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Kalzip liefert Edelstahl-Schutzhülle für neuen Tschernobyl-Sarkophag

(19.4.2012) Die Tschernobyl-Katastrophe in der Nacht des 26. April 1986 hat sich in das kollektive Gedächtnis eingebrannt und weltweit die Gefahr, die auch mit der zivilen Nut­zung der Kernkraft einhergeht, sichtbar gemacht. Die radioaktiv verstrahlte Region um den Reaktor ist weitläufig unbewohnbar und bis heute militärisches Sperrgebiet.

erklärender Film von Kalzip

Aktuell haben die Bauarbeiten für eine neue luftdichte Schutzhülle begonnen, die auf einen Zeitraum von 100 Jahren ausgelegt ist. Sie soll sich bogenförmig über dem zer­störten Reaktorblock und dem alten Betonsarkophag spannen. Die Kalzip GmbH ist am Bau des Tschernobyl Projektes direkt beteiligt. Der in Koblenz ansässige, international tätige Hersteller von Gebäudehüllen aus Metall, hat Ende März den Zuschlag für die Bauteile der Innen- und Außenhülle aus Edelstahl bekommen. Die Auslieferung der Materialien und Maschinen für die Vor-Ort-Herstellung hat bereits begonnen. Geplant ist eine 29.000 Tonnen schwere Metallkonstruktion mit 105 m Höhe, 150 m Länge und 257 m Spannweite, die 2015 fertiggestellt sein soll.

„Ausschlaggebend für den Zuschlag waren die überzeugenden Testergebnisse dieser eigens für diese Anwendung entwickelte Speziallösung auf der Basis unseres bewähr­ten Stehfalzsystems“, so der Geschäftsführer Jörg Schwall. „Eine besondere Heraus­forderung für unsere Ingenieure waren die hohen Anforderungen an die Standsicher­heit gegen Windsogkräfte der Tornadoklasse 3.“

2007 hatte die Ukraine den Auftrag für die neue Schutzhülle an Novarka vergeben. Novarka ist eine französische Arbeitsgemeinschaft aus den Unternehmen Vinci und Bouygues, die zum Bau dieser Schutzhülle gegründet wurde. Ziel des international geförderten Vorhabens ist es, den Standort Tschernobyl in einen ökologisch sicheren Zustand zu überführen. Finanziert wird das Projekt durch verschiedene Geberländer. Den Großteil der Baukosten des Chernobyl Shelter Fund (CSF) tragen die G8 Staaten und die EU. Die Ukraine selbst leistet ebenfalls einen beachtlichen Beitrag.

Weitere Informationen zu Gebäudehüllen aus Metall können per E-Mail an Kalzip angefordert werden.

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