit einer leichten Verzögerung hinter Spanien nachrückt).

Frankreich und Niederlande steuern auf neuen Tiefpunkt zu

In zwei weiteren Ländern zeigt sich nach einer sich vergleichsweise stabilisierenden Periode auf dem Baumarkt im vierten Quartal wieder eine Verschlechterung der Situation. Frankreich und die Niederlande scheinen auf einen neuen Tiefpunkt zuzusteuern. Im letzten Quartal 2011 berichteten wieder mehr Architekten von sinkenden Umsatz- und Auftragszahlen; selbst im direkten Vergleich mit 2009 liegen diese beiden Indikatoren auf einem niedrigeren Niveau. Aus der Entwicklung der Auftragsbücher und Umsätze bei Architekten lässt sich für beide Länder die Prognose ableiten, dass das Bauvolumen 2012 und 2013 dort auf demselben Niveau verharren wird wie 2011.

Stagnation bei den Briten

In Großbritannien ist die Ausgangslage günstiger als in den anderen 4 Ländern (Spanien, Italien, die Niederlande und Frankreich). Im vierten Quartal eruierte Arch-Vision einen kleineren Anteil von Architekten, die von Auftragsverlusten von mehr als 5 Prozent berichten. Die Prognose - basierend auf der Entwicklung der letzten zwei Jahre - zeigt, dass das Bauvolumen im Vereinigten Königreich ebenfalls auf dem Niveau von 2011 stagnieren wird.

Der deutsche Bausektor ist derzeit der einzige Markt, auf dem nach einer kurzen Krise eine rasche Erholung folgte (vgl. Abb.).Die Situation, die von den Architekten im vierten Quartal beschrieben wird, zeigt, dass es dem Sektor nun sehr viel besser geht als 2009 und dass 2012 ein Wachstum des deutschen Bauvolumens zu erwarten ist - vergleiche aber mit Baulinks-Beitrag "ifo Architektenumfrage III/2011: Geschäftsklima sichtlich eingetrübt" vom 8.12.2011.

Arch-Vision erwartet, dass das europäische Bauvolumen 2012 um 1% niedriger ausfallen wird als 2011 - also bei ungefähr 736 Milliarden Euro.

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