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Wenn eine Dachbahn auf einem Tonnengewölbedach ins Blickfeld rückt

(27.6.2012) Um dem gestiegenen Raumbedarf Rechnung zu tragen, entschloss sich die Leitung der Kreisstelle des Deut­schen Roten Kreuzes in Wolfsburg, das vorhandene Büroge­bäude zu erweitern (siehe Bing-Maps und/oder Google-Maps). Hierzu beauftragte man die Wolfsburger Architekten Neumann-Berking und Bendorf Planungsgesellschaft mbH. In deren Ent­wurf bestand die Erweiterung maßgeblich in der Aufstockung des vorhandenen Gebäudes. Gleichzeitig wurde die Grundflä­che der Aufstockung über den Grundriss des Altbaus hinaus geführt. Beide Maßnahmen erforderten ein strenges Lasten­management um die statische Tragfähigkeit des vorhandenen Baukörpers nicht zu überreizen. Natürlich galt es zugleich, mittels Gestaltung und Materialsprache dem neu entstandenen Gebäude einen eigen­ständigen Charakter zu geben. Als vorgelagerter Baukörper zu einer Wohnanlage mit gleichzeitigem einseitigen Anschluss an ein Erschließungsgebäude sollte natürlich das Ensemble als Ganzes weiterhin Wirkung zeigen.

Aufstockung mit leichter Last

Aus einer vorherigen baulichen Erweiterung des Bürogebäudes nahmen die Planer ein rundes Element als Form auf und ordneten einen Viertelkreis eines Tonnengewölbedachs als Gebäudeabschluss an. Rundgauben öffnen die Dachfläche und setzen so die Ak­zentuierung fort. Die gesamte Aufstockung erstellte man in Holzständerwerk, wodurch die Lasten deutlich reduziert werden konnten. Die Aufstockung selbst umfasst neben einem Vollgeschoß noch ein Dachgeschoß und bietet somit ausreichend Raum für Büros und Archiv des DRK Wolfsburg.

Flachdachbahnen anstatt Zinkstehfalz-Bleche

Das Dach des neugestalteten Baus sollte zunächst eine Abdeckung aus Zinkstehfalz-Blechen zieren. Dies ließ sich jedoch aufgrund der Kosten nicht realisieren. Um eine alternative Abdichtung bemüht, stand weiterhin die profilierte Optik der gerundeten Dachfläche im Fokus. So kam eine flexible Abdichtung in die Auswahl, deren Vorteile zum einen in der fließenden Anpassung an die Dachform liegen, zum anderen in den materialhomogen Strukturprofilen, die eine Metalldachoptik vermitteln.

Zum Einsatz kam auf der insgesamt 170 m² großen Dachfläche die bewährte Dach- und Dichtungsbahn Evalon der Trierer Alwitra GmbH. Ihre Hochpolymerlegierung aus Ethylen-Vinyl-Acetat-Terpolymer (EVA) und Polyvinylchlorid (PVC) ist für einlagige Abdichtungen bei allen Flachdachbauweisen und Verlegearten geeignet. Dabei sorgt der hohe Anteil von hochpolymeren Feststoffen für gleichbleibende Eigenschaften und eine hohe Lebensdauer.

Hinzu kommt dass die Kunststoff-Dach- und Dichtungsbahn aufgrund eines ausge­wogenen Verhältnisses von Festigkeit und Dehnung thermisch und mechanisch hoch belastbar ist. Die helle und glatte Oberfläche wirkt zudem schmutzabweisend sowie wärmestrahlenreflektierend. Ein zusätzlicher Oberflächenschutz ist nicht notwendig.

Die grundsätzlich mit einer homogenen Dichtschicht ausgestattete Dach- und Dich­tungsbahn ist je nach Anwendung und Dachaufbau unkaschiert, unterseitig mit Poly­estervlies oder Glasvlies kaschiert oder mit unterseitiger Selbstklebeschicht verlegbar. Aufgrund ihrer Bitumenverträglichkeit empfehlen sich alle Bahnen der Evalon-Serien für Dachsanierungen. Auch sind sie direkt und ohne Trennlage auf allen genormten Dach­dämmstoffen sowie anderen üblichen Baustoffen zu verlegen. Zur homogenen Fügung der Bahnen untereinander kommt es wahlweise mittels Heißluft oder Quellschweißmittel.

Mit der Ausführung des fachgerechten Dachaufbaus wurde der Wolfsburger Dachdeckermeister Lutz Gifhorn beauftragt. Der Gesamtaufbau des Daches setzt sich zusammen aus:

  • Tragkonstruktion
  • Dampfsperre
  • Mineralwolledämmung
  • Rauspundschalung
  • G 200 S4 als Schalungsbahn
  • Evalon mechanisch fixiert und an den Bahnennähten mittels Quellschweißen gefügt.

materialhomogene Strukturprofile

Erst nach der Verlegung der Kunststoff-Dachbahn brachte der Dachdecker die mate­rialhomogenen Strukturprofile auf die Dachfläche auf. Entlang den Bahnennähten und eben­falls mit Quellschweißmittel fixiert, gliedern sie die Fläche und verleihen dem Dach eine hochwertigere Optik.

Anspruchsvoll zeigte sich die Ausbildung der Rundgauben. Ihre Krümmung erforderte eine besondere Vorgehensweise bei der Fixierung der Profile. Statt unmittelbar auf der Gaube fertigten die Dachdecker Bahn plus Profil nach Maß vor. So konnten die Profile auf den zunächst eben ausgelegten Bahnen problemlos verschweißt werden. Erst nach Aushärtung der Bahn-Profil-Verbindung wurden die selbst erstellten Formteile auf den Gauben verlegt, fixiert und mittels Anschlussstreifen an die Flächenbahn ange­schlossen. 

Weitere Informationen zu Evalon-Dachbahnen und materialhomogenen Strukturprofilen können per E-Mail an Alwitra angefordert werden.

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