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Zwei neue VPB-Ratgeber zu Schimmel im Neu- und Altbau

(16.7.2012) "Schimmel ist im Augenblick ein großes Thema. Es betrifft Bauherren und Althauskäufer ebenso wie Mieter und Vermieter", resümiert Thomas Penningh, Präsident des Ver­bands Privater Bauherren (VPB). "Schimmel bewegt die Gemü­ter. Viele haben Angst vor Schimmel und fürchten um ihre Ge­sundheit, andere nehmen ihn auf die leichte Schulter. Beide Gruppen brauchen mehr Informationen, damit sie das Problem Schimmel richtig einschätzen können."

Der Verband Privater Bauherren beschäftigt sich seit Jahrzehn­ten mit dem Thema Schimmel und hat gerade wieder zwei neue Ratgeber herausgegeben, die im Internet kostenlos herunter­geladen werden können: Sie heißen "Schimmel im Neubau" und "Schimmel im Altbau" und sind auf vpb.de > Service > kosten­lose Angebote verfügbar.

"Schimmel wird zurzeit sehr kontrovers diskutiert. Die einen mindern die Miete oder verweigern die Bauabnahme sobald sich auch nur ein Hauch von Schimmel an einer Wand zeigt. Die anderen ignorieren sogar großflächigen Befall oder rücken ihm in regelmäßigen Abständen mit in der Regel untauglichen Haus­haltsmitteln zu Leibe", beobachtet Bausachverständiger Pen­ningh. "Hinzu kommt die kontrovers geführte Debatte unter Medizinern, die teilweise vor Schimmel warnen, andererseits beschwichtigen und das ganze Thema harmloser darstellen, als es unter Umständen ist."

Das Problem ist die Vielfalt: Unter den 100.000 in der Natur vorkommenden Schimmelpilzen sind zahlreiche Nützlinge, andere allerdings gesundheitsgefährdend. Rund hundert Schimmelpilze zählen Chemiker zu dieser bedenklichen Kategorie. Um sie zu entdecken, bedarf es einer Laboranalyse. Wie bei jeder Krankheit muss auch beim Haus erst die richtige Diagnose gestellt wer­den", erklärt Bausachverständiger Penningh. "Warum hat sich der Schimmel an einer bestimmten Stelle niedergeschlagen? Was ist die Ursache? Wie groß ist der Schaden? Sind die Sporen gesundheitsschädlich, breiten sie sich schnell aus? Wer kann das notwendige Sanierungskonzept erstellen?"

Schimmel ist überall in der Luft. Erst wenn er bei bestimmter Feuchte und Temperatur Idealbedingungen findet, dann nistet er sich ein, gedeiht und wächst zum Problem heran. Auslöser sind nasse Wände, etwa nach einem Rohrbruch oder durch aufstei­gende Nässe, Kältebrücken in Zimmerecken oder an Fenstern, Leckagen am Dach. "Immer öfter finden wir Schimmel auch im Neubau, etwa jeder zweite Bau könnte befallen sein. Das Problem ist auch hier das Wasser. Alleine mit Beton, Mörtel, Putz und Estrich werden in einem Einfamilienhaus zwischen 10.000 bis 20.000 Liter Wasser eingebaut. Die müssen raus, sonst werden sie zum Problem. Die Lösung im Neubau heißt deshalb vor allem systematisch lüften und trocknen."

Weil auch die meisten Bauherren heute schlüsselfertig kaufen, fallen Baukontrollen oft dürftig aus, viele Feuchteschäden bleiben zunächst unentdeckt und machen sich erst durch gesundheitliche Beschwerden bei den Bewohnern bemerkbar. "Zwar entscheiden die Gerichte immer häufiger zugunsten der Bauherren, aber die Probleme hat letzten Endes immer der Hausbesitzer. Er leidet gesundheitlich, kann unter Umständen erst verspätet oder gar nicht einziehen und muss aufwändige Sanierungen am Haus dul­den, während er eigentlich in Ruhe dort wohnen möchte." Vermeiden lässt sich das nur durch laufende Baukontrollen vom unabhängigen Sachverständigen. Er entdeckt die Schwachstellen, bevor daraus Probleme werden.

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