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Gipsmarke, Rissbreitenmesser oder Riss-Messlehre mit 1/10 mm Genauigkeit?

(20.4.2012) Eine Gipsmarke dient zur Rissüberwachung in Bauwerken. Hierzu wird ein Streifen aus Gips mit 1 bis 10 mm Dicke und 10 bis 100 mm Breite quer über einen bereits vorhandenen Riss oder einer Fuge aufgebracht. Erfährt das Bauteil nach dem Zeitpunkt des Setzens der Gipsmarke eine Rissöffnung oder eine Rissverschiebung, so lässt sich dies anhand der gerissenen Gipsmarke durch Augenschein leicht nachwei­sen.


Gipsmarke über einem Riss (Foto: Drsno, Wikipedia) (Bild vergrößern)

Da es sich bei der Gipsmarke um eine sehr einfache und kostengünstige Möglichkeit der Rissüberwachung handelt, findet sie häufige Anwendung beim Bauen im Bestand, in der Altbausanierung und beim Sanieren von Baudenkmälern.

Schon etwas fortschrittlicher ist der Rissbreitenmesser: Das Plastiklineal, das mit feinen Strichen für die unterschiedlichen Dicken ausgestattet ist, erlaubt es zumin­dest, die Breiten des Risses mit der Hand und durch Überlagerung zu messen; er ermöglichte jedoch nicht, die Rissbewegungen auf zuverlässige Weise zu verfolgen.

Als zeitgemäße Alternative von Gipsmarke und Rissbreitenmesser entwarf Janpierre Saugnac unter eigenem Namen Riss-Messlehren: Auf beiden Seiten der Risse fixiert, sind die Saugnac-Riss-Messlehren in der Lage, die Rissausbreitung auf 1/10 mm Ge­nauigkeit autonom zu verfolgen, sowie die Verschlimmerung, die Stabilisierung und den Evolutionszyklus zu messen, um letztendlich das mit dem Auftreten eines jeden Risses entstehende Rätsel hinter dem Riss exakt zu lösen:


Die G1-Riss-Messlehre von Saugnac empfiehlt sich für Risse mit parallelen Rändern. (Bild vergrößern)

Diagnostik ist „die Kunst, eine Krankheit gemäß den Symptomen zu bestimmen“

Risse sind aufgrund ihrer hohen Auftauchfrequenz eigentlich ein banales Thema - sie tauchen in jedem 3. Sachverständigenbericht auf. Durch ihre vielfältigen Ursachen bergen sie dennoch häufig eine extreme Komplexität. So gelten Risse als Symptom für häufig schlimmeren Schäden, die ein bedeutendes Risiko für die Stabilität und Sicher­heit mit sich bringen können. Im Rahmen der Zehnjahresgarantie („garantie décenna­le“) werden Risse beispielsweise in Frankreich als Nummer 1 der festgestellten Bau­werksschäden angeführt.

Mit Hilfe der Riss-Messlehren von Saugnac lassen sich Risse dezidiert über einen län­geren längeren Zeitraum überwachen. Ihre ursprüngliche Funktion basiert auf einem einfachen Verfahren; es bindet ...

  • das Feineinstellungsprinzip (kennt man von Messschiebern) und
  • eine Befestigungsweise, die doppelseitiges Klebeband oder Schlagdübel nutzt.

Eine Riss-Messlehre, die permanent auf beiden Seiten des Risses fixiert ist, kann Riss­bewegung leicht folgen und zu jedem Zeitpunkt die Entwicklung anzeigen. Es genügt, wenn der Fachmann regelmäßig die Messungen abliest (z.B. bei Temperatur- oder Luftfeuchtigkeitsveränderungen) und die abgelesenen Werte auf dem dafür vorgese­henen Abschnitt der Riss-Messlehre notiert.


Zum Messen der Veränderung der Verschiebung eines Kapitells wurden hier zwei G3-Riss-Messlehren um jeweils 90° versetzt auf der Säule angebracht (Fes, Marocco) (Bild vergrößern)

Für unterschiedliche Anwendungen unterschiedliche Riss-Messlehre: Das Sortiment an Riss-Messlehren von Saugnac setzt sich aus mehreren Messinstrumenten zusammen. So lassen sich Bewegungen auf einer, zwei oder drei Achsen protokollieren - siehe auch Baulinks-Beitrag "Einfache Messlehren für ein zuverlässiges Rissmonitoring" vom 27.11.2011.

Weitere Informationen zu Riss-Messlehren können per E-Mail an Saugnac Messgeräte angefordert werden.

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