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Forschungsprojekt: Holzleichtbeton für die Sanierung von Außenwänden

(13.4.2012) Holzverbundwerkstoffe sind vielfältig einsetzbar und werden zunehmend auch im Hochbau verwendet. Vor diesem Hintergrund befasst sich ein neues gemein­sames Forschungsprojekt von Prof. Dr. Roland Krippner von der Fakultät Architektur und Prof. Dr. Thomas Freimann von der Fakultät Bauingenieurwesen der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg mit „Holzleicht­beton als Material für die Sanierung von Au­ßenwänden“. Die Stiftung Bayerisches Baugewerbe unterstützt das Forschungspro­jekt, das im Januar 2012 gestartet ist und bis März 2013 läuft, mit einer Förderung in Höhe von 40.000 Euro. Kooperationspartner ist die Firma L.u.H. Keilholz GmbH in Nürn­berg.

Prof. Dr. Roland Krippner begründet die Entscheidung für das Projekt mit Vorteilen von Holzverbundwerkstoffen bei der Verwendung sowohl im Innenraum als auch bei Gebäu­defassaden, wobei Holzleichtbeton ein innovatives Kompositmaterial sei. Diesen Ver­bundwerkstoff aus Zement, Holzpartikeln und Wasser untersuchen die Forscher des OHM nach ersten grundlegenden Untersuchungen (gefördert von der STAEDLER Stif­tung) nun genauer.

Forschungsziele

Bei dem Projekt sollen die Zusammensetzung von Holzleichtbeton und dessen baukon­struktive Kenndaten auch hinsichtlich Ressourceneffizienz erforscht werden. Testrei­hen zur Fertigung und Anbringung von Holzleichtbetonplatten unter praxisnahen Be­dingungen sollen Grundprinzipien bei der Fassadenrenovierung klären. Die Forscher su­chen nach der besten Unterkonstruktion und der optimalen Befestigung für die Holz­leichtbetonplatten. Im Rahmen von Fallstudien (z.B. Einfamilienhäusern der 1960er/1970er Jahre in Erlangen bzw. Schulgebäuden der Stadt Nürnberg) sollen die Funk­tionsfähigkeit und Gebrauchs­tauglichkeit des Holzverbundwerkstoffs belegt werden.

Pluspunkte von Holzleichtbeton

Schon jetzt ist klar, dass sich Holzleichtbeton gut verarbeiten lässt und variierbare Festigkeitseigenschaften mitbringt, und Platten aus dem neuen Werkstoff sollen sich auch auch bei der Gebäudemodernisierung einsetzen lassen. Erste Anwendungen in Demonstrationsprojekten bestätigten wohl die positiven Einschätzungen. Darüber hi­naus gilt das Material als recht kostengünstig, da die Holzpartikel Abfallprodukte aus der Verarbeitung von regionalen Holzarten sind.

Durch die Nutzung von Abfällen der Holzverarbeitung könnte Holzleichtbeton für das Zimmererhandwerk neue Arbeitsbereiche eröffnen. Hinzu kommen neue Anwendungs­felder mit Holzleichtbeton als Plattenwerkstoff in der energetischen Sanierung.

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